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Apple akzeptiert Anti-Spam-App der indischen Regierung

16.11.2017 | 10:35 Uhr | Peter Müller

Indien will gegen Spam-Anrufe und -Nachrichten besser vorgehen und hat eigens dazu eine App entwickelt. Apple stand dem Projekt bisher skeptisch gegenüber, lenkt nun aber ein.

Update vom 16.11.17.:   Nach einem Treffen mit indischen Regierungsvertretern hat Apple nun Hilfe bei der Entwicklung einer staatlichen Anti-Spam-App zugesichert. Ein Jahr lang hatte Apple wegen Bedenken um die Privatsphäre der Nutzer die Kooperation schleifen lassen. Seinerzeit hatten die Behörden in den Google Play Store eine App gestellt, mit deren Hilfe Besitzer von Android-Smartphones unkompliziert unerwünschte Werbung in Form von Anrufen oder Nachrichten melden konnten. Nun werde man bei der Entwicklung helfen, die App soll aber nur limitierten Zugriff auf die Texte der Nutzer bekommen. Denn deren Privatsphäre will Apple weiterhin vehement schützen.

Original vom 7.09.17: Ausgesperrt: Apple hat laut "Fast Company" eine App der indischen Telekommunikationsbehörde namens "Do Not Disturb" wiederholt den Zugang zum App Store verweigert. Mit Hilfe der Anwendung können Nutzer Spam-Anrufe und -Nachrichten der Behörde melden, die diese Daten dazu nutzt, die Störer zu blockieren. Apple habe die Zulassung auf Grund datenschutzrechtlicher Bedenken verweigert. Während Apple es erlaubt, einige Daten mit den strategischen Partner eines App-Entwicklers zu teilen, geht die indische Anti-Spam-App wohl zu weit, will doch die Regierung sämtliche Logs und Anruf-Metadaten haben. Die App soll Ende September veröffentlicht werden, bislang blieben alle Treffen der indischen Regierung mit Apple erfolglos.

Der Schuss könnte aber nach hinten losgehen, Apple hat Indien als Wachstumsmarkt ausgemacht und versucht allmählich in dem Land Fuß zu fassen und das Vertrauen der Behörden zu gewinnen.

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