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Studentenrabatte bei Apple: So sparen Sie bei iPads und Macs

12.07.2020 | 13:20 Uhr | Jan Schaller

Das Wort „günstig“ kommt in Apples Wortschatz nur sehr selten vor. Wir verraten, wie man dank Studentenrabatten, Sonderaktionen und weiteren Tricks trotzdem günstiger an ein iPhone, iPad, Macbook und Co gelangt.

Update vom 09. Juli 2020:

Apple hat heute bekannt gegeben, dass auch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz das Programm "Back to School" startet. Wie in den USA gibt der Hersteller beim Kauf eines Macs oder iPads jeweils ein Paar Airpods gratis dazu. Das Programm läuft hierzulande bis zum 29. Oktober 2020. Berechtigt für das Programm sind Studierende und Lehrkräfte sowie Eltern der Studenten, die für ihre Kinder einkaufen. Für nachfolgende Geräte gibt es die Airpods-Zugabe:

Bei den Macs sind das ein iMac, ein iMac Pro, das Macbook Pro und das Macbook Air ohne das Modell mit dem 13-Zoll Bildschirm aus dem Jahr 2019. Bei den iPads sind das die iPads Pro und iPads Air.

Als Zugabe zu den qualifizierten Macs und iPads gibt es alle drei verfügbaren Varianten von Airpods: Airpods Pro, Airpods der zweiten Generation mit und ohne Ladehülle. Diese Varianten kosten beim Back-to-School-Angebot das Gleiche: in Deutschland – 150,39 Euro (ohne Mehrwertsteuer), in Österreich – 149,17 Euro (ohne Mehrwertsteuer), in der Schweiz – 166,20 CHF (ebenfalls ohne Mehrwertsteuer). Im Rahmen der Aktion können Studenten und Lehrkräfte noch Apple Care+ um 20 Prozent billiger abschließen.

Ursprüngliche Meldung vom 05.05.2020: Dass Bildung für Apple einen hohen Stellenwert hat, ist keine Neuigkeit mehr. Bildungsangebote in Apple Stores sowie preiswerte Einsteiger-iPads zeugen davon. Für die meisten Studenten sind Apple-Produkte aber trotz allem nur schwer erschwinglich – gerade dann, wenn man das Neuste vom Neuen haben möchte. Man nehme beispielsweise mal das neue iPad Pro: Inklusive Magic Keyboard und Apple Pencil kostet das 11 Zoll große iPad Pro in der kleinsten Speicher-Variante immer noch 1353 Euro. Welcher Schüler oder Student kann sich das mal so eben leisten? 

Wohl die wenigsten. Aber es gibt einige Tricks und Kniffe, um die Kosten etwas zu drücken. Dazu gehören: 

  • 0% Ratenfinanzierungen

  • das Apple Trade-In-Programm

  • Sonderrabatte von Apple für Studenten und Lehrer

  • Angebote bei Reseller

Dazu gesellen sich auch abseits von Apple Stores diverse Angebote für Schüler, Studierende und Lehrende richten. So kann auch bei Drittanbietern, Softwarefirmen und beliebten Services wie Spotify oder Amazon Prime bis zu 50 Prozent herausgeholt werden. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die zahlreichen Vergünstigungen, die im Bildungsbereich bereitstehen.

Neuste Technik zum monatlichen Preis: iPad Pro für 37 Euro 

Rund 880 Euro soll das neueste iPad Pro Modell in der einfachsten Ausführung kosten, welches Apple erst vor wenigen Wochen vorgestellt hat. Ein stolzer Preis, der gerade Nutzer ohne hohes Einkommen vor eine grundsätzliche Frage stellt: Sollte man so viel Geld auf einmal für ein iPad ausgeben? Natürlich hat Apple auch auf diese Frage die passende Antwort. Und diese lautet: Überhaupt kein Problem!

