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Apple Store Hongkong streicht Rückgaberecht - wegen Schwarzmarkthändlern und iPhone 8

16.08.2017 | 13:23 Uhr |

Kurz vor der Markteinführung des iPhone 8 streicht der Apple Store in Hongkong die Rückgabemöglichkeit von Einkäufen komplett.

Ist ein neues Apple Produkt nur in geringen Mengen verfügbar, kann man es in einem Apple Store oft doch noch erhalten – wenn auch erst nach einigem Schlangenstehen. In vielen Städten sind es aber nicht nur Apple Fans, die sich in die langen Schlangen einreihen, sondern auch Schwarzmarkthändler. Diese kaufen gleich in Teamwork mehrere der raren Geräte und verkaufen sie mit Aufschlag weiter. Da vermutlich das teure iPhone 8 nur in geringen Stückzahlen verfügbar sein wird, verspricht es für diese Händler eine gute  Geschäftsgelegenheit zu werden. Wie die South China Morning Post berichtet, ist in Hongkong der Aufkauf durch „Scalper“ offenbart so verbreitet, dass der dortige Apple Store die Rückgabebedingungen gestrichen hat . Normalerweise gilt auch hier ein 14-tägiges Rückgaberecht, dieses wurde aber komplett außer Kraft gesetzt. Ab 15. August können im Apple Store Hongkong gekaufte Geräte nicht mehr umgetauscht oder zurückgegeben werden. Nur noch defekte Produkte kann man wieder zurück in den Laden bringen. Das soll vermutlich das Geschäftsmodell der organisierten Schwarzmarkthändler stören, die so viele Geräte wie möglich aufkaufen und unverkaufte Exemplare einfach wieder im Apple Store abliefern.

Eine ähnliche aber weniger drastische Verschärfung der Rückgabepolitik hatte es in Hongkong schon bei der Einführung des iPhone 7 gegeben: Damals hatte der Store laut Artikel eine Gebühr von 25 Prozent bei geöffneter Verpackung und 15 Prozent bei ungeöffneter Verpackung verlangt. Hongkong ist von dem Problem mit Schwarzmarkthändlern anscheinend besonders stark betroffen, da ein iPhone in Hongkong etwa 15 bis 20 Prozent günstiger als in China selbst zu haben ist. Offensichtlich geht Apple also von einer hohen Nachfrage aus.

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