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Axl Rose schimpft über Cook als Trump der Musik

09.03.2018 | 09:37 Uhr |

Was Axl Rose zu seiner Schimpftirade auf Twitter bewogen hat, ist nicht bekannt. Da war Taylor Swift schon eloquenter.

Rätsel: Twitter dient nicht dazu, tiefe Gedanken zu hegen und komplexe Sachverhalte zu vermitteln, dafür ist auch auf 280 Zeichen kein Platz. Macht nix, meint so manch Mächtiger und verbreitet unreflektiertes und oberflächliches Gedankengut. Das dann gerne Rätsel aufgibt, so etwa der kurze Tweet von Axl Rose, der einfach nur so dahin sagte, Tim Cook sei der Donald Trump der Musikindustrie. Wenn man den Sänger, der auch mal sitzender Weise bei AC/DC ausgeholfen hatte, etwas näher kennt, respektive seine Tweets, dann war das kein Kompliment, den POTUS 45 mag er gar nicht.

Es fehlt aber die Tiefe: Warum ist Cook der Trump der Musik? So weit wir wissen, hat Apple Music keine Mauer zu Mexiko in Planung und es gibt auch keine Einreiseverbot für arabische und persische Künstler und keine Strafzölle für Metal. In den letzten Jahren hat es bei Apple relativ wenige Personaländerungen in der Führungsebene gegeben, an sich hatte Cook nur einmal bei der Besetzung des Nachfolgers von Ron Johnson daneben gelegen. Kein Sonderermittler fragt den Apple-CEO nach windigen Beziehungen seines Teams zu fremden Mächten wie " Griby " und Apple Music muss sich nicht schon im November einer ernsten Testwahl stellen und das Ende für November 2020 fürchten. Axl bleibt uns also ein Rätsel, aber Musiker und ihre Texte sollen ja frei interpretierbar sein.

Dass aber Musiker mit einer öffentlichen Stellungsnahme bei Apple etwas bewirken können, hat vor rund drei Jahren Taylor Swift bewiesen. Nach ihrem Blogpost und der Kritik weiterer Musiker hat Apple eingelenkt und Abspielgebühren an Künstler auch in der kostenlosen Probezeit der Apple Music bezahlt. Der Blogpost von Taylor Swift war aber um einige hundert Wörter länger als der Tweet von Rose.

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