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Australien will Zugang zu verschlüsselten iOS-Daten

21.07.2017 | 12:08 Uhr |

Wenn Apple mit Strafverfolgungsbehörden in Australien beim Knacken der Handys Verdächtiger kooperiert, droht eine Verschärfung der Gesetze.

Update 21.07.2017:

Cult of Mac hat neue Einzelheiten zu dem Thema "Verschlüsselung in Australien": Laut einem Bericht der Seite stehen Apple-Verantwortliche seit mehreren Wochen in Gespräch mit den australischen Behörden über Verschlüsselung und Sicherheit der Information. Extra dafür sind nach Australien mehrere Top-Manager geflogen, unter anderem sollte auch diese Woche ein Treffen mit dem Generalstaatsanwalt George Brandis stattfinden.

Ursprüngliche Meldung vom 17.07.2017:

Australiens Generalstaatsanwalt George Brandis trifft sich in dieser Woche mit Vertretern Apples, um ein altbekanntes Konfliktthema zu besprechen. Brandis will Apple dazu verpflichten, auf Verlangen von der Polizei oder von Geheimdiensten die konfiszierten iPhones von verdächtigen Kriminellen oder Terroristen zu entschlüsseln. Apple und auch andere High-Tech-Firmen haben derartige Ansinnen immer abgelehnt mit der Begründung, dass damit die Sicherheit der Systeme nicht mehr gewährleistet seien und eben nicht nur Strafverfolgungsbehörden Tür und Tor zu hunderten von Millionen iPhone offen stünden, durch die auch gewöhnliche Kriminelle und Terroristen schlüpfen könnten.

George Brandis hofft auf die Kooperationsbereitschaft des iPhone-Herstellers, droht aber gleichzeitig Konsequenzen an, sollte sich Apple dem Begehr widersetzen. "Wir werden dann eben Gesetze erlassen, die uns solche Zwangsmaßnahmen erlauben, wenn wir nicht die gewünschte Mitarbeit bekommen," erklärte der Generalstaatsanwalt gegenüber Sky News On Sunday in Australien. Es sei nicht gut, wenn man sich hinter der Existenz neuer Technologien verstecke, die die Verschlüsselung der Kommunikation zulassen, und dann bedauernd zu sagen, man sei für eine Kooperation nicht vorbereitet, erklärte Brandis weiter.

Zuletzt hat Apple einen viel beachteten Streit mit den staatlichen Behörden in den USA ausgetragen . Der Hersteller weigerte sich, ein iPhone 5C eines der Attentäter im San-Bernardino-Fall zu entsperren. Schlussendlich hat das FBI behauptet, das fragliche iPhone mit Hilfe einer externen Firma entsperrt zu haben.

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