Apple bietet für viele seiner Produkte eine 0%-Ratenfinanzierung über 6, 12, 18 oder 24 Monate an. Für das neuste iPad-Pro-Modell in der kleinsten Speichervariante (128 GB mit Wi-Fi) heißt das konkret: Für zwei Jahre zahlt man 36,63 Euro im Monat – ein Betrag, den man realistisch durchaus stemmen kann. Ob Sie für das Finanzierungsprogramm zugelassen werden, können Sie direkt beim Kaufvorgang feststellen. Wählen Sie zunächst die Gerätekonfiguration aus, unterhalb der Preisanzeige wird Ihnen danach angezeigt, wie viel Sie monatlich für das ausgewählte Gerät zahlen müssten. Halten Sie außerdem Ihre Steueridentifikationsnummer parat. Diese benötigen Sie für die Zulassung des Finanzierungsprogramms. 

Aber Achtung: Auch wenn dieses Finanzierungsprogramm sehr verlockend ist, sollten Sie trotzdem darauf achten, ob Sie sich regelmäßige Zahlungen für einen bestimmten Zeitraum leisten können – und auch wollen. Apple Pencil und Magic Keyboard sind übrigens nicht finanzierbar.

Altes Gerät eintauschen – neues Gerät günstiger kaufen

Neben der 0%-Finanzierung ist auch Apples Trade-In-Programm sehr verlockend, wenn man möglichst schnell und unkompliziert sein altes Gerät gegen ein neues eintauschen möchte. Dazu sei jedoch gesagt: Auf dem freien Markt bekommen Sie mit Sicherheit mehr für ein altes iPad, iPhone oder MacBook, als das, was Apple anbietet. 

Sie können sich bereits Online einen Eindruck darüber verschaffen, wie viel Apple Ihnen voraussichtlich für Ihr Altgerät zahlen wird. In einer Übersichtstabelle können Sie Informationen zu den Umtausch-Prämien bekommen :

In einer Übersichtstabelle gibt Apple an, wie viel es für Altgeräte bereit ist, zu zahlen.
Vergrößern In einer Übersichtstabelle gibt Apple an, wie viel es für Altgeräte bereit ist, zu zahlen.
© Apple

Um spezifische Informationen zu Ihrem Gerät zu bekommen, wählen Sie zunächst ein Gerät Ihrer Wahl aus und klicken Sie unterhalb der Preisanzeige auf "Apple Tade-In Beginnen". Anschließend geben Sie die Seriennummer des Geräts ein und beantworten Fragen zum Zustand des Geräts. Je besser der Gerätezustand, desto mehr Geld bekommen Sie voraussichtlich.

Achtung bei Apple Trade-In

Das Trade-In Programm lässt sich nicht mit Apples Finanzierungsprogramm kombinieren. Überlegen Sie sich daher vorher, welches Angebot für Sie mehr Sinn ergibt. Außerdem muss das eingetauschte Geräte der selben Produkt-Familie entsprechen. So können Sie zum Beispiel kein altes iPhone eintauschen und mit der Prämie ein neues iPad kaufen. Darüber hinaus können Sie auf dem freien Markt wahrscheinlich mehr für Ihr altes Gerät bekommen. 

Günstigere Hardware bei Apple direkt beziehen

Für wen die ersten beiden Tipps nichts war, der kann sich vielleicht eher mit Apples eigenen Angeboten anfreunden. Mit einer Extraseite für vergünstigte Hardware für den Bildungsbereich unterstreicht Cupertino seine Ambitionen in diesem Bereich. Etwas versteckt findet man aber den Apple Store Bildung , wie es Apple selbst nennt.

Die Rabatte können eingeschriebene und neu zugelassene Studenten, deren Eltern, sowie Lehrkräfte und Hochschulmitarbeiter in Anspruch nehmen – die Palette ist also recht breit gefasst. Die Statusbestätigung erfolgt dabei über UNiDAYS, eine Plattform, die es Firmen ermöglicht, Rabatte für Studenten anzubieten. Unidays übernimmt die Abwicklung und Statusprüfung.

