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macOS 10.14 Mojave – Beta unterstützt Macbook Pro 2018

17.07.2018 | 10:00 Uhr |

Mit der neusten Version von macOS will Apple mit einem Dark Mode, Privatsphäre, einen verbesserten App Store und kleineren Verbesserungen am Finder wieder in der Gunst der Entwickler gelangen.

Update vom 17. Juli 2018:

Mit der vierten Beta Version unterstützt Apple schon gleich die neuen 2018er Macbook Pro Modelle.   In kurzen Zyklen aktualisiert Apple das neuste macOS Mojave. Seit letzter Nacht ist die vierte Beta für alle Entwickler erhältlich und wiegt satte 2,3 GB. Die letzte Aktualisierung trägt die Versionsnummer 18A336e und kann entweder via der Apple-Entwickler Seite oder den Systemeinstellungen heruntergeladen werden. In den Notizen geht Apple auch auf die noch auftretende Fehler ein, und weißt darauf hin, dass Gruppen FaceTime Anrufe nicht mit früheren Beta Versionen (10.14 Beta 2 und iOS 12 Beta 1) funktionieren. Alles in allem zeigt Apple dass sie am Ball bleiben und mit Mojave hoffentlich das Ökosystem rund um die Macs wieder stabilisieren.

Update vom 29. Juni 2018:

Sieht man sich die Liste der mit macOS 10.14 Mojave kompatiblen Macs an fällt auf, dass diese identisch sind mit jenen Rechnern, die Metal unterstützen, den neuen Grafiklayer, den Apple zunächst für iOS eingeführt hatte. Wer einen älteren Mac hat - etwa ein Macbook Air aus dem Jahre 2011 - habe nun auch einen guten Grund für ein Upgrade, führt Apple Insider aus . Denn Apple hat sich von OpenGL verabschiedet, die alte Technik werde in macOS 10.14 Mojave zwar noch unterstützt aber "missbilligt" und nicht mehr gepflegt. Gut möglich, dass bereits die nächste Version keine auf OpenGL basierte Software mehr ausführt. Metal hatte in iOS den Grund, das "System on a Chip" der Apple eigenen Prozessoren zur Geltung zu bringen. Gerade bei mobilen Systemen ist Effizienz von höchster Wichtigkeit, weshalb Hersteller von aufwendigen GPUs wie AMD und Nvidia hier keine Rolle spielen. Doch Metal 2 weise auch auf dem Mac in die Zukunft, setze es doch stark auf neue Technologien wie AR und VR.

Update vom 27. Juni 2018:

Einen Tag nach Beginn des öffentlichen Beta-Tests von iOS 12 legt Apple auch die erste Public Beta von macOS 10.14 Mojave auf. Wie bei iOS 12 Public Beta gilt: Die Vorabversion ist fehleranfällig, nicht ausgereift hinsichtlich Performance und womöglich inkompatibel mit installierter Software und daher mit Vorsicht zu genießen. Für die Installation empfiehlt sich ein Zweitrechner oder zumindest eine eigene Partition, zuvor sollte man über Time Machine aber noch ein Backup erstellt haben. Die Anmeldung für das Programm, falls noch nicht geschehen, erfolgt über beta.apple.com .

Update vom 20. Juni 2018:

Apple hat nur zwei Wochen nach der alljährlichen Entwicklerkonferenz bereits Beta Version Nummer zwei an alle Entwickler verteilt. Neu ist hier die Art und Weise, wie sich macOS aktualisiert. Mit macOS Mojave zieht die Betriebssystem-Aktualisierung in die Systemeinstellung um und kopiert die iOS-Vorgehensweise. Ein neuer Punkt in den Systemeinstellungen, „Software Update“, betreut nun die Aktualität von macOS. Außerdem kann der Mac jetzt automatisch Updates laden und installieren (nachts, wenn am Strom angeschlossen). Mojave ist auch die erste Version, die einen Versionssprung via „OTA“ (zu Englisch "Over the Air", also ohne Installationsmedium, nur via Cloud) ausführen kann. Version 2 ist circa 2,8GB groß. Neuerungen gibt es kaum. Die Kartenanwendung erscheint jetzt auch im neuen Dark Mode, und der App Store benötigt nicht mehr so viel Platz und passt damit leichter auf kleinere Bildschirme.

Ursprüngliche Meldung vom 4. Juni 2018:

Dark Mode

Entwickler sehnten sich schon lange nach einem dunklen Modus für den Mac. Wer den ganzen Tag an einem Bildschirm arbeitet, findet es einen schwarzen Hintergrund als angenehmer. Anders als bislang nur die Menüleiste schwarz darzustellen, wird es in Zukunft auch möglich sein, das Dock und gesamten Anwendungen einen dunklen Anstrich zu verpassen.

