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Apple-Mitarbeiter der Industriespionage beschuldigt

01.02.2019 | 11:26 Uhr | Peter Müller

Zum zweiten Mal hat Apple bei eigenem Mitarbeiter geheime Dokumente gefunden, die nichts auf Privatgeräten verloren haben.

Datenklau : Business Insider berichtet von einem Fall der Industriespionage bei Apple. Der erst letzten Juni als Hardwareingenieur in Cupertino eingestellte chinesische Staatsbürger Jizhong Chen sei vom FBI verhaftet worden, weil er sich geheimes Material des Project Titan, in dessen Rahmen Apple an autonomen Fahrzeugen forscht, angeeignet und weiter gegeben haben soll. Dabei habe es sich um über zweitausend Dateien gehandelt, Handbücher, Diagramme, Fotos und mehr.

Aufgefallen sei er den Kollegen, als er Aufnahmen der geheimen Dokumente erstellte. Chen verteidigte sich damit, er habe die Dokumente nur zu seiner Rückversicherung gesammelt, da er sich für andere Jobs beworben hab, nachdem ihn Apple im Dezember in ein Programm zur Leistungssteigerung setzte – der Datenklau hatte aber schon vor der Maßnahme begonnen. Chen hatte sich nicht nur auf interne Stellen bei Apple beworben, sondern auch bei mindestens einem Konkurrenten in China, die Verhaftung erfolgte einen Tag vor einem geplanten Flug nach China. Bereits im Juli vergangenen Jahres war ein anderer Apple-Mitarbeiter mit chinesischer Staatsbürgerschaft unmittelbar vor der überstürzten Flucht wegen Industriespionage verhaftet worden. Xialong Zhang, so hieß der Apple-Ingenieur, wurde auch der Industriespionage beschuldig: Bei ihm fanden sich rund 40 GB an Daten, die ebenfalls Projekt Titan betrafen. Nach einem kurzen Gerichtsverfahren wurde Zhang als nicht schuldig gesprochen .

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