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Apple Mail: Besser Senden und Empfangen

02.04.2018 | 08:40 Uhr |

So wahren Sie einen besseren Überblick über ihre Postfächer – und Ihre elektronische Korrespondenz

Eingehende Nachrichten

Mit einem Klick auf das Umschlagsymbol links in der Symbolleiste oder mit Cmd-Shift-N holt man neue Nachrichten ab. Alternativ überträgt Mail die Post in bestimmten Zeitabständen selbstständig. Das Intervall legt man in den Einstellungen von Mail unter „Allgemein“ im Aufklappmenü bei „Nach neuen E-Mails suchen“ fest. Standardmäßig ist hier „Automatisch“ eingestellt.

Ratgeber Mail

An Apple Mail kommt man kaum vorbei. Wie Sie das ab Werk auf Macs installierte Programm in den Griff bekommen, erklären wir in einem Ratgeber in sechs Teilen.

1. Einleitung und Einrichtung (26.2.)

2. Die Fenster von Mail (27.2.)

3. Die Postfächer (28.2.)

4. Empfangen und Senden (1.3.)

5. E-Mails verwalten (ab 2.3.)

6. Probleme lösen (ab 3.3.)

Neu eingetroffene Nachrichten werden durch einen Ton signalisiert. Diesen kann man ebenfalls unter „Allgemein“ ändern oder auch ausschalten. Mail sendet zudem eine Mitteilung, wenn neue E-Mails eingetroffen sind. Über das Aufklappmenü „Mitteilungen bei neuen Nachrichten“ bestimmt man, bei welchen E-Mails die Benachrichtigung erfolgen soll. Wählt man hier beispielsweise „Kontakte“, wird man nur benachrichtigt, wenn der Absender im Adressbuch eingetragen ist. Auch intelligente Ordner lassen sich hier auswählen. Ganz ausschalten lassen sich die Benachrichtigungen nur in der Systemeinstellung „Mitteilungen“.

Wann Mail die Post abholen und ob jeweils ein Ton abgespielt werden soll, legt man in den Einstellungen des Programms fest.
Vergrößern Wann Mail die Post abholen und ob jeweils ein Ton abgespielt werden soll, legt man in den Einstellungen des Programms fest.

Neue Nachrichten landen im Postfach „Eingang“. Hat man mehrere Konten eingerichtet, legt Mail sie im entsprechenden Unterpostfach ab. Um alle eingegangenen Nachrichten zu sehen, markiert man „Eingang“; um nur die Post eines bestimmten Kontos anzuzeigen, markiert man das entsprechende Eingangspostfach. Noch nicht gelesene E-Mails sind mit einem blauen Punkt gekennzeichnet, das Eingangspostfach zeigt in einem Feld deren Anzahl an. Auch das Programmsymbol von Mail im Dock zeigt die Zahl der ungelesenen Nachrichten an. In den Einstellungen von Mail lässt sich unter „Allgemein“ festlegen, ob dabei nur das Eingangspostfach oder ob alle Postfächer berücksichtigt werden sollen.

Noch nicht gelesene Nachrichten kennzeichnet Mail mit einem Punkt und zeigt für jedes Postfach die Zahl der ungelesenen E-Mails an.
Vergrößern Noch nicht gelesene Nachrichten kennzeichnet Mail mit einem Punkt und zeigt für jedes Postfach die Zahl der ungelesenen E-Mails an.

