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Apple wirft iranische Apps aus dem App Store

30.01.2017 | 13:37 Uhr |

Aus rechtlichen Gründen soll Apple iranische Apps aus dem App Store entfernt haben.

Im Iran sind Apples Smartphones anscheinend sehr beliebt, so behauptet das Magazin Techrasa , dort würden monatlich 100 000 iPhones neu aktiviert. Mangels offiziellem Vertrieb handelt es sich dabei allerdings um illegal importierte Geräte. Es gibt bisher auch keinen iranischen App-Store, ein direkter Zugriff auf den Store aus dem Iran ist anscheinend erst seit September 2016 möglich. Iranische Apps gibt es dafür in anderen Stores, von Firmen mit nicht-iranischem Firmensitz. Für diese ist aber die Zahlungsabwicklung über den App Store das größte Problem, da etwa Kreditkartenzahlungen ein Verstoß gegen amerikanischen Handelsbeschränkungen sind. In-App-Käufe sind so nicht möglich.

Im Iran ist deshalb anscheinend oft ein Jailbreak des iPhone üblich, was die Installation von Apps ohne App Store ermöglicht. Seit kurzem geht Apple hier offenbar rigider vor, so hat das Unternehmen neben weiteren Apps die App des größten iranischen Ecommerce-Unternehmens Digikala aus dem App Store verbannt . Grund sei, dass die App gegen die Iranian Transactions Sanctions Regulations (31CFR Part 560) verstoße. Diese Regelungen halte auch viele europäische Banken von Geschäften mit dem Iran ab . Verstöße gegen diese Sanktionen will sich Apple aktuell anscheinend nicht leisten, trotz jüngster Kritik an den Einreisebeschränkungen des neuen Präsidenten.

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