Es werde Nacht. Alle Bedienelemente und Anwendungen können mit macOS 10.14 von hell auf dunkel gestellt werden.
Vergrößern Es werde Nacht. Alle Bedienelemente und Anwendungen können mit macOS 10.14 von hell auf dunkel gestellt werden.

Dark Mode im Detail

Die Beta von macOS 10.14 Mojave steht nach wie vor nur registrierten Entwicklern zur Verfügung, die an sich nichts über Inhalte und Aussehen des neuen Mac-Betriebssystems verraten dürfen. Sie tun's aber doch und posten sogar Screenshots des Nachtmodus, wie bei iDownloadblog . Nicht auszuschließen, dass Apple diese Bilder bald entfernen lässt, daher lohnt ein schneller Blick, der den Eindruck bestätigt, den man schon seit der Keynote am Montag hatte: Ja, der Nachtmodus sieht gut aus, in Apples eigenen Apps wie Kalender oder den den von iOS herüber gezogenen Anwendungen wie Aktien, Home und News. Wie der Nachtmoudus genau funktioniert und was systemweit bedeutet, erklärt iMore ein wenig besser . Fast alles wird dunkel, nur die App-Icons bleiben hell und bunt – mit Ausnahme des Papierkorbs. Drittenwickler müssen aber ihre eigene Form von Dunkelheit definieren, um sich anzupassen. Die Bereitschaft dafür dürfte aber recht groß sein. Mojave führt zudem – nicht nur im Nachtmodus – neben einer einheitlichen Farbe für Hervorhebungen sogenannte Akzente ein: Eine Farbe, in der man Schaltflächen oder Menüauswahlen tönen kann. Rot dürfte dabei im Dunklen am besten wirken, meint iMore-Autorin Lory Gil. pm

App Store mit neuem Design und Namen

Mit die größte Änderung hat der App Store erfahren. Neben einem komplett neuen Design, das sehr an die iOS-Variante angelehnt ist, muss Apple einige rechtliche und monetären Änderungen vorgenommen haben. Denn neben dem Hersteller Adobe, der Lightroom CC in den App Store bringt, hat auch Microsoft nachgegeben und Office 365 in den App Store zur Verfügung gestellt. Probleme gab es in der Vergangenheit vor allem wenn es um Abos, Berechtigungen und Update-Prozesse ging. Apple scheint also auf die großen Softwarefirmen zugegangen zu sein, anders lässt sich die scheinbar plötzliche Änderung nicht erklären.

Der App Store bekommt eine Rundernerung und sieht in Mojave sehr dem iOS Gegenstück ähnlich.
Vergrößern Der App Store bekommt eine Rundernerung und sieht in Mojave sehr dem iOS Gegenstück ähnlich.

Es geht Apple vor allem darum, Apple-Entwickler an macOS zu binden, und die Kombination aus Swift, XCode und Macbook auszuspielen. Dazu benötigen sie aber auch starke Firmen im Rücken, die Feedback geben und andere Entwickler dazu anregen, Apps im Store zur Verfügung zu stellen.

Finder, Quick Look und Desktop

Die kleinsten Änderungen haben den größten Effekt auf die Nutzer. Der Finder bekommt eine neue Ansicht, die sehr an das alte Cover Flow erinnert. Dateien befinden sich als kleine Symbole vertikal angeordnet am unteren Bildschirmrand, die selektierte Datei ist in groß darüber. Dazu hat sich auch die Informationsansicht geändert. Diese blendet jetzt mehr Details in einer dritten, rechten Spalte ein.

Der Schreibtisch räumt sich in Zukunft wie von Geisterhand auf und gruppiert gleiche Dateitypen.
Vergrößern Der Schreibtisch räumt sich in Zukunft wie von Geisterhand auf und gruppiert gleiche Dateitypen.

Daneben können Nutzer intelligente Abläufe via Schaltflächen steuern. Die Informationsansicht bietet am unteren Rand Platz für Abläufe. Selektiert der Nutzer also mehrere PDFs auf einmal, erscheint eine Schaltfläche mit der Möglichkeit diese zu einem einzigen PDF zusammen zu fügen. Quick Look hat auch einige Verbesserungen erhalten. Der Nutzer kann wie gehabt eine Datei auswählen und mit dem Drücken der Leertaste ein Quick-Look-Fenster einblenden. Dieses Vorschaufenster bekommt jetzt fast die gleichen Möglichkeiten wie die Anwendung „Vorschau“. PDFs lassen sich markieren und Videos schneiden.

Die Informationsansicht blendet sich jetzt als dritte Spalte ein und zeigt Kontextbezogene Informationen.
Vergrößern Die Informationsansicht blendet sich jetzt als dritte Spalte ein und zeigt Kontextbezogene Informationen.

Auch gegen vermüllte Schreibtische hat macOS Mojave ein Rezept. Anhand der Dateitypen gruppiert das Betriebssystem die Dateien in Stapeln und zeigt diese am rechten Bildschirmrand an. Eine so intelligente Gruppierung musste bislang von Hand mit dem Automator oder Tools wie Hazel vorgenommen werden.