Sobald man eine Nachricht in der E-Mail-Liste anklickt, wird ihr Inhalt angezeigt und die E-Mail als gelesen eingestuft. Der Status lässt sich auch wieder ändern. Dazu wischt man auf dem Trackpad oder der Magic Mouse in der E-Mail-Liste über der Nachricht nach rechts und klickt auf „Ungelesen“. Alternativ gibt es den Befehl „Als ungelesen markieren“ im Kontextmenü. Standardmäßig zeigt Mail den kompletten Inhalt einer E-Mail im Fenster an. Bei Nachrichten von Firmen oder bei Newslettern bedeutet das aber meist auch, dass Teile der Nachricht wie Logos und Bilder nicht in der Nachricht selbst enthalten sind, sondern von einem Server geladen werden. Manche Werbeversender verstecken in ihren E-Mails darum winzige, nicht sichtbare Bilder, die ebenfalls beim Öffnen der E-Mail geladen werden und dem Absender bestätigen, dass die Empfängeradresse gültig ist. Um sich davor zu schützen, dass beim Anklicken einer solchen E-Mail die eigene E-Mail-Adresse bestätigt wird, schaltet man in den Einstellungen von Mail die Option „Entfernte Inhalte in Nachrichten laden“ unter „Darstellung“ generell aus. Dann erscheint oben in einer neuen Nachricht mit Inhalten von einem Server „Diese E-Mail enthält entfernte Inhalte“ und man kann selbst entscheiden, die Bilder zu laden, wozu man auf den Button „Entfernte Inhalte laden“ klickt.

Mit einem Blick auf das Dock sieht man, ob noch nicht gelesene Nachrichten in Mail vorhanden sind.
Vergrößern Mit einem Blick auf das Dock sieht man, ob noch nicht gelesene Nachrichten in Mail vorhanden sind.

Anhänge

An eine E-Mail angehängte Dateien werden in der Nachricht mit einem Dateisymbol dargestellt, Bilder, Filme und PDF-Dateien mit nur einer Seite sind in der Vollansicht zu sehen. Um sich den Inhalt einer als Symbol angezeigten Datei anzusehen, ohne sie mit einem Programm zu öffnen, markiert man das Symbol und drückt die Leertaste oder ruft „Übersicht des Anhangs“ im Kontextmenü auf. Das klappt bei vielen Dateiformaten. Nochmaliges Drücken der Leertaste schließt die Übersicht wieder. Dass eine Nachricht Anhänge hat, sieht man auch in der E-Mail-Liste. Dort blendet Mail ein Büroklammersymbol vor dem Namen des Absenders ein. Auf keinen Fall sollte man jedoch Anhänge als Übersicht darstellen lassen oder gar öffnen, wenn man den Absender der E-Mail nicht kennt oder den Verdacht hegt, dass es sich um eine gefälschte Nachricht handelt, um sich nicht versehentlich eine Schadsoftware auf dem Mac zu installieren.

Über das Kontextmenü lassen sich Anhänge öffnen oder sichern und man kann sich bei vielen Dateiformaten eine Übersicht anzeigen lassen.
Vergrößern Über das Kontextmenü lassen sich Anhänge öffnen oder sichern und man kann sich bei vielen Dateiformaten eine Übersicht anzeigen lassen.

Um einen Anhang mit einer Anwendung zu öffnen, nimmt man entweder „Anhang öffnen“ oder „Öffnen mit“ im Kontextmenü des Dateisymbols beziehungsweise der Vollansicht. Im ersten Fall wird die Datei mit dem dafür zuständigen Standardprogramm geöffnet, im zweiten Fall kann man sich eine Anwendung aussuchen. Zum Öffnen mit dem Standardprogramm genügt auch ein Doppelklick. Um einen Anhang zu sichern, ohne ihn zu öffnen, bietet das Kontextmenü die Optionen „Anhang sichern“ (dann lässt sich der Zielordner auswählen) und „Im Downloads-Ordner sichern“. Diesen Ordner bestimmt man in den Einstellungen von Mail unter „Allgemein“ im Aufklappmenü bei „Downloads-Ordner“. Standardmäßig ist es der Ordner „Downloads“ im eigenen Privatordner. Zudem unterstützt Mail auch die Funktion „Teilen“ von macOS. Über diese Option kann man Anhänge beispielsweise den Notizen hinzufügen oder per Air-Drop an ein anderes Gerät senden. Bei Bildern und Filmen gibt es außerdem die Option „Zu Fotos hinzufügen“. Alternativ speichert man die Anhänge über das Büroklammersymbol das sich einblendet, wenn man den Mauszeiger auf die Trennlinie zwischen dem Inhalt der Nachricht und dem Kopf (Header) der Nachricht bewegt. Man klickt das Symbol an, wählt „Alles sichern“ oder den Dateinamen im Einblendmenü aus und bestimmt den Zielordner. Sind mehrere Anhänge vorhanden, kann man hier jeden Anhang einzeln speichern oder mit „Alles sichern“ alle auf einmal speichern. Bei Bildern und Filmen gibt es im Menü zusätzlich den Eintrag „Nach Fotos exportieren“.