Sobald man auf "Starten" klickt, wird man zur Unidays-Seite weitergeleitet. Dort muss man zunächst ein Konto anlegen. Während der Anmeldung muss man seine Schule oder Universität, den eigenen Studiengang, das Studienjahr sowie die Studiendauer angeben. Im nächsten Schritt findet dann die eigentliche Verifizierung statt. Man muss nun die eigene Uni-Mailadresse eingeben und bekommt dann an diese Adresse eine Mail von Unidays geschickt mit einem Bestätigungslink. Nun noch auf diesen Link klicken und schon ist der Vorgang abgeschlossen – die Verifizierung war erfolgreich.

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Wem das alles nicht zusagt, der kann auch auf Apple selbst zurückgreifen. Es ist möglich, bei Apple anzurufen, mit einem Mitarbeiter zu chatten oder direkt im Apple Store die Immatrikulationsbescheinigung vorzuzeigen.

Im Bildungs-Store selbst stehen dann Macs und iPads im Fokus. Apple bietet hier (Stand 2019) tatsächlich einen Großteil seines Mac- und iPad-Portfolio rabattiert an: vom Macbook Air, über die Macbooks Pro bis hin zum iMac und sogar iMac Pro ist die Mac-Sparte größtenteils abgedeckt. Beim iPad sieht es ähnlich aus: Hier sind iPad Air und iPad Pro sowie Zubehör wie der Apple Pencil dabei.

Die Ersparnisse sind dabei nicht zu verachten. Bezahlt man beispielsweise für das aktuelle Macbook Air im Standard-Store 1249 € in der günstigsten Version, sind es mit Bildungsrabatt nur 1125,20 €. Immerhin eine Ersparnis von fast 125 €. Klar ist auch, dass man in absoluten Zahlen umso mehr spart, umso teurer die Geräte werden. Nimmt man beispielsweise ein Macbook Pro (13 Zoll) mit 2,4 GHz Quad-Core Prozessor und 512 GB SSD, bezahlt man dafür 2024,84 € statt 2249 €. Ein Rabatt von 224,16 €.

An diesen Zahlen wird aber schon offensichtlich, dass mehr als 10 Prozent Preisnachlass nicht drin sind. Das gilt auch für iPads. Das iPad Pro 11 Zoll kostet mit Bildungsrabatt 835,38 € statt 879 € in der Version mit 64 GB Speicher und ohne LTE, das iPad Air 522,41 € statt 549 € in der Basiskonfiguration. Hier fallen die Preisnachlässe also noch sehr viel geringer aus und bewegen sich eher nur um die fünf Prozent. Immerhin ist auch der Apple Pencil vergünstigt. Beim Pencil der zweiten Generation (für die aktuellen iPads Pro) gewährt Apple knapp 15 € Nachlass, beim ursprünglichen Pencil sind es 10 €.

Neben diesen Produktkategorien gibt es aber auch eine Reihe an Geräten, die leider keinen Rabatt bekommen. iPhones werden beispielsweise nicht berücksichtigt. Auch die Apple Watch oder den Homepod sucht man vergeblich. Apple gewährt also wirklich nur auf das Rabatt, was man als Student zum Studieren benötigt.

Darüber hinaus sollte man aber nicht Apple jährliche Back-to-School-Kampagne vergessen, die meist im August startet.

Das früher sehr beliebte Programm "Apple on Campus", bei dem Studenten ausgewählter Hochschulen noch einmal einen extra Rabatt erhielten, wurde leider im Frühjahr 2017 eingestellt. Zum Glück gibt es noch andere Möglichkeiten außer Apple.

Reseller als Alternative

Wem die Preisnachlässe von Apple nicht genügen, dem ist ein Blick über den Apple-Tellerrand zu empfehlen. Die Seite Unimall.de ist zum Beispiel ganz grundsätzlich eine hervorragende Anlaufstelle für Studenten. Neben Apple-Produkten lassen sich dort nämlich auch rabattierte Produkte anderer Anbieter wie Lenovo, Microsoft oder Adobe finden. Hinzu kommen spezielle Studenten-Abos und vergünstigte Software.

