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Apple muss in China Datencenter bauen

12.07.2017 | 13:07 Uhr | Stephan Wiesend

Apples neues Rechenzentrum in China soll sowohl Dienste wie iCloud beschleunigen, als auch lokale Gesetze erfüllen.

Schon in den nächsten Monaten beginnt Apple, die Daten chinesischer Apple-Nutzer auf das erste Rechenzentrum in China zu portieren. In Kürze eröffnet nämlich Apple das erste eigene Datencenter auf chinesichem Hoheitsgebiet . Das hat laut dem US-Unternehmen mehrere Ursachen: So soll es Dienste wie iCloud beschleunigen, aber auch neue Gesetzesvorschriften der chinesischen Behörden erfüllen. Apple verspricht ausdrücklich, hohe Privatphäre und Sicherheit zu garantieren und auch keine „Backdoor“ zuzulassen. Ein neues Cybersecurity Gesetz Chinas verlangt nämlich seit kurzem von Netzwerkbetreibern, dass Daten chinesischer Nutzer auch auf chinesischen Servern aufbewahrt werden. Die neuen Gesetze werden von Bürgerrechtlern allerdings kritisch gesehen, da die bereits starke Kontrolle der Regierung weiter gestärkt wird.

Apple kooperiert bei der Erstellung des Server-Parks mit einer regierungsnahen Firma namens Guizhou-Cloud Big Data Industry Co., die das Datencenter in der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas aufbauen wird. Beherbergen wird das Center vermutlich etwa 30 000 Server-Schränken und einen Spitzen-Strombedarf von 150 Megawatt erzeugen. Gewonnen wird die Energie aus erneuerbarer Energie, anscheinend Wasserkraft. Das neue Projekt ist ein Teil einer eine Milliarde Dollar betragenden Investition Apples in der Provinz, die als ärmste Chinas gilt.

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