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Apple schaltet sich in die Diskussion um Netzneutralität ein

01.09.2017 | 10:07 Uhr | Peter Müller

Bisher hatte Apple mit seiner Meinung bezüglich der angedachten Abschaffung der Netzneutralität hinter dem Berg gehalten - nun wendet sich das Unternehmen an die zuständige Behörde FCC.

In einem Schreiben an die die US-Handelsbehörde FCC hat sich Apple dafür stark gemacht, die Netzneutralität zu erhalten. Provider wie AT&T, Charter, Comcast oder Verizon sollte es weiterhin verboten sein, für besonders schnelle Internetleitungen extra Geld zu verlangen oder eben weniger "wertvollen" Traffic auszubremsen.

Konkret fordert Apple den Vorstand der FCC Ajit Pai dazu auf, ein bestehendes Verbot solcher Maßnahmen nicht aufzuheben. Anbieter digitaler Güter - wie es auch Apple ist - sollten weiter die Sicherheit haben, ihre Kunden ohne Eingriffe durch den Netzanbieter erreichen zu können. Dies sei auch über Jahrzehnte die Position der FCC gewesen, erinnert Apple. Würden Provider die Pakete bestimmter Angebote - etwa der eigenen - bevorzugt behandeln und andere Inhalte blockieren, würde sich das Internet in kaum abzusehender Weise verändern, zum Nachteil der Kunden, Anbieter und generell des Wettbewerbs und der Innovation. Apple stehe Änderungen des Rechts zwar offen gegenüber, aber nur so lange der Fortbestand der Netzneutralität gewährleistet bleibt. Das Internet sei einfach zu wichtig, als dass man es mit derartigen Neuregelungen stören dürfte.

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