Preislich unterscheiden sich die Nachlässe von Unimall.de und Apple selbst leider nicht. Auch hier sind „nur“ maximal zehn Prozent drin. Ein Vorteil ist hier allerdings, dass die Seite die unterschiedlichen Modelle noch einmal aufbereitet, Features herausstellt und in übersichtlicher Tabellenform miteinander vergleicht. Wer also nicht ganz sicher ist, welches iMac-Modell nun das richtige ist, bekommt hier eine informative Übersicht präsentiert und kann nach abgeschlossener Recherche zu den gleichen Preisen wie im Apple-Bildungs-Store einkaufen.

Eine bessere Möglichkeit bietet die Seite Mactrade.de . Dort muss man zunächst ein Benutzerkonto anlegen. Während des Registrierungsprozesses kann man auswählen, ob man zu Bildungskonditionen einkaufen möchte. Falschangaben sind hier zwar möglich, bringen aber nichts. Spätestens beim Bestellen muss man ein Nachweisformular ausfüllen. Ist man allerdings für einen Bildungsrabatt qualifiziert, lohnen sich die Angebote. Das bereits genannte Macbook Air kostet hier nur 1008 € und damit im Vergleich zu Apples Bildungsangebot noch einmal satte 117 € weniger. Zusätzlich verkauft Mactrade auch noch das 2017er Macbook Air, das es bei Apple selbst nicht mehr als Neuware gibt. Wer also nicht das Neueste vom Neuen braucht, kann zusätzlich sparen.

Das Macbook Pro demgegenüber ist aktuell (Stand 2019) ab 1217 € (statt 1499 € regulärer Preis oder 1350 € Educational Pricing) zu haben. Allerdings sollte man die Augen offen haben und ganz genau hinschauen. Bei den iPads ist die Lage nämlich weniger eindeutig. Während die iPad Pro noch mal einen Tick günstiger sind, als im Apple Store Bildung, kosten die iPad Air momentan genauso viel, wie im normalen, nicht reduzierten Apple Store. An dieser Stelle ist man also mit Apples eigenen Bildungsrabatten wieder besser versorgt. Vergleichen zwischen verschiedenen Portalen ist anstrengend, kann aber bares Geld sparen. Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass es sich bei Mactrade um eine zeitlich begrenzte Aktion handelt. Diese gelten zwar erfahrungsgemäß meist ziemlich lange, geben aber keine Garantie, dass die genannten Rabatte das ganze Jahr über gewährt werden.

Angebote bei Gravis, COMSPOT und Amazon 

Eine dritte Möglichkeit für günstigere Apple Hardware ist der bekannte autorisierte Anbieter Gravis . Dort kann man sich einfach über seine Uni-Mail anmelden, um von Preisnachlässen zu profitieren. Nachdem man seine Uni-Mailadresse bestätigt und ein Konto angelegt hat, ist man im sogenannten Campus Club. Wirklich überzeugen können die Preise hier aber nicht und liegen mitunter sogar über Apples eigenen Bildungspreisen. Trotzdem ist Gravis natürlich ein Drittanbieter und hat somit immer mal wieder Sonderaktionen. Es schadet also auf keinen Fall, hier ab und zu mal hereinzuschauen. Eventuell erwischt man ja gerade eine Sonderaktion. Gerade zu Beginn eines jeweiligen Semesters stehen die Chancen gut.

Auch der Apple Premium Reseller COMSPOT  bietet besondere Angebote für Schüler, Studenten, Lehrer und Dozenten in drei einfachen Schritten an: Gerät aussuchen, einen eingescannten oder abfotografierten Nachweis mit der Bestellnummer nachschicken - Fertig. Derzeit bietet der Reseller verschiedene Apple Produkte zum Teil deutlich reduziert an: So kostet das 13,3 Zoll große MacBook Air (2017) anstatt 1099 Euro lediglich 839 Euro - ein Preisnachlass von rund 24 Prozent. 

Eine weitere Möglichkeit ist Amazon. Der „Allesverkäufer“ aus Seattle richtet sich zwar nicht explizit an den Bildungsmarkt, hat aber in gewohnter Manier immer wieder Deals und Preisnachlässe parat. Lange verbot Apple den Verkauf seiner Produkte auf Amazon bzw. erteilte schlicht keine Verkaufslizenz. Seit November 2018 ist das aber vorbei und Amazon sollte in den Preisvergleich mit einbezogen werden. Aktuell gibt es da unter anderem das Macbook Air 2019 (1,6 GHz Prozessor, 128 GB SSD) für 1099 € , oder das iPad Pro 11 Zoll (64 GB, nur Wifi) für 799 € .

