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Apple Music & Co. sorgen für Wachstum der Musikindustrie

24.04.2018 | 10:34 Uhr |

Rund zwei Jahre nach dem Start von Apple Music verhandelt Apple neue Verträge mit den großen Inhalte-Anbietern.

Update vom 24.04.2018:

Aufwärts: Die Musikflatrates von Streamingdiensten wie Apple Music und Spotify verhelfen der Musikindustrie wieder zu Wachstum. Wie Daten von Midia Research zeigen, stiegen die Umsätze durch Streaming von 2016 auf 2017 um 2,1 Milliarden US-Dollar oder 39 Prozent auf 7,4 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sanken die Umsätze aus CD-Verkäufen und Downloads um 783 Millionen US-Dollar - netto bleibt aber ein kräftiges Plus. Streaming fährt mittlerweile 43 Prozent der Umsätze der gesamten Plattenindustrie ein. Spotify mit seinen 71 Millionen zahlenden Abonnenten bei 159 Millionen aktiven Hörern und Apple Music mit seinen 40 Millionen Kunden sind die wesentlichen Wachstumstreiber.

Ursprüngliche Meldung vom 08.09.2017:

Wie Bloomberg berichtet, hat Apple die Vertragsbedingungen mit Warner Music Group zwei Jahre nach dem Start von Apple Music  neu verhandelt. Demnach zahlt das Unternehmen dem Inhalte-Anbieter rund drei Prozentpunkte weniger als zuvor. Vor zwei Jahren haben sich Apple und Warner auf 58 Prozent aller Einnahmen über Apple Music geeinigt, nun soll Cupertino 55 Prozent aller Einnahmen überweisen. Nach Berichten von Bloomberg hat sich das Machtverhältnis bei solchen Verhandlungen verschoben: Die Streaming-Services tragen das Meiste bei den Umsätzen der Publisher bei, auch Spotify konnte bei Warner bessere Bedingungen aushandeln und wird wohl zukünftig nur 52 Prozent an Publisher abführen.

Die Streaming Services wie Apple Music und Spotify haben jedoch der Musikindustrie aus der Krise geholfen. Nach rund zwanzig Jahren schrumpfender Umsätzen haben die Labels von 2015 auf 2016 erstmals wieder eine Steigung erlebt. Die Musikindustrie erholte sich im vergangenen Jahr um 5,9 Prozentpunkte auf 15,7 Milliarden US-Dollar. Von diesem Umsatz machen die digitalen Verkäufe rund die Hälfte aus. Nach Angaben der " International Federation of the Phonographic Industry " sind die Streaming-Umsätze alleine im vergangenen Jahr um 60 Prozent gewachsen, diese machen nun bei den digitalen Umsätzen 59 Prozent aus. Mit diesem Wachstum hat Streaming die fallenden Zahlen (-20,5 %) bei den digitalen Downloads wettgemacht. Godmann Sachs prognostiziert dazu weiteren Wachstum bis 2030. Bis dahin sollen die Umsätze der Musikindustrie rund 41 Milliarden US-Dollar betragen.

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