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iPhone XR im Test: Ausstattung, Features, Preise

06.11.2018 | 16:36 Uhr | Stephan Wiesend

Das XR ist Apples empfehlenswertestes iPhone, Youtuber und Apple-Gegner beweisen allerdings wieder eine erschreckende Ignoranz.

Hohn und Spott zieht durch die PC- und Android-Welt. Hat Apple es doch gewagt, ein Edel-Smartphone auf den Markt zu bringen, das einen „720p“-Bildschirm hat. Trotzdem hĂ€lt der Autor das iPhone XR fĂŒr das aktuell interessanteste Apple-iPhone. Es ist fĂŒr manche Anwender sogar besser geeignet als das iPhone XS – und nicht nur wegen des Preises.

Inhaltsverzeichnis, Fazit

Fazit

FĂŒr die meisten iPhone-Interessenten ist das XR das interessanteste iPhone. Es geht dabei nicht nur um den Preis. GrĂ¶ĂŸe und gutes Display sind ĂŒberzeugend, Akkulaufzeit und Kamera erstklassig. Das iPhone XR ist kein Billig-iPhone, dazu wĂ€re es mit 849 Euro auch zu teuer. Offensichtlich will Apple nicht den gleichen Fehler machen, wie beim ungeliebten iPhone 5C. Dieses wurde mit veralteter Technik ausgestattet und hatte gegen das iPhone 5s keine Chance. Das XR sollte aber zum Renner werden. Zumindest in den Preisvergleichsseiten hat es das XS ja schon abgehĂ€ngt.

Die Frage der Auflösung
Sind LCDs wirklich veraltet?
Ideale GrĂ¶ĂŸe fĂŒr (fast) alle
Leistung im Unterschied zum iPhone XS Max
Die grĂ¶ĂŸte SchwĂ€che des iPhone XR
Negativ: Kein 3D-Touch
Dicker Rand und glatte RĂŒckseite
Kosten, Farben und Lieferumfang
Wo steht das iPhone XR? FĂŒr wen?

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Die Auflösung

Kritik an Apple ist nicht neu, eine derartige Mischung aus Spott und technischem Halbwissen ist aber selten. Auf den Vorwurf der zu niedrigen Auflösung sind wir bereits in einem eigenen Artikel ausfĂŒhrlich eingegangen . Da aber Tech-Blogs auf Youtube hier Unsinn verbreiten, sollte man wohl nĂ€her darauf eingehen: Das iPhone XR hat im Vergleich zu vielen billigen Android-Smartphones eine relativ niedrige Auflösung von 1792 x 828 Pixeln, was aber einer Pixeldichte von 326 ppi entspricht und eine optimale Skalierung von Bedienelementen und Apps ermöglicht. Einzelne Pixel kann das normale Auge kaum unterscheiden (mit gleicher Berechtigung könnte man ja auch von einem 1792p-Display sprechen). Zugegeben, auch uns kam die Auflösung wĂ€hrend der Keynote etwas niedrig vor, in der Praxis ist die Auflösung fĂŒr ein 6-Zoll-GerĂ€t aber völlig ausreichend.

Vermutlich sind viele Tester voreingenommen: Sie lesen im Datenblatt „1792 x 828“ und sind ĂŒberzeugt, einen viel zu niedrig aufgelösten Bildschirm vor sich zu haben. Sie erwarten eine miese Auflösung und sehen eine niedrige Auflösung – statt das GerĂ€t ein paar Tage zu testen. In einem Blindtest mit einem Pocophone F1 mit HD-Auflösung hielten etwa die meisten Befragten das XR fĂŒr das höher aufgelöste Modell. Ein 1080p-Video wird auf dem XR zwar nicht in nativer Auflösung abgespielt, dafĂŒr sind aber Farben und Helligkeit hervorragend.

Unsinnig ist ja ebenso die in Foren kursierende Behauptung, schon das iPhone 4 habe diese Auflösung gehabt: Nicht die Auflösung ist identisch, sondern die Pixeldichte von 326ppi – die auch bei iPhone 7 und iPhone 8 niemandem zu niedrig war. Etwas kurios ist am Vorwurf außerdem, dass er von PC-Anwendern kommt, die noch oft vor einem 27-Zöller mit der Auflösung 1920x1080 sitzen: Bei dieser Auflösung sehen nĂ€mlich Computerspiele besonders gut aus – trotz 82 ppi.

Sind LCDs wirklich veraltet?

