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Apple schießt gegen Imagination zurück

10.07.2017 | 11:18 Uhr |

Apple widerspricht der Darstellung des britischen Herstellers von Grafikchips und eröffnet ein Büro in dessen Nähe.

Apple kappt die Verbindung zu seinem Lieferanten von Grafikprozessoren Imagination Technologies, was das britische Unternehmen in Existenznot bringt. Dieses wirft Apple einerseits unfaire Praktiken vor und prophezeit, dass Apple es nicht ohne Verletzung seiner Patente schaffen wird, eigene Grafikchips zu entwickeln. Nun fügt Apple der Geschichte ein weiteres Kapitel hinzu und eröffnet in der direkten Nachbarschaft von Imagination Technologies in St. Albans – nordwestlich von London auf dem halben Weg nach Luton gelegen – ein neues Entwicklerbüro. Dort sollen auf 2000 Quadratmetern Entwickler an neuen Chips arbeiten – die Vermutungen, Apple wolle Ingenieure von Imagination Technologies abwerben und nur 12 Kilometer von ihrem bisherigen Arbeitsplatz entfernt beschäftigen, sind wohl nicht unberechtigt.

Gegenüber Bloomberg hat Apple nun auf die Vorwürfe des Partners reagiert  und Imagination der falschen Darstellung der Angelegenheit bezichtigt. Die Ankündigung, nach 2018 keine Lizenzen mehr in Anspruch zu nehmen, habe man bereits im Februar dieses Jahres gemacht. Schon seit 2015 nehme man keine neuen Technologien der Briten in Lizenz. Man benötige bei Apple "einzigartige Technologie, die den Unterschied ausmache", nach einer Evaluierung des bisherigen Verhältnisses zu Imagination sei man zu dem Schluss gekommen, die Beziehungen mit einer ausreichenden Vorlaufzeit aufzukündigen.

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