Wenn es um Apple Hardware geht, ist Educational Pricing ein Vorteil, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Zehn Prozent Rabatt sind zwar nicht die Welt, aber wieso darauf verzichten, wenn man es auch mitnehmen kann? Besonders positiv ist dabei Mactrade aufgefallen. Dort gibt es auch immer wieder zusätzliche Aktionen, die das Angebot noch attraktiver gestalten. Auch bei Amazon können deutliche Rabatte erzielt werden und das sogar ohne entsprechenden Nachweis. Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten und verschiedene Anbieter zu vergleichen.

Unterschätzte Kategorien: Lebensdauer und Wiederverkaufswert

Der Preis eines Gerätes ist der offensichtlichste Faktor, wenn es um einen Neu-Kauf geht. Es gibt aber noch zwei Aspekte, die berücksichtigt werden sollten, wenn man sich ein neues Gerät fürs Studium kaufen möchte: Lebensdauer und Wiederverkaufswert.

Natürlich sind Apple-Laptops teurer als ein durchschnittlicher Windows-Rechner. Ihre Lebensdauer ist dafür aber auch deutlich länger, da sich Apple Produkte für gewöhnlich durch hochwertige Hardware-Qualität auszeichnen. Bei entsprechendem Umgang ist es absolut möglich, ein gesamtes Studium (ja, Bachelor und Master) mit demselben Gerät zu bestreiten. Wenn man davon ausgeht, dass man hierfür sechs Jahre benötigt, relativiert sich der anfängliche Preis erheblich. Hier sollte man eher wie eine Firma denken und den Preis pro Jahr im Auge behalten. Weder man selbst, noch die Umwelt hat etwas davon, wenn man nach einem Jahr schon den nächsten Laptop kaufen muss.

Sicherlich gibt es auch bei diesem Thema immer wieder Ausrutscher nach unten. Die aktuellen Macbook Pro sind beispielsweise von ziemlich unzuverlässigen Tastaturen heimgesucht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Apple ein groß angelegtes Reparaturprogramm initiiert hat. Zugegeben: Es ist ärgerlich, wenn man sein nicht gerade günstiges Macbook für mehrere Tage zur Reparatur schicken muss. Das sollte nicht so sein. Aber immerhin gibt es solche Programme. Und erfahrungsgemäß sind Macbooks und iPads besser gefertigt als viele Produkte der Konkurrenz.

Zum anderen werden sie aber auch länger mit Updates versorgt. Eklatant ist das unter iOS. Wenn Android-User schon nach einem Jahr Angst haben müssen, ob sie noch ein Update bekommen, können selbst Besitzer eines iPhone 6S noch von der neuesten Version iOS 13 profitieren. Ein Smartphone, das 2015 veröffentlicht wurde und somit vier Jahre alt ist. Das ist im schnelllebigen Handy-Geschäft eine Ewigkeit. Für den Mac zeigt sich ein noch besseres Bild: Hier werden noch Macbooks Pro und Air, sowie iMacs von 2012 unterstützt!

Aus dieser langfristigen Unterstützung resultiert auch ein Vorteil, den die meisten nicht sofort im Blick haben: den Wiederverkauf. Klar, wer sich einen neuen Rechner kauft, denkt nicht unbedingt direkt an den Verkauf. Dabei ist es absolut sinnvoll. Apple-Geräte haben nämlich einen sehr guten Werterhalt. Apple selbst senkt selten die Preise, wenngleich beispielsweise die 2019er iPhones günstiger sind, als die Vorjahresmodelle. Im Gegensatz zu anderen Herstellern ist aber kein drastischer Wertverfall in wenigen Monaten zu beobachten. Hinzu kommt die gute Qualität und lange Software-Updates. In der Summe kann man so davon ausgehen, auch nach mehreren Jahren noch eine stattliche Summe zu bekommen. So relativieren sich die hohen Preise bei der Anschaffung.