Eine andere Frage ist aber berechtigt: Warum sollte man 2018 noch ein Smartphone mit LCD-Panel kaufen? Sind nicht OLED-Displays moderner und einfach besser? Zumindest hat  dies ja die Fachpresse in den letzten Jahren stĂ€ndig gepredigt. Hatte man zuvor ein iPhone 8 oder iPhone 6S, ist man vom hellen Bildschirm des iPhone XR begeistert, Nutzer eines iPhone X werden aber eher die Nase rĂŒmpfen.

Legt man ein iPhone XR direkt neben ein iPhone XS oder auch Note 9, sieht das IPS-Display des iPhone XR vergleichsweise flau, kontrastarm und fast langweilig aus. Das liegt aber nicht an der niedrigen Auflösung, sondern vor allem an den höheren Kontrastwerten des OLED-Displays.  Schwarz ist bei einem iPhone XS echtes Schwarz, bei einem LCD-Panel eher ein dunkles Grau. Ist man an ein OLED gewöhnt, will man vermutlich nicht mehr zu einem LCD-Panel zurĂŒck. LCDs sollte man aber noch nicht abschreiben, Apple verbaut ein hervorragendes LCD-Panel. Sie bieten neben dem Preis noch andere Vorteile. So sind Panel wie das des XR blickwinkelstabile IPS-Panel und bei der Darstellung heller Bildschirminhalte deutlich sparsamer als OLEDs. Das sorgt etwa beim Surfen, E-Mail und BĂŒroarbeiten fĂŒr lĂ€ngere Akkulaufzeiten. Nebenbei ist die Farbdarstellung des iPhone XR laut ersten Tests ausgezeichnet, die Helligkeit ebenfalls hervorragend.

Der erweiterte Farbraum P3 wird unterstĂŒtzt, das Filme aufpeppende HDR allerdings nicht. Probleme wie das Einbrennen von Objekten bleiben einem aber erspart. Anders als Samsung mit seiner eigenen Fertigung muss Apple die Panels teuer bezahlen, weshalb OLED-Displays wohl auch im nĂ€chsten Jahr noch das Privileg der X-iPhones bleiben werden – und nebenbei sind sie ja auch als Ersatzteil gĂŒnstiger. ZusĂ€tzlich ist umstritten, ob man die Auflösung eines OLED-Displays wie beim iPhone XS wirklich mit der eines LCD-Panels vergleichen kann. Durch die besondere Anordnung der so genannten Subpixel ist bei einem OLED-Display die Komplettzahl dieser Pixel um ein Drittel niedriger als bei einem LCD-Panel. iPhone XR und XS haben also annĂ€hernd gleich viele Subpixel.

Bei der Schriftdarstellung in Apps, E-Books, PDFs und Webseiten kann das iPhone XR nach unserem Eindruck allerdings nicht mit den OLED-Modellen mithalten. Nach unserem Eindruck hĂ€ngt dies aber auch stark von der Schriftart und der UnterstĂŒtzung der jeweiligen App ab. Vor allem bei bestimmten Schriftarten ist Apples SchriftglĂ€ttung auf dem iPhone XS klarer, das liegt aber anscheinend nicht nur an der Auflösung, sondern auch am diamantenförmigen Aufbau der OLED-Subpixel und dem besseren Kontrast.

Trotz "niedriger Auflösung" bleibt auch kleine Schrift gut lesbar.
VergrĂ¶ĂŸern Trotz "niedriger Auflösung" bleibt auch kleine Schrift gut lesbar.

Positiv: Kein PWM

Ein weiterer Nachteil von OLED-Displays ist die Nutzung der so genannten Pulsweitenmodulation (PWM) fĂŒr die Einstellung der Bildschirmhelligkeit. Dass jemanden PWM negativ auffĂ€llt, ist allerdings sehr selten. Nur wenige Menschen stört dieses vor allem bei niedriger Helligkeit auftretende Flackern, die meisten Anwender nehmen es nicht wahr. Bei einem iPhone XR fehlt dieses Bildschirmflimmern laut Tests jedenfalls komplett, der Display ist also komplett „flickerfrei“.