Blendet man die Symbole in einer eingegangenen Nachricht an, lassen sich alle Anhänge auf einmal oder separat sichern.
Vergrößern Blendet man die Symbole in einer eingegangenen Nachricht an, lassen sich alle Anhänge auf einmal oder separat sichern.

Sichert man die Anhänge in einen Ordner auf dem Mac, verschwinden sie aber nicht aus der Nachricht, sie sind dann also doppelt auf dem Mac vorhanden. Um schon auf dem Mac gespeicherte Anhänge aus einer E-Mail zu entfernen, nimmt man im Menü den Befehl „E-Mail > Anhänge entfernen“, der sich auf alle momentan links in der Nachrichtenliste markierten Nachrichten auswirkt. Die Nachricht bleibt mit einem Hinweis auf die gelöschte Datei (der Anhang … wurde manuell entfernt) erhalten. Man kann auch alle in einem Postfach abgelegte Nachrichten markieren und dann alle Anhänge auf einmal entfernen. Das funktioniert auch bei selbst angelegten Postfächern sowie beim Postfach „Gesendet“. Denn auch die versendeten Anhänge sind ja meist sowohl auf dem Mac als auch in Mail gespeichert. Bei selbst versendeten E-Mails wird dann ein Dateisymbol mit der Bezeichnung „Mail-Anhang“ angezeigt. Klickt man dieses doppelt an, erscheint dann ebenfalls der Hinweis „der Anhang … wurde manuell entfernt“. Löscht man eine Nachricht, so werden die Anhänge ebenfalls gelöscht.

Mail lässt sich auch so einstellen, dass Anhänge mit Ausnahme von Bildern und Videos erst geladen werden, wenn man das Dateisymbol doppelklickt.
Vergrößern Mail lässt sich auch so einstellen, dass Anhänge mit Ausnahme von Bildern und Videos erst geladen werden, wenn man das Dateisymbol doppelklickt.

In den Einstellungen von Mail lässt sich unter „Accounts > Accountinformationen“ festlegen, ob Mail alle, nur die neuesten oder gar keine Anhänge auf den Mac laden soll. Der Zeitraum für die neuesten Anhänge ist aber nicht dokumentiert, beträgt aber mehrere Monate. Nicht geladene Anhänge sind in der Nachricht mit einem Symbol gekennzeichnet, über das man sie per Mausklick auf den Mac übertragen kann. Bilder, Videos und PDFs landen aber immer auf dem Mac, egal, welche Einstellung man vornimmt.

Werbung ausfiltern

Nicht jede Post ist erwünscht, denn unter den eingehenden Sendungen befindet sich auch unerwünschte Werbung (Spam). Die E-Mail-Provider versuchen, solche Werbesendungen von Haus aus zu filtern und erst gar nicht zuzustellen oder zumindest schon vorab als Werbung zu kennzeichnen. Bei manchen Anbietern kann man auf deren Webseite auch eigene Einstellungen für den Spam-Filter vornehmen. Darüber hinaus verfügt Mail über einen Spam-Filter, der standardmäßig aber deaktiviert ist.

