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Apple wusste wohl von Bendgate bei iPhone 6

25.05.2018 | 11:55 Uhr |

Die internen Unterlagen aus einem Gerichtsverfahren in den USA legen nahe, dass Apple von den Gehäuseproblemen des iPhone 6 wusste.

Aktuell wird in den USA eine Sammelklage gegen Apple wegen des iPhones 6 verhandelt. Das Modell war die erste tropfenförmige Auflage nach dem eckigen Design des iPhones 5S. Entsprechend groß waren die Probleme: Das Gerät bog sich sehr leicht , nach einiger Zeit traten noch weitere Probleme mit dem Display bzw. der Bedienung darauf auf , weil sich das Gerät anscheinend minimal verformte.

Noch in diesem Monat haben sich ein paar Betroffene zusammengetan und vor einem Landesgericht in San Jose versucht, eine Sammelklage gegen Apple einzureichen. Dieser Versuch ist vorerst abgewiesen, die Richterin Lucy Koh hat jedoch zu der Entscheidung eine Begleitnotiz geschrieben, die manche Internas aus Apples Unterlagen enthielt .

Demnach wusste man bei Apple, dass die neueren Geräte sich leichter biegen würden. Im Vergleich zum iPhone 5S würde sich ein iPhone 6 3,3 Mal öfter verformen, beim iPhone 6 Plus war die Rate doppelt so hoch – 7,2 Mal öfter konnte sich das Gerät im Vergleich zum iPhone 5S verbiegen. Beim nächsten Modell hat Apple seine Lehren daraus gezogen und das verwendete Aluminium leicht verändert, so dass die Außenhülle stabiler wurde. Im Inneren wurden an den Sollbruchstellen extra Titanumplatinen eingesetzt. Der Nachfolger wurde minimal dicker, dafür schienen die Bendgate-Probleme behoben zu sein.

Ob sich die neuen Infos auf weitere möglichen Klagen auswirken, bleib jedoch abzuwarten. Schließlich ist der Begriff "normal usage", also "eine übliche Verwendung", den Apple gerne nutzt, ziemlich dehnbar.

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