Privatsphäre

Apple hat lange an der eigenen, harten Richtlinien für die Privatsphären lange festgehalten, das macht sich immer mehr bezahlt. Die Entwicklerteams haben die Gunst der Stunde erkannt und weitere Verbesserungen in Sachen Privatsphäre implementiert. Safari blockiert jetzt standardmäßig „Gefällt Mir“-Schaltflächen von Facebook und anderen Sozialen Medien. Nach einem Warnhinweis können diese bei Bedarf aber wieder angezeigt werden. Auch bieten die Privatsphäreneinstellungen auf dem Mac feinere Einstellungsmöglichkeiten, inwieweit Anwendungen Zugriff auf persönliche Daten haben. Diese umfassen jetzt Kamera, Mikrophon, E-Mails und Nachrichten.

Continuity Camera und Facetime

Mit Continuity Camera beschreibt Apple die Funktion, mit der vom Mac aus die eigene iPhone-Kamera gestartet werden kann. So können Bilder und Dokumente direkt vom iPhone auf dem Mac gespeichert werden. Hilfreich könnte dies beim Erstellen von Präsentationen sein oder beim Vervollständigen von Dokumenten am Mac. Facetime bekommt endlich eine Gruppenfunktion spendiert. Mojave wird es möglich machen, bis zu 32 Teilnehmern in eine Konferenz zusammen zu spannen. Die Zielgruppe dürften hier wohl Geschäftskunden sein, die heute meist auf Google Hangouts oder Skype zurückgreifen.

Weitere Kleinigkeiten

Am Rande kommen noch Verbesserungen in Sachen Bildschirmaufnahmen und Bildschirmvideos, die jetzt ihre eigene Oberfläche mit Schaltflächen erhalten. Außerdem erscheinen Bildschirmfotos wie von iOS 11 gewohnt als kleines Bild am unteren Bildschirmrand, um sie direkt weiter bearbeiten zu können. Selbst Bildschirmhintergründe werden intelligenter. Neue, von Apple zur Verfügung gestellte Hintergründe ändern die Belichtung und andere Merkmale in Bezug zur tatsächlichen aktuellen Tageszeit.

Die Zukunft: iOS Apps auf macOS

Einen Vorgeschmack auf das Jahr 2019 gab es zudem: Apple arbeitet daran, iOS Apps auch unter macOS lauffähig zu machen. In der ersten Phase haben Sie die UI Kit Bibliothek von iOS auch unter macOS zum Laufen bekommen. Dadurch kommen macOS-Nutzer jetzt auch in den Genuss von Nachrichten, Aktien und Sprachmemos. Diese sind mit macOS 10.14 nun auch auf dem Mac verfügbar.

Die finale Version erscheint im Herbst, für Entwickler ist bereits eine Betaversion verfügbar. Lauffähig ist das neue System auf Macs, die Mitte 2012 oder später eingeführt wurden, außerdem Mac Pro-Modelle von 2010 und 2012 mit bestimmten Grafikkarten.

Fazit

Die Luft ist seit einigen Jahren ein wenig raus aus Desktopbetriebssystemen. Die großen Änderungen finden mobil, in Sachen VR und auf dem Handgelenk statt. Mit Mojave kopiert Apple vieles von iOS, verbessert die Privatsphäre und macht das allgemeine Arbeiten mit Dateien noch einfacher. Solche Änderungen hätten es vor circa fünf Jahren nicht mal auf die Bühne geschafft und freudige Nutzer entdeckten die Funktionen nebenher und teilten ihre Erkenntnisse in Foren. Nicht nur in diesen Jahr nehmen diese Kleinigkeiten die große Bühne ein. Ob Apple seine Hausaufgaben wirklich erledigt hat, bleibt abzuwarten. Microsoft hat sich mit der Umstrukturierung von Windows schon fast aus dem Rennen verabschiedet. Mehr und mehr Arbeiten werden von unterwegs aus erledigt, wo Apple mit dem iPhone, dem iPad und der Apple Watch Hardware im Rennen hat, die der Konkurrenz weit voraus ist.

Der Mac wird also weiterhin am Leben erhalten, und im nächsten Jahr mit neuen iOS-Apps sogar noch aufgewertet. Einzig der neue App Store und die aktualisierte Grafikbibliothek Metal versprechen interessante Neuerungen. Wie bereits angedeutet, bleiben die großen Neuerungen aus. Positiv gestimmte Nutzer freuen sich auf das nächste Jahr und hoffen dann auf frischen Wind.

Pessimisten und wohl auch Realisten sehen langsam ein dass macOS nur noch eine Randerscheinung ist, die am Leben gehalten werden muss da Entwickler auf macOS setzten müssen, um die mobilen Geldmaschinen wie iOS und watchOS weiter zu füttern.

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