Ideale GrĂ¶ĂŸe

Das iPhone XS ist das kleinste aktuelle iPhone, das XR etwas grĂ¶ĂŸer. Hatte man zuvor ein iPhone 7 oder 8, kommt einem das iPhone XR zuerst etwas groß und schwer vor. Nach Meinung des Autors bietet es aber die optimale Mischung aus DisplaygrĂ¶ĂŸe und Handlichkeit und man gewöhnt sich schnell an das neue Format – schneller als an ein XS Max. Eine Einhand-Bedienung ist wenig komfortabel, aber noch eher möglich als beim noch grĂ¶ĂŸeren Max. Das iPhone XS ist zwar noch komfortabler und leichter, zeigt aber auch kaum mehr Bildschirminhalte als iPhone 8 und iPhone 7. Ist ja ein Vorteil des iPhone XR, dass es die gleichen Bildschirminhalte wie das XS Max zeigt: Öffnet man eine Webseite oder eine E-Mail, sieht man beim iPhone XS deutlich weniger Inhalte. Alternativ kann man ja per Anzeigezoom auch die Darstellung etwas vergrĂ¶ĂŸern und eine leichter nutzbare AnzeigegrĂ¶ĂŸe einstellen.

Die drei X-Modelle sind sich aber sehr Ă€hnlich und sieht man auf der Straße jemanden mit iPhone X, XR oder XS mit SchutzhĂŒlle, kann man die Modelle kaum unterscheiden.

Leistung

Im XR kommt die gleiche CPU wie im iPhone XS (Max) zum Einsatz, die Leistung ist bei allen drei Modellen so gut wie identisch. Das XR bietet zwar nur drei statt vier GB RAM, dafĂŒr geht es dank niedriger Auflösung genĂŒgsamer mit den Systemressourcen um. So ist nach unseren Tests ja das XR das iPhone mit der lĂ€ngsten Akku-Laufzei t. Auf Gigabit-LTE muss man verzichten, bisher wird diese hohe Leistung in Deutschland nur in wenigen StĂ€dten erreicht ­­– und steht nur Vodafone-Kunden zur VerfĂŒgung.

Die grĂ¶ĂŸte SchwĂ€che

WĂ€hrend das Display völlig in Ordnung ist, wird die grĂ¶ĂŸte SchwĂ€che in deutschen Blogs eher selten genannt: Im Unterschied zum XS gibt es nur eine Weitwinkelkamera, keine Telekamera. Die Weitwinkelkamera ist die der iPhone-XS-Modelle, also eigentlich eine exzellente Kamera und der des iPhone X oder iPhone 8 klar ĂŒberlegen. Auch das hochgelobte Pixel 3 muss ja mit einer einzelnen Kamera auskommen.

Erstellt man hĂ€ufig PortrĂ€ts oder fotografiert hĂ€ufig Produkte und weit entfernte Objekte, ist die verzerrungsfrei aufnehmende Tele-Kamera ein Kaufargument fĂŒr ein XS-Modell. Man muss aber schon etwas Vorwissen besitzen, um dies zu wĂŒrdigen. Dass damit formatfĂŒllende PortrĂ€ts ohne Verzerrung möglich sind, ist vielen offensichtlich unbekannt. Das zeigt beispielhaft ein Test von Zeit-Online , bei dem PortrĂ€ts mit Pixel 3 (Weitwinkel plus Digitalzoom) und iPhone XS (Telekamera) aufgenommen wurde. WĂ€hrend BildschĂ€rfe und Weißabgleich heiß diskutiert wurden, störten Verzeichnungen niemanden.

Von der Telekamera des XS darf man allgemein nicht zu viel erwarten, hat sie doch ein lichtschwĂ€cheres Objektiv und einen kleineren Sensor. Dadurch neigt die Telekamera des XS zum Rauschen und wird bei schlechtem Licht oft automatisch durch die Weitwinkelkamera mit Digitalzoom ersetzt. PortrĂ€ts bei wenig Licht sind ebenfalls nicht ihre StĂ€rke. So fiel manchen Testern bereits auf, dass PortrĂ€ts des iPhone XR bei schwachem Licht besser werden – weil das iPhone XR in seinem PortrĂ€tmodus ja die die lichtstarke Weitwinkelkamera nutzt. Dass man beim XR auf viele PortrĂ€tfunktionen wie „BĂŒhnenlicht“ verzichten muss, oder nur Personen unterstĂŒtzt werden, stört da wohl viele wenig. Leider ist beim XR ausgerechnet im PortrĂ€tmodus der Digitalzoom nicht nutzbar, vermutlich eine Folge der Berechnungen fĂŒr die UnschĂ€rfe-Effekte. Dieser funktioniert beim XR-Modellen ĂŒbrigens deutlich unzuverlĂ€ssiger als beim XS.

