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Apple untersucht seltene Fälle von aufgeplatzten iPhones 8

09.10.2017 | 10:10 Uhr | Denise Bergert

Die Vorfälle von aufgeblähten Akkus des iPhone 8 (Plus) sind viel zu wenige, um von einem generellen Problem zu sprechen. Bulging-Gate fällt also aus.

Update vom 9.10.17:   Zuletzt kursierten wieder Berichte über angeschwollene Batterien im iPhone 8 (Plus). Apple wolle die Sache untersuchen, Grund zur Panik bestehe aber nicht, erklärt Macworld . Denn auch wenn sich ausdehnende Lithium-Batterien nicht ungefährlich sind und dadurch zerstörte neue iPhones ein großes Ärgernis, der Defekt ist selten. Bisher sind nur sechs Fälle bekannt, was angesichts der vielen Millionen bereits ausgelieferten iPhone 8 (Plus) nur ein winziger Bruchteil ist. Dass in dessen Inneren freiwerdende Gase einen Akku aufblähen, kommt eher bei älteren Geräten vor, in diesem Fall sollte man die Batterie nicht mehr aufladen und möglichst bald von Fachleuten entsorgen lassen. Die Batterie aufstechen, um die Gase zu entlassen, ist eine denkbar schlechte Idee. Hauptsächlich besteht die Blase zwar aus Kohlenstoffdioxid, doch sind auch weit giftigere Substanzen enthalten. Im Fall der Selbstentzündung beim thermischen Durchgehen – welches durch das Aufblähen an sich vermieden werden sollte – lässt sich der Akku am besten mit trockenem Löschpulver behandeln. Selbst Wasser kann man im Notfall nutzen. Elementares Lithium reagiert zwar sehr explosiv mit dem im Wasser gebundenen Sauerstoff, doch ist in einem Lithium-Ionen-Akku zu wenig davon enthalten, um eine derartige Reaktion wahrscheinlich zu machen. Große Mengen Wassers sorgen jedoch für einen raschen Abtransport der thermischen Energie.

Original vom 4.10.17: Am vergangenen Wochenende machten Meldungen über aufplatzende iPhone-8-Modelle im Internet die Runde. Betroffen waren zwei iPhone-8-Plus-Käufer in Asien. Bei einem von ihnen brach das Smartphone beim Laden auf, das zweite Geräte platzte auf dem Lieferweg zu seinem Besitzer. Wie Apple heute gegenüber der britischen Zeitung Independent bestätigte, werde der Hersteller die beiden Vorfälle näher untersuchen. Die betroffenen Geräte wurden bereits an Apple geschickt.

Eine der betroffenen Käuferinnen stammt auf Taiwan. Sie hatte ihr iPhone 8 Plus zum Laden an die Steckdose gehängt. Etwa drei Minuten später begann sich der Frontdeckel mit Display zu wölben. Während des Ladevorgangs wurde die Wölbung immer größer, bis sich schließlich die komplette Front vom Rest des Smartphones ablöste. Der zweite betroffenen Kunde stammt aus Japan. Er behauptet, sein iPhone 8 Plus sei bereits mit abgelöster und gewölbter Front geliefert worden. Was genau die Wölbung verursacht, ist noch unklar. Den Gerüchten zufolge könnte es sich um fehlerhafte Akkus handeln. Die sollen vom selben Hersteller stammen wie die fehlerhaften Akkus im Galaxy Note 7. Die Stromspeicher explodierten und lösten eine weltweite Rückrufaktion aus.

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