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Apple verrät, wie oft deutsche Behörden Nutzerdaten anfragen

21.12.2018 | 10:46 Uhr | Peter Müller

Apple gestaltet seinen Transparenzbericht neu: Neben der üblichen PDF-Zusamenfassung kann man auf der Webseite die Daten filtern.

Bericht geändert : Apple legt jedes Jahr zweimal offen, wie oft Behörden nach Userdaten fragen und welchen gerichtlichen Anordnungen Apple nachkommt. Diesen sogenannten Transparency Report hat Apple im Jahr 2018 in einer neuen Art dargelegt – ein Stück weit transparenter. Hier nimmt sich Apple ein Beispiel an Google und Microsoft, die ebenso wie Apple in den letzten Jahren immer mehr Anfragen von Strafverfolgern erhielten und diese detailliert auflisten.

Apples bisheriger kompakter Report bleibt bestehen, zusätzlich gibt Apple aber interaktiv Auskunft über Art der Anfragen und aus welchen Ländern sie kommen, ebenso sind in der neuen Version Trends leichter ersichtlich. Apple bietet selbst die Rohdaten pro Land zum Download an. Die meisten Anfragen kommen aus Deutschland, 13.704 Fälle, die Daten von 26.160 Geräten forderten. Vor allem handele es sich hier um Anfragen nach gestohlenen Geräten und kaum um geheimdienstliche Ermittlungen. Auch die hohe Zahl von den sogenannten Finanz-IDs (entweder Kreditkartendaten oder iTunes-Karten-Codes) wird mit den Ermittlungen in Sachen Betrug erklärt. Sehr oft werden nämlich die iTunes-Karten missbraucht: Diese sind nahezu anonym, dazu hat fast jeder eine Apple ID oder ein iTunes-Konto. Insgesamt sind in der ersten Jahreshälfte 2018 die Anfragen um 9 Prozent weltweit angestiegen.

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