Nachrichten, von denen Mail annimmt, dass es sich um Werbung handelt, färbt das Programm in der Nachrichtenliste ein.
Vergrößern Nachrichten, von denen Mail annimmt, dass es sich um Werbung handelt, färbt das Programm in der Nachrichtenliste ein.

Eingeschaltet wird er in den Einstellungen von Mail unter „Werbung“, indem man dort „Filter für unerwünschte Werbung aktivieren“ markiert. Alternativ kann Mail die Werbung nur markieren, aber im Eingangspostfach belassen (Als unerwünschte Werbung markieren, aber im Posteingang belassen), oder in das Postfach „Ist Werbung“ verschieben (In das Postfach für unerwünschte Werbung bewegen). Man muss das Werbepostfach dann aber hin und wieder daraufhin kontrollieren, ob dort nicht doch eine erwünschte Nachricht darin gelandet ist. In der Nachrichtenliste sind von Mail erkannte Werbe-E-Mails farbig gekennzeichnet und oberhalb der geöffneten E-Mail blendet sich ein farbiger Balken ein mit dem Hinweis „Mail hält diese E-Mail für unerwünschte Werbung“.

Hat Mail sich geirrt, kann man die Einstufung als Werbung durch einen Klick auf „Keine Werbung“ rückgängig machen.
Vergrößern Hat Mail sich geirrt, kann man die Einstufung als Werbung durch einen Klick auf „Keine Werbung“ rückgängig machen.
… beziehungsweise „In Eingang legen“ rückgängig machen.
Vergrößern … beziehungsweise „In Eingang legen“ rückgängig machen.

Ist die Kennzeichnung als Werbung zu Unrecht erfolgt, klickt man bei Werbung im Eingangspostfach oben im Nachrichtenfenster auf „Keine Werbung“. Bei von Mail in das Postfach „Ist Werbung“ verschobenen E-Mails gibt es stattdessen im Nachrichtenfenster den Button „In Eingang bewegen“. Die Werbemarkierung und die farbige Kennzeichnung werden jeweils entfernt, im zweiten Fall wird die Nachricht zudem in das Eingangspostfach zurückgelegt. Findet man im Eingangspostfach Werbung, die Mail nicht selbst erkannt hat, sollte man sie als solche kennzeichnen, da der Werbefilter dadurch lernt. Dazu klickt man entweder auf das Symbol „Ausgewählte E-Mails in Werbung bewegen“ in der Symbolleiste (rechts neben dem Papierkorb) oder ruft „In Werbung bewegen“ im Kontextmenü in der E-Mail-Liste auf.

In den Vorgaben von Mail gibt es in der Abteilung „Werbung“ noch weitere Optionen für den Spam-Filter. So werden beispielsweise alle Nachrichten von Personen, die im Adressbuch gespeichert sind (Absender der Nachrichten befindet sich in meinen Kontakten) oder an die man selbst schon Nachrichten versandt hat (Absender ist in meiner Liste ‚Vorherige Empfänger‘), nie als Müll angesehen, wenn man diese Optionen ankreuzt. Dadurch stellt man sicher, dass diese E-Mails nicht versehentlich mit der Werbung entsorgt werden. Auch die Option „E-Mail ist an meinen vollständigen Namen adressiert“ kann ein Kriterium sein, um eine Nachricht als werbefrei zu klassifizieren. Außerdem sollte man „Mail-Header für unerwünschte Werbung in E-Mails vertrauen“ aktivieren. Dann erkennt Mail eine im Kopf einer Nachricht durch den E-Mail-Provider hinzugefügte Werbekennzeichnung und ordnet die E-Mail entsprechenden ein.

Im Postfach „Ist Werbung“ abgelegte Werbesendungen löscht man über „Unerwünschte Werbung löschen” im Kontextmenü des Postfachs oder per Tastenkombination cmd-alt-J. Die im Eingangspostfach gekennzeichnete Werbung befördert man in den Papierkorb. Außerdem löscht Mail die Werbung automatisch nach einem bestimmten Zeitraum, die Einstellungen sind für jeden Account in den Vorgaben von Mail unter „Postfach-Verhalten“ zu finden.

