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Apple verklagt Reparatur-Anbieter und verliert

16.04.2018 | 13:39 Uhr |

In Norwegen hat Apple vor Gericht gegen einen lokalen Reparatur-Anbieter gezogen, damit dieser in Zukunft keine iPhones mehr repariert.

Unabhängig: Apple will nicht, dass iPhones und andere Produkte des Herstellers leicht zu reparieren sind. Aus Cupertinos Sicht könne nur so die Qualität gewährleistet werden, wenn nur Apple Stores oder zertifizierte Betriebe etwa den Austausch von Displays und anderen  Teilen übernehmen, Kunden und unabhängige Servicebetriebe sehen hingegen die Gefahr eines Monopols, dass Reparaturen unnötig verteuere. Wie "Motherboard" berichtet, hat Apple nun vergeblich versucht, einen norwegischen Reparateur an seiner Arbeit zu hindern. Anlass war die Beschlagnahme von Screens für iPhone 6 und 6S durch den norwegischen Zoll, die aus Asien an die Werkstatt von Henrik Huseby unterwegs waren. Apple verklagte dessen Firma wegen Verletzung seiner Urheberrechte und bot ihr einen Vergleich an, in der sich Huseby verpflichten sollte, keine Reparaturen mehr durchzuführen. Das mit dem Fall befasste norwegische Gericht entschied jedoch, dass der Import von Komponenten für den Austausch nicht illegal sei, solange kein Warenzeichen auf ihnen prange, das war bei den beschlagnahmten Displays der Fall, die mit dem Apple-Logo versehen waren. Sonst dürfe Huseby nach norwegischem Recht sehr wohl Austauschteile beziehen und diese einsetzen.

Das Europäische Parlament hat im Sommer 2017 eine Initiative gestartet , die die Reparatur von Elektronikgeräten erleichtern sollte.

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