Aber natürlich gehört zu einem Studium nicht nur Hardware. Ohne entsprechende Programme und Services kommt man nicht weit. Zum Glück können Studenten auch hier ordentlich sparen: Sei es durch handfeste Rabatte für Programme, Kooperationen von Universitäten mit Software-Anbietern oder vergünstigten Abos für Services wie Spotify.

Mit Bildungspreisen auch bei Software sparen

Was wäre ein Computer ohne Software? Genau: nichts. Nun gibt es zwar ein schier unerschöpfliches Reservoir an kostenloser Software und vieles davon ist auch extrem gut. Allerdings stößt man auch irgendwann an Grenzen. Microsoft Office ist ein Beispiel, welches wohl jeder kennt. Zum Glück gibt es für Studenten viele Möglichkeiten, auch bei Software kräftig zu sparen.

Die erste Option, die man als Student immer prüfen sollte, ist das Software-Angebot der eigenen Universität. Mit etwas Glück sind hier richtig brauchbare Angebote dabei. Häufig ist zum Beispiel Microsofts Office Suite beziehbar.

Um diese Angebote zu nutzen, muss man sich im Normalfall einfach auf dem jeweiligen IT-Portal der Uni umschauen. Die Software-Lizenz ist dann an die eigene Uni-Mailadresse gebunden. Im Fall von Microsoft Office kann man so – immer vorausgesetzt die eigene Uni ist mit an Bord – den kompletten Preis für ein Jahr sparen. Nach einem Jahr muss man meist wieder den Nachweis erbringen, noch Student an dieser Universität zu sein.

Oft gibt es zusätzlich die Möglichkeit, etwas weniger bekannte Software dauerhaft zu beziehen. Ein Klassiker sind hier Programme zur Literaturverwaltung wie Citavi oder Endnote, aber auch Antiviren-Software. Was genau angeboten wird, ist natürlich immer von der jeweiligen Hochschule abhängig. Ein Blick lohnt sich aber auf jeden Fall.

Auch Software-Entwickler haben oft Rabatte im Angebot

Gratis-Software ist das eine, von der Universität zur Verfügung gestellte Programme das andere. Was aber, wenn sich die eigenen Bedürfnisse ändern, spezieller werden oder man schlicht gewisse Nischen-Programme benötigt, die Geld kosten? Leistungsstarke Software kann schnell ins Geld gehen und als Student ist das bekanntlich meist rar.

Zum Glück verfolgen auch viele Software-Anbieter ein Bildungsrabatt-Modell, darunter einige der bekanntesten Software-Schmieden für Mac und iOS. Sehr positiv fällt hier Devontechnologies auf, die unter anderem den Wissens- und Dateimanager Devonthink im Angebot haben. Hier finden sich nicht nur Hinweise zum Produkt, sondern auch Beispiele für Anwendungsfälle in Lehre und Forschung . Darüber hinaus – und das ist der springende Punkt – bietet Devontechnologies ein kurzes Formular an, indem einige persönliche Daten abgefragt werden, u. a. die Institution, zu der man gehört, und die Matrikel- oder Personalnummer. Schickt man das Formular ab, hat man wenige Momente später eine Mail im Posteingang. Dort findet man dann eine Übersicht aller Devon-Produkte mit entsprechenden Preisen. Hier werden pauschal 25 Prozent gewährt, was auch der Nachlass ist, den es bei regulären Rabattaktionen für „normale“ Kunden gibt. Klickt man auf einen der Links, wird man in den Webshop von Devontechnologies geleitet und hat das entsprechende Produkt direkt im Warenkorb. Die Nutzung einer Uni-Mailadresse ist übrigens nicht nötig. Es kann auch problemlos eine private Adresse genutzt werden. Eines sollte man jedoch nicht vergessen: Auf jeden Preis kommen noch 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Auch andere bekannte Software-Firmen haben Angebote, die sich speziell an Studenten und Lehrende richten. Zu nennen ist hier beispielsweise Literature and Latte, deren bekanntestes Programm das Schreibprogramm Scrivener ist. Eine reguläre Lizenz für Scrivener 3 kostet 53 €, mit Bildungsrabatt werden nur 45 € fällig.