Ausgehende Nachrichten

Klickt man auf „Neue E-Mail“ in der Symbolleiste oder drückt Cmd-N, öffnet Mail ein neues E-Mail-Fenster. Tippt man nun den Namen eines Empfängers in das Adressfeld ein, öffnet sich nach der Eingabe der ersten Buchstaben ein Menü mit Vorschlägen, sofern Mail die Anschrift schon einmal zum Versenden verwendet hat oder den Namen und die E-Mail-Adresse im Adressbuch findet. Man kann dann eine Anschrift auswählen. Hat der Empfänger mehrere Adressen, sind alle hier aufgelistet. Unbekannte Adressen muss man vollständig eintippen. Die Vorschläge des Mail-Clients sind jedoch nicht im Stein gemeisselt und lassen sich bearbeiten: Will man eine nicht mehr benötigte Adresse von den Vorschlägen ausschließen, muss man sie in die Adresszeile eintippen und auf das Dreieck daneben klicken. Im erscheinenden Menü kann man nun auf "Adresse entfernen" klicken.

Die Empfänger werden von Mail entweder mit Namen und der E-Mail-Anschrift im Adressfeld angezeigt oder nur mit ihrem Namen. Zum Umschalten zwischen den beiden Darstellungsarten dient der Punkt „Intelligente Adressen verwenden“ in den Einstellungen von Mail unter „Darstellung“. Um bei einer intelligenten Adresse zu kontrollieren, wie die dahinterstehende Anschrift lautet, öffnet man per Mausklick auf den Namen das Kontextmenü. Hat der Empfänger mehrere Adressen, sind alle hier aufgelistet.

Kennt Mail die Empfänger, macht es beim Adressieren einer neuen Nachricht nach der Eingabe des ersten Buchstaben passende Vorschläge.
Vergrößern Kennt Mail die Empfänger, macht es beim Adressieren einer neuen Nachricht nach der Eingabe des ersten Buchstaben passende Vorschläge.

Als Absender der Nachricht wird der Inhaber des E-Mail-Kontos von Mail automatisch eingesetzt. Sind mehrere Accounts eingerichtet, nimmt Mail selbstständig ein Konto als Absender, wobei sich nicht immer erschließt, nach welchem Kriterium das Programm vorgeht. Stattdessen kann man in der Seitenleiste ein Eingangspostfach markieren und erst dann eine neue Nachricht schreiben, Mail nimmt diesen Account als Absender. Alternativ gibt man in den Einstellungen von Mail unter „Verfassen“ im Aufklappmenü bei „Neue E-Mails senden von“ ein E-Mail-Konto als Standard an. Außerdem lässt sich in einer neuen Nachricht im Aufklappmenü bei „Von“ jeder verfügbare Absender auswählen.

Hat man mehrere E-Mail-Adressen, lässt sich eine davon als Standardabsender in den Einstellungen festlegen.
Vergrößern Hat man mehrere E-Mail-Adressen, lässt sich eine davon als Standardabsender in den Einstellungen festlegen.

Soll eine Nachricht an mehrere Empfänger gehen, sendet man diesen entweder eine normale Kopie oder eine Blindkopie. Bei einer Kopie sehen alle anderen Empfänger, wer die E-Mail ebenfalls erhalten hat, bei einer Blindkopie dagegen nicht. Bei Rundbriefen ist es deshalb besser und guter Brauch, immer Blindkopien zu senden. Die dafür zuständigen Adressfelder blendet man im Nachrichtenfenster mit einem Klick auf das Symbol „Sichtbare Header-Felder auswählen“ oben links in der Symbolleiste ein. Außerdem gibt es noch das Adressfeld „Antwort an“. Hier trägt man eine eigene E-Mail-Adresse ein, wenn die Antworten auf diese Nachricht nicht an die Absenderadresse, sondern an diese Adresse gesendet werden sollen. Einmal ausgewählte Adressfelder werden auch bei jeder weiteren neuen E-Mail eingeblendet, bis man sie über das Aufklappmenü wieder ausschaltet. Wichtig ist zudem, einen sinnvollen Betreff anzugeben. Das macht es dem Empfänger leichter, die Nachricht einzuordnen.