Die Kamera macht gute Fotos, allerdings sehen diese auf einem XS oder XS Max einfach besser aus.
VergrĂ¶ĂŸern Die Kamera macht gute Fotos, allerdings sehen diese auf einem XS oder XS Max einfach besser aus.

Ist einem das iPhone XS zu klein, sind 400 Euro Aufpreis fĂŒr eine Telekamera mit Winzsensor allerdings happig – wenn man bereits zu Hause mehrere Systemkameras herum liegen hat.

Ein anderer Effekt: Von den ersten Fotos unseres neuen iPhone XR waren wir etwas enttÀuscht, es fehlt uns der WOW-Effekt der XS-Max-Modelle. Der eigentliche Grund: Fotos sehen auf dem LCD ganz einfach langweiliger aus als auf einem X-Modell mit OLED-Displays. So wirken Fotos auf dem Panel einem iPhone XS Max aber auch Samsung Note ja oft weit interessanter und gelungener als dann spÀter auf dem Desktop-Rechner mit LCD-Bildschirm.

BĂŒro oder Multimedia

Die Frage ist nach unserem Eindruck vor allem, wofĂŒr man sein iPhone verwendet – fĂŒr die BĂŒroarbeit, vor allem als Kamera, vornehmlich fĂŒr Games und Youtube. Der Bildschirm eines OLED-iPhones kann seine VorzĂŒge bei der BĂŒroarbeit nur begrenzt ausspielen. Nutzt man sein iPhone vor allem fĂŒr gelegentliches Surfen und Kommunikation, profitiert man eher wenig. Eigentlich ein Widerspruch zum Pro-Image des iPhone XS Max: Vor allem bei Entertainment-Aufgaben wie dem Ansehen kompletter Filme und Versinken in dĂŒstere Action-Games ist das OLED-Panel des Max aber eindeutig ĂŒberlegen. So ist ja der Bildschirm zudem grĂ¶ĂŸer als beim iPhone XS und auch Fotos sehen einfach großartig aus.

Ein anderes Pro-Thema wĂ€ren allerdings PrĂ€sentationen: MĂŒssten wir eine neue App oder AR-Anwendung prĂ€sentieren, wĂ€re ein iPhone XS Max die beste Wahl.

Negativ: Kein 3D-Touch

3D-Touch unterstĂŒtzt das iPhone XR nicht, der Grund dafĂŒr ist nicht ganz klar. FĂŒr viele Anwender ist der Verzicht auf 3D-Touch zu verschmerzen. So sinnvoll die Funktion ist, nur wenige Nutzer verwenden sie und die fortgeschrittenen Funktionen sind Ă€rgerlich fummelig. Trotzdem ist die Einsparung sehr schade, ist sie doch eine intelligente und sinnvolle Erweiterung des Touchscreen-Systems.

Kein 3D-Touch: So ersetzt Apple die Funktion

Dicker Rand

Der Displayrand des iPhone XR ist deutlich grĂ¶ĂŸer als bei einem OLED-Display. Zwar hat Apple aus Sicht eines Ingenieurs damit ein MeisterstĂŒck geliefert, aus Sicht des Kunden sieht der breite Rand aber trotzdem etwas billig aus – uns erinnert er so ein wenig an die alten weißen iBooks von Apple. Vor allem durch den farblich abgesetzten GehĂ€userahmen und die Gummischicht zwischen Display und GehĂ€use wirkt das Design auf uns wenig „Premium“. Man hat fast den Verdacht, die XS-Modelle sollen hier einen kleinen Vorsprung bekommen. So bemerkten wir am Gummirand der RĂŒckseite unseres XR sogar ein klein wenig Abrieb, vermutlich Anlaufprobleme bei der ersten Produktionsmarge. Im direkten Vergleich sind die XS-Modelle jedenfalls deutlich hochwertiger und eigentlich zu schade fĂŒr eine SchutzhĂŒlle.

Kritik

Die glatte GlasrĂŒckseite ist elegant, aber hat etwas von einem SchildbĂŒrgerstreich: Sie vermittelt einen hochwertigen Eindruck, fungiert aber eher als Sollbruchstelle. Nicht nur ist der Bruch der GlasrĂŒckseite einer der hĂ€ufigsten ReparaturgrĂŒnde, fĂŒr die Schadensbehebung des Pfennig-Artikels ist außerdem eine Komplettzerlegung erforderlich. Allerdings setzt Apple bei allen iPhones seit dem iPhone 8 auf diese GlasrĂŒckwand, weshalb man hier keine Alternative hat – außer man greift zum immer noch sehr interessanten iPhone 7.