Dies sind nur zwei Beispiele von einigen der bekanntesten Software-Schmieden. Es lohnt sich aber bei jeder Software zumindest mal genauer hin zu schauen, ob es nicht doch einen Bildungsrabatt gibt. Das Vorgehen ist dabei nicht immer gleich. Teilweise ist es mit extra Bildungsseiten gelöst, manchmal mit einer speziellen Lizenznummer. Wie auch immer es im Einzelfall funktioniert, man sollte Bildungsrabatte nutzen, wenn man die Bedingungen erfüllt. Rabatte von 25 oder 30 Prozent sind keine Seltenheit. Selbst halbierte Preise habe ich schon gefunden.

Flatrate-Sparen mit Setapp

Das beste Software-Angebot, das ich bisher finden konnte, ist Setapp . Man kann sich das ganze wie eine Art Netflix für Apps vorstellen. Man bezahlt eine monatliche Summe (im Normalfall 9,99 US-Dollar pro Monat plus Mehrwertsteuer) und erhält Zugang zu mittlerweile sage und schreibe über 150 Programmen. Natürlich wird man nur einen Bruchteil hiervon benötigen. Das Angebot ist aber sehr vielfältig aufgestellt und, selbst wenn man nur wenige Apps nutzt, spart man eine Menge.

Es ist nämlich beileibe nicht so, dass nur B-Ware angeboten wird. Eines der bekanntesten Programme ist die Schreibsoftware Ulysses. Das kostet normalerweise 4,99 € im Abomodell pro Monat. Bei Setapp ist es bereits im Preis inbegriffen. Darüber hinaus finden sich viele weitere spannende Apps, beispielsweise Goodtask, Bartender, iThoughtsX, Busycal, Clean My Mac, PDFpen oder die Projekt-Management-Software Merlin Project Express.

Noch besser wird das Angebot, wenn man das Angebot für Studenten betrachtet. Hier halbieren sich nämlich die Kosten auf 4,99 US-Dollar pro Monat plus Mehrwertsteuer. Allerdings ist der Nachlass auf einige spezielle Bildungsdomains begrenzt wie @edu oder @as.uk. Solche Mailadressen werden in Deutschland die wenigsten haben. Zum Glück kann man Setapp auch eine Mail schreiben, um einen persönlichen Rabatt zu beantragen. Auf diesem Weg sollte es relativ einfach möglich sein, Setapp den eigenen Anspruch deutlich zu machen.

Natürlich hat ein Modell wie Setapp auch Tücken. Es kann immer passieren, das Software plötzlich nicht mehr im Leistungsumfang inbegriffen ist, weil Entwickler ihr Einverständnis zurückziehen. Das ist sicher ein Risiko, welches es zu bedenken gilt. Nichtsdestotrotz bekommt man hier für umgerechnet etwa 60 € im Jahr ein buntes Paket an Software. Mit Sicherheit ein Angebot, das sich sehen lassen kann.

Die neue Welt der Software-Services

Günstigerer Laptop, verbilligte Software — was fehlt noch? Richtig! Die vielen kleinen Services und Dienstleistungen, die wir mittlerweile tagtäglich beziehen. Spotify, Netflix und wie sie nicht alle heißen.

Kaum jemand kommt noch ohne sie aus, aber natürlich fressen diese Anbieter auch das monatliche Budget auf. Hier zehn Euro, dort einen Fünfer und, und, und. Zum Glück können Studenten auch hier oftmals sparen — meist über den weiter oben bereits genannten Anbieter Unidays.

Für fast jeden Studenten dürfte Musik unerlässlich sein und da kommen dann ganz schnell die großen Anbieter wie Spotify oder Apple Music ins Spiel. Und es ergibt ja auch Sinn: Wer sich auch nur ein reguläres Album im Monat kauft, gibt schon mehr Geld aus, als für ein Spotify-Abo. Umso besser, dass Studenten hier ganze 50 Prozent sparen können.

