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Apples Mac-Werbung "1984" fast abgesagt

07.02.2019 | 10:17 Uhr |

Die Werbeagentur hinter dem Clip "1984" hatte im Voraus ein kleines Publikum dazu befragt. Demnach wäre die Wirkung desaströs.

Erst vor gut zwei Wochen hatten wir aus gegebenem Anlass in unserem Morgenmagazin nochmals an Apples Werbespot "1984" erinnert, der zwar das TV-Publikum des Superbowl XVIII nachhaltig irritierte, aber massiv zur Legendenbildung der Marken "Apple" und "Macintosh" beigetragen hatte. Beinahe wäre er nicht ausgestrahlt worden, Steve Jobs hatte den Aufsichtsrat gegen sich aber das Glück, dass der Spot nicht mehr kostenfrei zu stornieren war.

Wie nun " Business Insider " berichtet, gab es in der Vorgeschichte des von Ridley Scott ("Blade Runner", "Alien") gedrehten 60-sekündigen Werbefilms ein weiteres Glücksmoment: Denn die Bewertung des Testpublikums war derart miserabel, dass Fred Goldberg, der verantwortliche Account-Manager bei Apples Werbeagentur Chiat\Day, die Ergebnisse lieber in der Schublade versteckte.

Bei einem Testscreening wird das Publikum vor und nach Ansehen einer Werbung nach ihrem Eindruck von der Marke befragt, die daraus ermittelten Werte zeigen, wie sehr ein Spot die Ansichten darüber ändert. Ein 30-Sekünder für das Fernsehen würde im Schnitt einen Wert von 29 erhalten, "1984" kam im Test nur auf fünf Punkte. Goldberg wusste jedoch, dass sein Kunde Steve Jobs eher auf seine Intuition hören würde als auf die Marktforschung, so entschied er sich dafür, die Ergebnisse nicht zu zeigen. Das war besser so.

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