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Apple scheitert im Face-Time-Prozess

01.08.2017 | 13:20 Uhr |

Während die meisten iPhone-Nutzer auf das aktuelle iOS 11-Update im Herbst warten, haben Nutzer von iOS 6 mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Denn Apple will diesen das FaceTime-Feature verweigern.

In einem Gerichtsprozess wird Apple mit dem Vorwurf konfrontiert, dass es absichtlich die Face-Time-Funktion für Geräte deaktiviert haben soll, auf denen noch das iOS 6 Betriebssystem installiert ist. Laut "Cnet" soll Apple damit versucht haben, die Nutzer zu einem Upgrade auf iOS 7 zu bewegen. Die US-Bundesrichterin Lucy Koh ließ verlauten, dass iPhone-4- and iPhone-4S-Nutzer sich einer Sammelklage gegen Apple anschließen konnten. Die Kläger behaupten, Apple habe Face Time mit Absicht deaktiviert, um Serverkosten zu sparen.

Apple wegen Facetime-Sabotage verklagt

Apple versuchte das Gericht davon zu überzeugen, dass die Kläger durch die Abschaffung von Face Time keinen wirtschaftlichen Schaden erlitten hätten, da es sich bei dem Programm um ein kostenloses Angebot des Unternehmens handle.

Richterin Koh war jedoch der Auffassung, dass mit dem Kauf eines iPhones der Nutzer ebenfalls das Face-Time-Feature erwirbt und es daher eine Komponente der entstandenen Kosten darstelle. Darüber hinaus habe Apple in einer Werbekampagne für das iPhone bezüglich des Face-Time-Features mit dem Spruch „One more thing that makes an iPhone an iPhone“ beworben.

Von Apple gab es bisher noch keinen öffentlichen Kommentar.

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