Wer möchte, kann seine Nachrichten mithilfe der Vorlagen besonders gestalten.
Vergrößern Wer möchte, kann seine Nachrichten mithilfe der Vorlagen besonders gestalten.

Die Nachrichten versendet Mail entweder als formatierten HTML-Text (das ist die Standardeinstellung) oder als reinen Text. In den Einstellungen von Mail legt man dies unter „Verfassen“ fest. HTML-Text kann man formatieren, wozu man mit einem Klick auf das A-Symbol in der Symbolleiste die Formatierungsleiste einblendet. Dann lassen sich unter anderem Schrift, Schriftgröße, Farbe und Textausrichtung festlegen. Die Standardschrift legt man in den Einstellungen von Mail unter „Schrift & Farbe“ fest. Bilder und andere Anhänge lassen sich aber immer mit versenden. Zusätzlich bietet Mail fertig gestaltete Vorlagen mit Platzhaltern für Texte und Bilder an, die man im Fenster einer neuen Nachricht über das Symbol „Vorlagenauswahl ein-/ausblenden“ ganz rechts in der Symbolleiste aufruft und auswählt. Die Hintergründe und Gestaltungselemente bettet Mail als Bilder in die E-Mail ein. Unter „Verfassen“ lässt sich auch die Rechtschreibprüfung während des Schreibens oder beim Abschicken einer Nachricht aktivieren, ersteres ist der Standard.

Um eine E-Mail auf den Weg zu bringen, klickt man in der Symbolleiste der Nachricht auf das Papierfliegersymbol (E-Mail senden) oder nimmt die Tastenkombination Cmd-Shift-D. Soll eine Nachricht nicht sofort versendet werden, schließt man das Fenster per Klick auf den roten Schließknopf und klickt im sich einblendenden Fenster auf „Sichern“. Die E-Mail landet dann im Postfach „Entwürfe“. Um gespeicherte Entwürfe weiter zu bearbeiten und abzuschicken, öffnet man sie per Doppelklick in der Nachrichtenliste.

Antworten

Möchte man eine E-Mail beantworten, klickt man in der Symbolleiste auf den nach links weisenden geschwungenen Pfeil oder wählt in der Nachrichtenliste im Kontextmenü der E-Mail „Antworten“ aus, alternativ funktioniert es ebenfalls mit Cmd-R. Hat die E-Mail mehrere Empfänger, lässt sich die Antwort über „Allen antworten“ im Kontextmenü oder einen Klick auf den nach links weisenden Doppelpfeil in der Symbolleiste an alle anderen Empfänger versenden. Die beiden Symbole lassen sich auch im Nachrichtenfenster einblenden, wenn man den Mauszeiger auf die Trennlinie zwischen Kopf und Text der E-Mail bewegt.

Nur wenn man den Mauszeiger auf die Trennlinie oben in einer E-Mail bewegt, blenden sich die Symbole für die Beantwortung ein.
Vergrößern Nur wenn man den Mauszeiger auf die Trennlinie oben in einer E-Mail bewegt, blenden sich die Symbole für die Beantwortung ein.

