2311437

Apple Watch & Co. können vor Bluthochdruck warnen

14.11.2017 | 09:46 Uhr |

Bluthochdruck zu diagnostizieren ohne Bluthochdruck zu messen? Das geht, jedoch mit einem extra trainierten neuronalen Netzwerk.

Dass die Apple Watch mit hoher Zuverlässigkeit aus Pulsdaten auf Herzrhythmusstörungen schließen kann, hat die Universität von Kalifornien in San Francisco schon vor geraumer Zeit herausgefunden. Nun legen die Forscher zusammen mit dem App-Entwickler Cardiogramm nach und zeigen in einer Studie, dass die Apple Watch und auch andere Fitness-Tracker wie die von Fitbit auch in der Lage sind, andere Störungen zu entdecken. Mit einer Zuverlässigkeit von 90 Prozent habe man bei rund 1000 von 6000 Probanden Schlafapnoe diagnostiziert, etwa 2000 der Studienteilnehmer litten an Bluthochdruck, was die Algorithmen mit einer Zuverlässigkeit von 82 Prozent feststellten.

Die Forscher haben im Zeitraum von 53 Wochen rund 6100 Probanden beobachtet. Diese haben ihre Herzschlag-Daten über die App Cardiogramm zur Verfügung gestellt. Rund 70 Prozent des Testzeitraumes, also 33.628 Personenwochen, waren für das Training eines neuronales Netzwerk benötigt. Das Netzwerk konnte danach relativ genau Diabetes, Bluthochdruck und Schlafapnoe bei den konkreten Personen vorhersagen. Die Treffsicherheit bei Bluthochdruck war gleichauf wie bei den herkömmlichen Methoden – 95 Prozent Trefferquote. Die gleichen Ergebnisse erzielte das neuronale Netzwerk bei Schlafapnoe, die Resultate bei Diabetes waren nicht statistisch relevant. Die Ergebnisse der Studie sind vor allem wichtig, als dass für die ziemlich genaue Vorhersage einer Krankheit keine zusätzlichen Daten oder Sensoren benötigt werden außer der Herzdaten und Schrittanzahl pro Tag.

0 Kommentare zu diesem Artikel

Macwelt Marktplatz

2311437