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Bilanz: iPhone X – begehrtestes iPhone bei 77,8 Mio. Stück

02.02.2018 | 09:34 Uhr |

Wie erwartet hat Apple in der Nacht eine neue Rekordbilanz vorgelegt. Das iPhone X hat sich wohl nicht so schlecht geschlagen.

Apple hat im Quartal, das am 31. Dezember 2017 endete, einen Umsatz von 88,3 Milliarden US-Dollar erzielt, was ein neuen Allzeithoch bedeutet. Gegenüber dem bisherigen Rekord vom Vorjahr hat der Mac-Hersteller noch einmal 13 Prozent zulegen können. Der Gewinn stieg um 12 Prozent auf 20,1 Milliarden US-Dollar oder 3,89 US-Dollar pro Aktie. Dabei ist zu beachten, dass das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 um eine ganze Woche kürzer war als das im Jahr 2016/17, das seinerzeit schon Ende September begonnen hatte und nicht erst Anfang Oktober.

iPhone-Umsätze stark, Mac und iPad auf Kurs

Umsatz und Gewinn: Nie waren diese beiden Kennzahlen höher
Vergrößern Umsatz und Gewinn: Nie waren diese beiden Kennzahlen höher

Etwas überraschend – oder aus Sicht der iPhone-X-Skeptiker eben nicht – hat Apple aber weniger iPhones als im Vorjahr verkauft, "nur" 77,3 Millionen Stück. Vor Jahresfrist waren es eine gute Million mehr. Der Umsatz mit dem Smartphone stieg aber deutlich von 54,4 Milliarden auf 61,6 Milliarden US-Dollar – hier geht das teurere iPhone X also deutlich in die Bilanz ein. Apple bricht die Zahlen aber nicht weiter herunter, es bleibt Spekulation, wie viele iPhone X und wie viele andere Geräte der Konzern verkauft hat. Ein Flop würde aber anders aussehen. So betont Apple-CEO Tim Cook in der Bilanzpressekonferenz auch, dass das neue Flaggschiff die Erwartungen Apples übertroffen habe und in jeder Woche seit Anfang November das bestverkaufte iPhone im Portfolio gewesen sei.

iPhones hatte Apple vor einem Jahr knapp mehr verkauft, aber noch nie soviel Umsatz daraus gezogen.
Vergrößern iPhones hatte Apple vor einem Jahr knapp mehr verkauft, aber noch nie soviel Umsatz daraus gezogen.

Der Mac bleibt weiter auf seinem mehr als solidem Niveau, in Q1 2017/18 hat Apple 5,1 Millionen Desktops und Laptops verkauft und damit 6,9 Milliarden US-Dollar eingenommen. Das ist etwas weniger als vor einem Jahr, als 5,4 Millionen Rechner und 7,2 Milliarden US-Dollar in der Bilanz der Sparte standen. Auch hier sagt Apple nicht genau, welche Art von Macs wie oft über die Ladentische gingen. Der erst seit 14. Dezember erhältliche iMac Pro konnte noch keine Spuren hinterlassen.

We call it a Klassiker: Macs bleiben recht stabil bei fünf Millionen - pro Quartal und nicht wie früher pro Jahr.
Vergrößern We call it a Klassiker: Macs bleiben recht stabil bei fünf Millionen - pro Quartal und nicht wie früher pro Jahr.

Leicht zugelegt hat hingegen das iPad, 13,2 Millionen Stück bei einem Umsatz von 5,9 Milliarden US-Dollar bedeuten ein Plus von sechs Prozent beim Umsatz bei kaum erhöhten Stückzahlen, ein Effekt, der sich wohl auf das iPad Pro zurückführen lässt.

Nach steilem Anstieg und einer gewaltigen Delle erholen sich die iPad-Verkäufe. Der Umsatz steigt deutlicher als die Stückzahlen (im Bild)
Vergrößern Nach steilem Anstieg und einer gewaltigen Delle erholen sich die iPad-Verkäufe. Der Umsatz steigt deutlicher als die Stückzahlen (im Bild)

Wearables legen deutlich zu

Nach wie vor nennt Apple keine Verkaufszahlen für die Apple Watch und auch die AirPods sind in den "anderen" Produkten versteckt. So übel kann das Geschäft aber nicht gelaufen sein, denn jene "anderen" wuchsen gegenüber Vorjahr um satte 35 Prozent auf 5,5 Milliarden US-Dollar. Dabei stechen laut Apples Finanzchef Luca Maestri die Wearbales besonders hervor, die gegenüber Q1 2016/17 um 70 Prozent gewachsen seien. Andere "andere" sind Apple TV und die Beats-Kopfhörer, der HomePod sollte dann noch etwas ganz anderes sein und die Sparte weiter wachsen lassen. Tim Cook sagte noch über die Apple Watch, dass deren Verkäufe zum vierten Mal in Folge um 50 Prozent oder mehr angestiegen seien, die Series 3 habe man doppelt so oft verkauft wie die Series 2 vor einem Jahr.

Apple nennt die Zahl von 1,3 Milliarden aktiven Apple-Geräten weltweit, diese skaliert mit dem Wachstum der Services-Sparte, die 18 Prozent mehr als im Vorjahr eingenommen hat, nämlich 8,5 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet jedoch einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorquartal. Immerhin legten die Abonnentenzahlen zu, Tium Cook nannte jedoch nur ein kumulierte für iCloud und Apple Music: Insgesamt 240 Millionen Kunden überweisen demnach regelmäßig Geld an Apple für dessen Serives, 30 Millionen mehr als im letzten Quartal. Apple Music sollte um die 30 Millionen zur Gesamtzahl beitragen, der große Rest mietet iCloud-Speicher - bei den nach wie vor mickrigen 5 GB Freivolumen ist man ja fast dazu gezwungen.

Durchwachsene Aussichten

Wachstum konnte Apple vor allem außerhalb des Heimatmarktes erzielen, in China (inklusive Hongkong und Taiwan) legte Apple um elf Prozent beim Umsatz zu, in Japan gar um 26 Prozent. Dort war vermutlich das iPhone X besonders stark. Insgesamt machte Apple 65 Prozent seiner Einnahmen außerhalb der USA, dieser Anteil war nur selten höher.

Apples Barreserven sind auf 281 Milliarden US-Dollar angewachsen, das meiste davon kann und wird Apple nun in die USA zurückholen, für Investitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe. Für das laufende Quartal rechnet Apple mit Umsätzen zwischen 62 und 65 Milliarden US-Dollar, was Analysten leicht enttäuscht, die bisher von 65 Milliarden US-Dollar ausgegangen waren. Doch prognostiziert Apple in der Regel recht zurückhaltend.

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