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Apps tricksen in Abo-Fallen – Apple reagiert

17.10.2018 | 09:31 Uhr |

Apple hat die Entwickler-Richtlinien für die Zulassung in den App Store aktualisiert und geht verstärkt gegen betrügerischen App-Abos vor.

Ausgetrickst: Abos sind für App-Entwickler eine gute Möglichkeit, permanente Umsatzströme zu generieren. Für viele Anwendungen sind regelmäßige Zahlungen auch sinnvoll, etwa Anbieter von Streaming-Inhalten, Dating-Apps, Spielen oder anderen Entertainment-Apps. Wie "TechCrunch" berichtet, tummeln sich im App Store aber auch etliche Anwendungen, die das Abo-Modell missbrauchen. Insbesondere Utilities finden sich unter den umsatzstärksten Abo-Anwendungen, bei denen man sich fragen muss, warum die Leute diese Apps abonnieren.

TechCrunch vermutet dahinter bewusste Irreführung der Anwender durch unbrauchbare freie Versionen, permanente Aufforderungen zum Abo als In-App-Kauf und gut versteckten Optionen zum Beenden des Abonnements. Negativ fallen etwa Titel wie Scanner App, QR Code Reader, Weather Alarms oder Translate Assitant auf, die Liste ist aber noch viel länger. Dabei tricksen die Anbieter gerne auch mit Versprechungen wie "Free Trial" – das sich nach wenigen Tagen in ein Abonnement verwandelt, wenn man es nicht rechtzeitig in iTunes respektive dem App Store kündigt. Das ist aber im Vergleich zu früher (und zur Konkurrenz des Google Play Store) aber mit etwas Aufwand verbunden.

Wie Entwickler "ehrlicher" Apps klagen, schade derartige Software dem Image des App Store, was auch auf sie zurückfalle. Dabei sei nicht immer der Freigabeprozess des App Store verantwortlich zu machen, da Scammer derartige Funktionalitäten erst nach der Veröffentlichung ihrer Titel freischalteten. Laut "Business Insider" ist sich Apple des Problems bewusst und entfernt nach und nach betrügerische Abo-Apps aus dem App Store. Aus den Entwickler-Kreisen wissen wir, dass Apple nun die Apps mit den Abo-Möglichkeiten strenger überprüft und öfter zurückweist. Auch die Richtlinien für Entwickler bei der Zulassung im App Store haben sich leicht geändert. Der Punkt 3.1.2 legt nun fest, dass der Nutzer vor dem Abschluss von Abo alle notwendigen Infos bekommen soll: Art des Abos, Kosten, Bedingungen etc. Ansonsten wird die App abgewiesen.

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