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Aus für Quicktime Player 7: Warum der Abschied schmerzt

13.04.2018 | 16:04 Uhr |

Mit dem Aus für alle 32-Bit-Apps steht auch der bei Profis beliebte Quicktime Player Pro 7 vor dem Ende.

Apple will in den kommenden Systemen komplett auf 64-Bit umsteigen, Nutzer von High Sierra sehen deshalb seit dem 12.4. bei manchen Apps eine Warnung, der Entwickler müssen die App aktualisieren. Zu diesen unter 10.14 nicht mehr unterstützten 32-Bit-Apps gehört leider auch Quicktime 7 Pro. Vor allem einige Blogger und Podcaster scheinen die kostenpflichtige Version des Players noch zu nutzen, wie viele kritische Beiträge auf Twitter zeigen.

Der bekannte Macworld-Journalist Jason Snell stieß mit seinem Tweet „RIP good Quick Time Player“ allerdings auch auf viel Unverständnis. Das ist kein Wunder, ist doch gerade bei vielen Windows-Anwendern die Player-Version als "Problemkind" bekannt. Aber selbst vielen Mac-Anwendern ist offensichtlich gar nicht mehr bekannt, dass es neben dem Quicktime-X-Vorgänger Quicktime Player 7 eine kostenpflichtige Profi-Version gibt.

Die Pro-Version des Players wird nach dem Kauf über eine Seriennummer freigeschaltet und bietet Funktionen, die beim Nachfolger Quicktime Player X noch immer fehlen: Sehr bequem kann mit der Version 7 etwa einzelne Video- und Audiospuren extrahieren oder verlustfrei ergänzen, also ohne Neucodierung hinzufügen. Man kann außerdem Videos übereinanderkopieren, eine Auswahl abspielen und sehr einfach Videomaterial ergänzen oder herausschneiden. Unterstützt werden außerdem einige alte Videoformate, die heute nicht mehr gebräuchlich sind.

Leider scheint Apple aber nicht zu planen, diese Funktionen auch beim Quicktime Player zu ergänzen. Wie Snell berichtet, hatte er eine Liste der fehlenden Funktionen als Bugreport an Apple übermittelt und bereits eine Antwort bekommen - Apple plane hier keine Änderungen. Das war aber eigentlich abzusehen: Mit Einführung des Quicktime Player X hatte Apple ja auch den Wechsel zu Quicktime-Nachfolger AVFoundation vollzogen. Will man in Zukunft noch mit dem Player Pro arbeiten, wird man wohl auf die nächsten Systemupdates verzichten müssen – oder zu einer Virtualisierungssoftware greifen müssen.

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