Mail setzt standardmäßig den Text der Originalnachricht als Zitat in die Antwort ein. Soll dies nicht geschehen, deaktiviert man „Text der Original-E-Mail als Zitat einsetzen“ in den Vorgaben von Mail unter „Verfassen“. Lässt man das Zitieren zu, sollte man zusätzlich „Zitatebene erhöhen“ ankreuzen, was Mail dazu veranlasst, das Zitat mit einer blauen, senkrechten Linie zu kennzeichnen und einzurücken. Andere E-Mail-Programme verwenden oft andere Kennzeichnungen: Dort sieht das Zitat dann eventuell anders aus. Sinnvoll ist zudem, die Option „Ausgewählten Text einsetzen, sonst ganzen Text“ zu aktivieren (das ist der Standard). Dann kann man in einer eingegangenen E-Mail den Teil des Textes markieren, der zitiert werden soll, und erst dann auf „Antworten“ klicken. Dann wird nur der markierte Text in die Antwort eingesetzt.

Soll Mail den Text der Nachricht in die Antwort einfügen, muss das in den Einstellungen des Programms aktiviert sein.
Vergrößern Soll Mail den Text der Nachricht in die Antwort einfügen, muss das in den Einstellungen des Programms aktiviert sein.

Eingegangene E-Mails lassen sich auch weiterleiten oder umleiten. Die Befehle findet man im Kontextmenü einer E-Mail in der Nachrichtenliste. In der Symbolleiste gibt es für das Weiterleiten den nach rechts weisenden Pfeil. Der Unterschied zwischen Weiterleiten und Umleiten besteht darin, dass bei weitergeleiteten E-Mails die Adresse des Weiterleitenden als Absender erscheint, vor dem Betreff der Zusatz „Wtr:“ eingefügt wird und die weitergeleitete Nachricht als Zitat nach dem Text „Anfang der weitergeleiteten Nachricht:“ eingefügt ist. Beim Umleiten wird die unveränderte ursprüngliche Nachricht verschickt, als Absender erscheint aber derjenige, der die Nachricht umgeleitet hat mit einem entsprechenden Hinweis im Kopf der Nachricht. Außerdem lässt sich eine Nachricht als Anhang weiter schicken.

Über das Kontextmenü in der Nachrichtenliste lassen sich E-Mails auch umleiten oder als Anhang weiterschicken.
Vergrößern Über das Kontextmenü in der Nachrichtenliste lassen sich E-Mails auch umleiten oder als Anhang weiterschicken.

Anhänge

Um einen Anhang mitzuschicken, klickt man auf die Büroklammer in der Symbolleiste einer neuen Nachricht, wählt im Dialogfenster die Datei aus (mit gedrückter Befehlstaste können auch mehrere Dateien ausgewählt werden) und klickt auf „Datei wählen“. Oder man befördert den Anhang mit der Maus aus dem Finder in das Fenster der E-Mail. Außerdem kann man Anhänge, die man verschicken möchte, auf das Symbol von Mail im Dock ziehen. Das Programm legt dann eine neue Nachricht an und importiert die Anhänge. Um Bilder und Videos aus Fotos zu verschicken, klickt man in der Symbolleiste der E-Mail auf „Fotoübersicht ein-/ausblenden“.

Nach dem Klick auf die Büroklammer lassen sich mit gedrückter Taste cmd auch mehrere Dateien für den Versand auswählen.
Vergrößern Nach dem Klick auf die Büroklammer lassen sich mit gedrückter Taste cmd auch mehrere Dateien für den Versand auswählen.

Es öffnet sich ein Fenster, über das man auf die Sammlungen und Alben von Fotos zugreifen kann. Das Fenster hat auch ein Suchfeld, um nach Orten, Gesichtern und Schlagwörtern zu suchen. Man zieht die Bilder per Maus in die E-Mail. In welcher Größe die Bilder verschickt werden bestimmt man im Aufklappmenü rechts oben im Nachrichtenfenster. Mail verschickt sie entweder in Originalgröße oder in einer großen, mittleren oder kleinen Auflösung. Links zeigt Mail die jeweilige Datenmenge der Nachricht an.