Dazu müsst Ihr einfach nur auf die entsprechende Seite von Spotify gehen und euch dort mit eurem Spotify-Account anmelden. Danach folgt dann die Überprüfung durch Unidays. Das funktioniert in der Regel problemlos. Sollte es doch einmal nicht auf Anhieb funktionieren, kann man es einfach erneut probieren. Ist dann der eigene Status als Student bestätigt, wird ab der nächsten Rechnung nur noch die Hälfte, also 4,99 € pro Monat berechnet. Das Ganze funktioniert auch, wenn man schon Spotify-Premium-Kunde ist. Eine erneute Prüfung des Studentenstatus wird übrigens erst nach einem Jahr fällig. Wer also bald das Studium geschafft hat und sich exmatrikuliert, sollte diesen Vorteil ruhig noch mitnehmen.

Für Apple Music gilt im Übrigen genau das Gleiche. Auch hier prüft Unidays den Studentenstatus, auch hier halbiert sich der Preis auf 4,99 € im Monat.

Ein weiterer Dauerbrenner unter Studenten ist Netflix. Allerdings kann man hier nicht extra sparen. Der kalifornische Streaming-Anbieter hat zwar verschiedene Abo-Modelle im Angebot, aber keine zusätzliche Vergünstigung für Studenten. Aber natürlich spricht nichts dagegen ein geteiltes Konto kreativ zu nutzen. Ein Netflix-Konto kann problemlos mit bis zu vier Profilen genutzt werden und das ohne, dass alle Personen mit Zugangsdaten unter einem Dach wohnen müssen. Für WGs ist dieses Modell also selbst dann noch spannend, wenn mal ein Mitbewohner auszieht.

Deutlich spendabler zeigt sich hier ein Konkurrent von Netflix: Amazon. Amazon tut fast alles, um sein Prime-Abo an seine Kunden zu verkaufen und packt einiges rein: kostenlose Lieferung, ein Videostreaming-Service, Musik-Streaming, die Kindle-Leihbücherei, Speicherplatz für Fotos in der Amazon-Cloud und noch einiges mehr. Der Clou: Für ein Jahr kann man dieses Angebot als Student völlig kostenfrei nutzen. Das Kalkül dahinter ist natürlich klar. Wenn man sich erst mal an die vielen schönen Services gewöhnt hat, möchte man nicht mehr darauf verzichten und wird auch weiterhin Amazon-Prime-Kunde bleiben. Zunächst aber hat man nichts zu verlieren und auch nach dem ersten kostenfreien Jahr muss man nur die Hälfte des regulären Preises zahlen: 34 € statt der üblichen 69 € im Jahr. Ein weiteres Plus: Andere Personen, die im gleichen Haushalt wohnen, können auch versandkostenfrei bei Amazon bestellen. Ebenfalls ideal für WGs.

Ein paar Geheimtipps zum Schluss

Wem das alles noch nicht reicht, der kann sich auch auf diversen Sparseiten umschauen, die sich nicht explizit an Studenten richten, beispielsweise Mydealz. Ein Geheimtipp für Software ist der Anbieter Stacksocial. Dort findet man verschiedene Kategorien für vergünstigte Software und Services.

Besonders spannend sind die Lifetime-Angebote. Dort zahlt man einmal einen Betrag und kann den entsprechenden Service dann ein Leben lang nutzen — oder zumindest bis die jeweilige Firma aufhört zu existieren. Es schadet in keinem Fall dort mal vorbeizuschauen, da man teilweise Angebote findet, bei denen ein unbegrenztes Abo günstiger ist, als der Jahrespreis von Konkurrenten.

Student sein lohnt sich, das sollte nun klar sein. Egal, ob man einen neuen Mac oder ein iPad braucht, ob Software benötigt wird oder man nach dem vielen Lernen Videos streamen möchte: Es bringt fast immer etwas, genauer hinzuschauen. Studentenrabatte und Educational Pricing sind keine Seltenheit. Und selbst wenn man mal nichts finden kann, kann man immer noch eine nette Mail an den Anbieter schreiben. Gerade bei kleineren Firmen kann man hiermit durchaus Erfolg haben.

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