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Apple: Siri und Privatsphäre sind vereinbar

12.09.2017 | 11:59 Uhr |

Dass Apple nicht wie Google, Amazon und andere für die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz hemmungslos Daten sammelt, muss kein Nachteil sein.

Gegenüber Fast Company hat sich Apples VP of Product Marketing Greg Joswiak gegen das Narrativ gewährt, Apples Fokus auf Schutz privater Daten würde den Konzern bei der Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz Siri behindern und einschränken. Siri könne genauso hilfreich wie andere digitale Assistenten sein, ohne eine große Menge persönlicher Daten anzureichern und in der Cloud zu speichern: "Wir sind in der Lage, eine höchst personalisierte Erfahrung zu bieten, ohne unsere Kunden als Produkte zu begreifen, ihre Informationen zu halten und sie an den Meistbietenden zu verkaufen." Siri ist laut Software-Chef Craig Federighi mehr als ein Sprachassistent, sondern verbessere die tägliche Interaktion mit den Geräten. Apple arbeite daran, Siri zu einem Kern all seiner Plattformen zu machen. Mit für den Herbst geplanten Updates werde Siri diese Aufgaben noch besser erledigen.

Apple setzt bei der Auswertung von Nutzerdaten auf Differential Privacy , was im Wesentlichen bedeutet, dass nur ein Teil der anfallenden Daten in die Analyse einfließt und diese auch anonymisiert werden. Apple will damit zwar erreichen, dass Siri lernt, zu welchen Zwecken und Zeiten welche Geräte und Apps in Verwendung sind, individuelle und zuortbare Nutzerprofile werden dabei nicht erstellt. Die Geschäftsmodelle von Google, Amazon und anderen haben jedoch zum Ziel, möglichst viel auch über das Konsumverhalten individueller Kunden zu erfahren und so ihre Angebote besser auf diese zuschneiden zu können.

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