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Australien: Apple soll 9 Mio. Dollar für ”Fehler 53” bezahlen

19.06.2018 | 10:15 Uhr |

Die australische Verbraucherschutzbehörde ACCC hatte vor gut einem Jahr eine Klageschrift gegen Apple vor Gericht eingereicht und damit jetzt Erfolg gehabt.

Macwelt.de hat ursprünglich schon im April des vergangenen Jahres darüber berichtet: ” Todessignal in iTunes. ’Fehler 53’ beim iPhone 6 ”. Dieser konnte dann auftreten, wenn man ein kaputtes Display oder den Home-Button durch in der Regel günstigere Drittanbieter hat reparieren respektive ersetzen lassen. Das Problem sollte mit dem Update innerhalb von iOS 9.3 behoben sein. Wie mit dem Ärger konkret umzugehen ist, hat Apple selbst auf einer Support-Seite ausführlich beschrieben.

Dennoch liefen die verschiedenen Klagen, darunter auch Sammelklagen, weiter, so eben auch die ursprüngliche in Australien durch die Verbraucherschutzbehörde ACCC. Nach einem Bericht von 9to5Mac hat der Federal Court in Australien, ein Bundesgerichtshof für zivilrechtliche Klagen, im Sinne der Verbraucherschutzbehörde entschieden, dass Apple den klagenden Usern eine Gesamtentschädigung von 9 Millionen australischen Dollar auszahlen müsse (umgerechnet 5,7 Millionen Euro).

Denn Apple habe seinen Kunden den entsprechenden Service verweigert, wenn diese ihr iPhone oder iPad nicht von Apple selbst hatten reparieren lassen. Dagegen argumentierte der ACCC, dass Kunden und Konsumenten das Recht haben müssten, ihre Displays und andere Geräteteile frei von anderen als nur durch Apple-Werkstätten reparieren lassen zu dürfen, solange dies das System des iPhones oder iPads nicht beschädigten.

Zusätzlich zu den 9 Millionen australischen Dollar hat Apple zugesagt, in Zukunft nicht mehr in dieser Weise zu handeln. Diese Zusage gilt als rechtssicher und vor Gericht durchsetzbar.

Apple sicherte außerdem sein bleibendes Engagement für den australischen Markt zu und versprach, auch weiterhin nach Möglichkeiten zu suchen, den eigenen Service zu verbessern. Dazu habe man sehr produktive Gespräche mit dem ACCC geführt.

Kommentar : Mit der prallgefüllten Firmenkasse tun Apple die 9 Millionen australischen Dollar sicherlich kaum weh. Trotzdem ist es aus Kundensicht gut und nötig, dass Apple künftig besser auf Ansprüche und Bedürfnisse seiner gut zahlenden Konsumenten eingehen muss, auch wenn diese sich einmal ”fremder”, dabei deutlich kostengünstigerer Servicestellen bedienen.

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