Nebenbei macht sie die Glasplatte das iPhone sehr glatt, was das Herunterfallen fast schon provoziert. Auf eine griffige und stoßfeste SchutzhĂŒlle sollte man deshalb nicht verzichten.

Kosten

Das iPhone XR ist das gĂŒnstigste neue Modell, was sich nicht nur auf den Preis der Basisversion erstreckt. Bei diesem Modell hat man ja ebenso den Vorteil, dass man schon fĂŒr einen geringen Aufpreis ein Modell mit 128 GB Speicherplatz erhĂ€lt: Beim iPhone XS gibt es diese Speichervariante nicht, nur eine 200 Euro teurere Version mit 256 GB.

Aber auch Apple Care ist gĂŒnstiger: Beim XS Max zahlt man 229 Euro, beim XR nur 169 Euro. Niedriger sind ebenso die Reparaturpreise: Eine defekte Kamera oder GlasrĂŒckseite kostet ohne Garantie beim XR 431,10 Euro, beim XS Max dagegen gleich 641,10 Euro. Die Displayreparatur frisst 221,10 Euro statt 361,10. Auch das XS (ohne Max) ist kaum gĂŒnstiger. Beim XR ist man da noch eher bereit, auf Apple Care zu verzichten.

Schöne Farben

Ein echter Vorteil des iPhone XR sind die schönen neuen GehĂ€usefarben. Endlich gibt es sechs verschiedene Farben fĂŒr das iPhone. (Wir haben uns fĂŒr das schwarze Modell entschieden, als Geschenk fĂŒr die Freundin empfehlen wir aber eher die Farbe Koralle.) FĂŒr die Hersteller von SchutzhĂŒllen sind sie aber ein Problem: Kauft man ein Modell in einer der neuen Farben, will man es nicht sofort in einer neutralen SchutzhĂŒlle verstecken. Kein Wunder, dass schon ganze Serien durchsichtiger SchutzhĂŒllen auf den Markt gekommen sind. Apple hatte in einigen Pressemitteilungen bereits eine transparente SchutzhĂŒlle angekĂŒndigt, diese aber nie auf den Markt gebracht. Ein RĂ€tsel, sogar HĂŒllen fĂŒr die neuen iPad Pro sind ja mittlerweile verfĂŒgbar. Möglicherweise gab es Herstellungsprobleme.

Lieferumfang

Was beim iPhone XR wirklich Àrgert, trifft aber auch auf das iPhone XS zu: Das schwache LadegerÀt sollte Apple durch das iPad-Netzteil ersetzen und wenn man als Hersteller den Audioausgang einspart, sollte man auch einen Adapter beilegen.

Wie ist das XR positioniert

Das iPhone XR ist eindeutig das Volumen-Modell, das fĂŒr die meisten Anwender geeignet ist. Das iPhone XS Max richtet sich eher an Early Adopters, Grafiker und Fotografen, die ein 50mm-Objektiv zu schĂ€tzen wissen. In einer Analogie zur Modellpolitik der Autohersteller ist das iPhone XR in der Modellreihe eher der Golf oder Mercedes A, das XS eher die S-Klasse – wie schon der Name nahelegt. Offensichtlich soll das iPhone XR Nutzer ansprechen, die noch immer ein iPhone 7 oder gar iPhone 6S verwenden. Die XS-Modelle zielen vermutlich eher auf Nutzer mit iPhone X oder iPhone 8 Plus. In gewisser Weise könnte man das XR sogar als Nachfolger des iPhone SE sehen.

Fazit

FĂŒr die meisten iPhone-Interessenten ist das XR das interessanteste iPhone. Es geht dabei nicht nur um den Preis. GrĂ¶ĂŸe und gutes Display sind ĂŒberzeugend, Akkulaufzeit und Kamera erstklassig. Das iPhone XR ist kein Billig-iPhone, dazu wĂ€re es mit 849 Euro auch zu teuer. Offensichtlich will Apple nicht den gleichen Fehler machen, wie beim ungeliebten iPhone 5C. Dieses wurde mit veralteter Technik ausgestattet und hatte gegen das iPhone 5S keine Chance. Das XR sollte aber zum Renner werden. Zumindest in den Preisvergleichsseiten hat es das XS ja schon abgehĂ€ngt.

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