2386902

Apples aktuelle Notebooks: Wie geht es weiter?

01.11.2018 | 13:13 Uhr |

Mit den neuen Macbook Air gibt es einen interessanten Neuzugang. Was wird aber aus Macbook und Macbook Pro?

Wurde man in den letzten Jahrzehnten nach einem günstigen Apple-Notebook für einen Studenten gefragt, war die Antwort einfach. Ein Macbook Air war meist die erste Wahl. 

Aktuell wäre man bei der gleichen Frage etwas von Apples Angeboten verwirrt: Die Grenzen zwischen den insgesamt sechs Notebook-Linien sind nämlich fließend geworden und gleich drei der Modelle sind eigentlich veraltet. Auf den ersten Blick wirkt da Apples berühmte „Produktmatrix“ ziemlich chaotisch. Etwas klarer wird einem die Modell-Hierarchie wenn man die Preise der fünf Geräte mit gleicher Ausstattung vergleicht. Das alte Macbook Air blendet man dabei aber am besten von vornherein aus: Überraschend ist nämlich das seit Jahren nicht mehr aktualisierte Macbook Air im Programm geblieben. Verständlich wird dies beim Blick auf die US-Preise: Um ein günstiges 999-Dollar-Notebook im Angebot zu haben, das nicht die „Schallmauer“ von 1000 Dollar durchbricht, musste Apple offenbar das alte Macbook Air mit Non-Retina-Display weiter im Programm behalten – wahrscheinlich wird es im Apple Store aber nicht oft von den Verkäufern empfohlen werden. Das neue Macbook Air kostet in den USA ja gleich 200 Dollar mehr.

Bleiben noch drei günstige Notebook-Linien übrig: Das 12-Zoll-Macbook, das neue Macbook Air und das Macbook Pro ohne Touchbar. Nagelneu ist das Macbook Air 2018: Schon vor einem Jahr hatten mehrere Quellen behauptet, Apple arbeite an einem neuen günstigeren Macbook Air. Ein Macbook Air hat Apple auch wirklich vorgestellt, besonders günstig ist es aber nicht geworden, beginnt der Preis doch bei 1349 Euro.

Das günstigste Apple-Notebook ist aktuell aber eigentlich das 12-Zoll-Macbook. Es ist noch kompakter als das neue Macbook Air und „ausstattungsbereinigt“ mit einem Listenpreis von 1499 Euro immer noch hundert Euro billiger als das nächst günstigere Modell: Ein Macbook Air mit 256 GB Speicher für 1599 Euro. Was sofort auffällt: Das Macbook Air hat mit dem Macbook Pro ohne Touchbar einen starken Konkurrenten und ist kaum billiger. Für nur 150 Euro mehr bekommt man nämlich ein mit 256 GB ausgestattetes Macbook Pro 13-Zoll ohne Touchbar: Mit schnellerer CPU, hellerem Bildschirm mit größerem Farbumfang und schnellerer Grafikkarte. Hat doch Apple im Macbook Air einen Stromsparchip verbaut, den i5-8210Y mit 7W TDP .  Die Leistung wird also eher den Macbooks als den Macbook Pro gleichen.

Das ist nicht als Kritik am neuen Modell gemeint: So ist das Macbook Air um 120 Gramm leichter als das Pro, hat eine längere Akkulaufzeit, eine neuere Tastatur und unterstützt TouchID.

Wir sind aber auf erste Tests gespannt, wie gut das neue Macbook Air mit den Macbook Pro mithalten kann.

13" MacBook Air

13" MacBook Pro

13,3" Retina Display

13,3" Retina Display

1,6 GHz Dual‑Core Intel Core i5 Prozessor

2,3 GHz Dual‑Core Intel Core i5 oder 2,5 GHz Dual‑Core Intel Core i7 Prozessor

0,41 bis 1,56 cm dünn

1,49 cm dünn

1,25 kg

1,37 kg

Intel UHD Graphics 617

Intel Iris Plus Graphics 640

Helligkeit: 300 Nits

Helligkeit: 500 Nits

Voller Standard-Farbraum (sRGB)

Großer Farbraum (P3)

TouchID

Ab 1349

Ab 1499

Die neuen Macbook Air sind ein interessantes neues Angebot, sie sitzen nach unserer Meinung aber aktuell eigentlich ziemlich zwischen den Stühlen. Allerdings wurden sowohl Apple 12-Zoll-Macbooks als auch die Macbook Pro ohne Touchbar schon Juni 2017 vorgestellt. Wir fragen uns deshalb, was Apple mit den beiden Modellen Macbook und Macbook Pro noch vorhat – überschneiden sich diese doch stark mit dem neuen Macbook Air. Es ist ja nicht auszuschließen, das Apple zumindest das Macbook Pro ohne Touchbar langsam auslaufen lässt – oder nach einem Update den Preis etwas anhebt. Auch für das 12-Zoll-Macbook ist ja ein Upgrade überfällig.

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2386902