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Apple muss in England 136 Millionen Pfund Steuern nachzahlen

10.01.2018 | 15:00 Uhr |

Apple Europe hatte laut britischem Finanzamt in den letzten Jahren zu wenig Steuern abgerechnet und soll jetzt 136 Millionen Pfund nachzahlen.

IT-Firmen wie Apple stehen oft wegen ihres komplexen Firmengeflechts in der Kritik, das offensichtlich ausschließlich der Steuerersparnis dient. So gehören zu Apple neben Apple Europe mit Sitz in London auch Schwesterfirmen in Irland, die untereinander Finanztransaktionen abwickeln. Dabei bezahlt etwa eine irische Firma die britische fĂŒr Aufgaben wie Marketing, Sales und Finanzdienstleistungen.

Laut einem Bericht der Financial Times bemĂ€ngelt jetzt das britische Finanzamt HM Revenue & Customs (HMRC), dass die britische Tochter fĂŒr ihre TĂ€tigkeiten in den letzten Jahren viel zu geringe Zahlungen erhalten habe - und verlangt von Apple nun, 136 Millionen Pfund Steuern nachzuzahlen.

Seit Forderungen der EU , Apple solle Irland 13 Mrd. Euro an SteuervergĂŒnstigungen zurĂŒckzahlen, steht Apples Steuersparmodell  schon lĂ€nger unter öffentlicher Kritik. KĂŒrzlich gab es etwa in Frankreich eine Demonstration von Attac .

GegenĂŒber der Financial Times hat Apple bereits eine Stellungnahme veröffentlicht und den Bericht bestĂ€tigt. Apple sei sich der Wichtigkeit von Steuerzahlungen fĂŒr die Gesellschaft bewusst und halte sich an alle lokalen Gesetze und Regeln. Als multinationales Unternehmen und grĂ¶ĂŸter Steuerzahler der Welt seien aber regelmĂ€ĂŸige ÜberprĂŒfungen ĂŒblich. Nach einer mehrjĂ€hrigen PrĂŒfung habe sich das HMRC mit Apple ĂŒber die Zahlung geeinigt.

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