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Batch Photo: Bild- und Stapelbearbeitung für alle Fälle

26.04.2018 | 12:55 Uhr |

Als flottes All-in-One Programm für die Bildverarbeitung für Fotografen, Webdesigner, Geschäftsleute und Privatperson präsentiert sich Batch Photo für Mac und Windows.

Batch Photo von Entwickler Bits & Coffee führt in mehreren einfach zu gehenden Schritten durch die diversen Prozesse, um ganze Stapel und Ordner von digitalen Fotos mit Filtern, Effekten und anderen Funktionen zu versehen. Dazu gehören etwa Wasserzeichen oder Kommentare, das Einfügen von Datum und Uhrzeit, Umbenennen und Konvertieren von Bildern, aber auch klassische Bildbearbeitung wie Ändern der Auflösung, Verbessern von Kontrast und Helligkeit und anderes mehr. Hinzu kommen jede Menge Filter wie Ölgemälde, Relief, Sepia oder Schwarz und Weiß und so weiter.

Schnell und im Stapel

Das Besondere an Batch Photo ist aber nicht nur, dass es nach eigener Auskunft mit praktisch allen Bildformaten zurechtkommt, einschließlich RAW, es hat außer der Schnelligkeit bei der Stapelbearbeitung auch Zugriff auf Ordner und FTP-Server, sobald dort neu hinzugefügte Bilder auftauchen und diese nach vom User vorher festgelegten Kriterien automatisch bearbeitet werden sollen.

Von dieser Vielfalt dieses Programms, die der Entwickler ausführlich hier beschreibt , haben wir uns für einen Kurztest auf dem Mac einige Funktionen genauer angesehen.

Vier Arbeitsschritte zum Ziel

Die Benutzeroberfläche von Batch Photo ist recht überschaubar und einfach gehalten. Man hat prinzipiell vier Arbeitsschritte, die man innerhalb desselben Programmfensters nacheinander abarbeitet und die klar markiert sind. Im ersten fügt man die Fotos oder einen Ordner hinzu. Hier erhält man auch eine Vorschau für die einzelnen Bilder. Im zweiten Schritt kommen die diversen Filter dazu. Das können aus der Auswahl beliebig viele sein, eine entsprechende Vorschau zeigt pro Foto, wie das im Ergebnis aussieht. Wir wählen zum Beispiel Wasserzeichen, Ölbild, Kommentar, automatische Bildverbesserung und Vergrößerung der Auflösung. Dies wenden wir auf sämtliche Fotos an. Nur kurz sei vermerkt, dass zwar die Benutzeroberfläche komplett auf Deutsch vorliegt, aber die Filter bisher nur in englischer Sprache erscheinen, immerhin mit einer deutschen Quickinfo, wenn man mit der Maus darüber fährt.

Der nächste Schritt ist die Einrichtung, hier kann man beispielsweise den Zielordner auswählen, der keineswegs nur auf dem eigenen Mac oder Windows liegen muss, sondern wie erwähnt auf einem FTP-Server. Man kann die fertigen Bilder auch direkt per E-Mail versenden, auf Facebook hochladen oder auf Flickr. Wir beschränken uns auf einen Zielordner auf unserer Festplatte. Weitere Details wie das Ausgabeformat lassen sich ebenfalls hier festlegen.

Kleine Sprachverwirrung

Mit Klick auf den Knopf "Bearbeiten" wird man auf Deutsch gefragt, ob man zur Bearbeitung der in unserem Fall 73 Fotos bereit ist – geantwortet wird seltsamerweise auf Englisch mit No oder Yes. Auch wenn das nicht weiter stört, sollte man sich jedoch schnell für eine einheitliche Sprachausgabe entscheiden. Dann geht es los – ein Fenster zeigt die geschätzte Bearbeitungszeit an, die auch mit einer leichten Erhöhung eingehalten wird. Für die über 70 Fotos braucht das Programm mit sämtlichen Filtern acht Minuten, das ist recht flott.

Monitor überwacht auch FTP-Ordner

Eine andere Besonderheit haben wir uns angesehen, wie oben erwähnt: Ordner lassen sich nach Einrichtung mit einem Bearbeitungsprofil in bestimmten Zeitphasen wie alle 30 Sekunden oder jedem anderen beliebig eingegebenen Intervall überwachen. Kommen dort neue Fotos hinzu, indem man sie in den Ordner zieht oder kopiert, sollte der Monitor das bemerken und die Bearbeitung einsetzen. Was bei uns nach allerdings etwas mühsamer Einarbeitung auch funktioniert, die einzelnen Schritte dazu sind nicht sofort intuitiv zugänglich, dann aber klappte es zumindest offline gut.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Eine Testversion erhält man direkt über die Homepage des Anbieters . Wir haben die Enterprise-Version getestet, die für 130 US-Dollar angeboten wird und auf Windows und Mac läuft. Es gibt eine günstigere Home-Version für 30 US-Dollar sowie die Pro-Ausgabe für 50 US-Dollar, eine Vergleichstabelle findet sich hier . So gibt es die FTP-Funktionalität erst ab Pro, der Monitor kommt nur mit der Enterprise-Edition zum Zuge und anderes mehr. Auch die unterstützten RAW-Kameraformate findet man dort.

Dazu gibt es eine kostenlose Online-Version, die man direkt im Browser ausführen kann und die immerhin auch ein paar Funktionen beherrscht: BatchPhoto Espresso. Die Systemvoraussetzungen sind ansonsten erfreulich niedrig, auf einem PC benötigt man mindestens Windows XP, und ein Apple-Rechner sollte mit wenigstens OS X 10.7 ausgestattet sein.

Fazit und Empfehlung

Batch Photo ist vor allem in der von uns getesteten Enterprise-Version eine Bildbearbeitung mit zahlreichen guten Funktionen, die mit der Option zum FTP-Zugriff oder der Ordnerüberwachung online und offline einiges an Mehrwert zu bieten hat. Obwohl die Benutzeroberfläche nicht wirklich Mac-like wirkt, ist sie dennoch mit den vier grundsätzlichen Schritten übersichtlich und leicht zu bedienen, nur die Monitor-Funktion bereitete uns bei der Aktivierung einige Kopfzerbrechen. Doch damit kommt man schließlich klar. Ob man für den ganz hohen Preis für die Enterprise-Ausgabe bereit ist, hängt vom eigenen Bedarf ab – diese ist am ehesten für Profis geeignet. Ansonsten ist Batch Photo einfach mal anders und damit auf jeden Fall interessant sowie mit guter Funktionalität ausgestattet.

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