Über die Fotoübersicht greift man direkt auf die Mediathek von Fotos zu, um Bilder und Videos zu versenden.
Vergrößern Über die Fotoübersicht greift man direkt auf die Mediathek von Fotos zu, um Bilder und Videos zu versenden.

Beim Versenden von großen Anhängen muss man berücksichtigen, welches Limit vom jeweiligen E-Mail-Provider gesetzt wird. Ist ein Anhang zu groß, wird die E-Mail nicht zugestellt. Zur Weitergabe sehr großer Dateien kopiert man diese auf einen Speicher in der Cloud und verschickt dann nur einen Link. In den Einstellungen von Mail gibt es zudem noch die Option „Große Anhänge mit Mail Drop senden“ unter „Accounts > Accountinformationen“.

Beim Versenden von Bildern lässt sich im Nachrichtenfenster einstellen, in welcher Größe sie verschickt werden.
Vergrößern Beim Versenden von Bildern lässt sich im Nachrichtenfenster einstellen, in welcher Größe sie verschickt werden.

Für ein iCloud-Konto ist diese standardmäßig aktiviert, bei anderen Accounts muss man dies selbst einschalten. Dann werden besonders große Anhänge nicht mit der E-Mail versendet, sondern auf Apples Server hochgeladen und in die E-Mail nur ein Link zu diesem Speicherplatz eingefügt. Ab welcher Dateigröße dies passiert, lässt sich jedoch nur durch Ausprobieren herausfinden. Die maximale Dateigröße liegt bei 5 GB. Dieser Speicherplatz wird nicht auf das iCloud-Volumen angerechnet, die Dateien bleiben maximal 30 Tage bei iCloud gespeichert. Allerdings hat Mail-Drop – so heißt die Cloud-Funktion bei Apple Mail – keine Nutzeroberfläche, sprich, der Nutzer weiß nie, wie viel von den 5 GB bereits belegt sind und kann keine nicht mehr benötigten Dateien löschen.

Große Anhänge verschickt Mail auf Wunsch per Mail Drop und legt diese dazu auf einen Server bei Apple und schickt nur den Link.
Vergrößern Große Anhänge verschickt Mail auf Wunsch per Mail Drop und legt diese dazu auf einen Server bei Apple und schickt nur den Link.

Signaturen

Eine formvollendete E-Mail benötigt Angaben über den Absender, die am Ende der Nachricht eingefügt sind. Bei privaten E-Mails ist das natürlich nicht notwendig. Damit man den Absender nicht jedes Mal eintippen muss, lassen sich Signaturen speichern und dann aus dem Aufklappmenü bei „Signatur“ in einer neuen Nachricht auswählen beziehungsweise automatisch in die Nachricht einsetzen. Zum Anlegen der Unterschriften begibt man sich in den Voreinstellungen von Mail in die Abteilung „Signaturen“. Ganz links im dreigeteilten Fenster sind die Einträge „Alle Signaturen“ und darunter der oder die Namen der E-Mail-Konten zu sehen. Für jedes E-Mail-Konto lassen sich mehrere Signaturen anlegen. Um eine neue Signatur zu erstellen, markiert man links das Konto, klickt auf das Plussymbol, gibt der Signatur einen Namen und tippt dann rechts den Text ein. Mail setzt von sich aus Namen und E-Mail-Adresse des jeweiligen Accounts ein. Soll Mail eine Signatur automatisch in jede neue Nachricht einfügen, wählt man für jeden Account unten im Aufklappmenü bei „Signatur auswählen“ eine aus. Damit eine Signatur vor einem Zitat erscheint, markiert man „Signatur über zitierten Text setzen“.

Möchte man den Absender nicht in jede neue E-Mail eintippen, legt man Signaturen an, die man dann automatisch oder manuell einfügen kann.
Vergrößern Möchte man den Absender nicht in jede neue E-Mail eintippen, legt man Signaturen an, die man dann automatisch oder manuell einfügen kann.

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