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Bedienungshilfen: Nützliche Features für iOS und macOS

17.04.2017 | 07:42 Uhr |

Auf dem iPhone, iPad oder Mac sind die Bedienungshilfen gut versteckt. Manche wissen noch nicht mal um ihre Existenz, andere halten die Features für irrelevant. Dabei sollte jeder Nutzer zumindest einen Blick in die Feature-Liste schmeißen und sich vergewissern, ob nicht doch etwas von Nutzen sind.

Nutzer, die keinen besonderen Grund haben, werden wahrscheinlich nie die Bedienungshilfen für das iPhone oder den Mac einsehen. Auf der einen Seite ist es wahr, dass die dort zu findenden Einstellungen größtenteils für Personen gedacht sind, bei denen eine bestimmte physische Notwendigkeit für Hilfen besteht. Anwender, die nicht zu dieser Nutzergruppe gehören, können sich gar nicht vorstellen, wie stark auch sie von den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten profitieren könnten.

In den Bedienungshilfen hat Apple einige spezifische Einstellungsmöglichkeiten versteckt, die sich – wer hätte es gedacht - stark auf die Bedienung des jeweiligen Geräts auswirken. Aus diesem Grund sollte jeder Nutzer diese Optionen einsehen und herausfinden, ob das ein oder andere Feature nicht vielleicht doch ein Problem lösen kann, von dessen Existenz man davor noch gar nichts wusste.

iOS-Bedienungshilfen

Um die diversen Bedienungshilfen auf iOS-Geräten einsehen zu können, wählen Sie Einstellungen > Allgemein > Bedienungshilfen .

Zoom

Wenn Ihre Augen auch nicht mehr so gut sind wie früher, sollte Ihnen die Zoom-Funktion weiterhelfen können. Die Zoom-Intervalle lassen sich mit einem Faktor von 1,2 bis 15 einstellen, zusätzlich kann die Steuerung des Zoom-Controllers eingeblendet werden. Ist die Funktion erst einmal aktiviert, tippt man zum Zoomen lediglich mit drei Fingern auf den Bildschirm.

Lupe

Die Lupenfunktion schaltet die Kamera ein, die daraufhin mal eben zur Lupe mutiert. Sobald diese Bedienungshilfe aktiviert ist, kann man die Lupe mit einem dreifachen Klick auf den Home Button aufrufen. Daraufhin lassen sich die Gegenstände, die von der Kamera erfasst werden, mit einem Regler je nach Bedarf vergrößern oder wieder verkleinern. Blitzlicht, Helligkeit und Kontrast lassen sich  ebenfalls aktivieren und individuell konfigurieren. Der Auslöser-Knopf schießt beim Betätigen keine Fotos, sondern stabilisiert einen Bildausschnitt, der sich wiederum nach Belieben vergrößern lässt.

Display-Anpassungen

Hier lassen sich nicht nur die Farben umkehren, sondern auch Farbfilter aktivieren. Personen, die farbenblind sind oder Schwierigkeiten haben, den auf dem Display dargestellten Text zu lesen, kann der Farbfilter helfen. Diese können unter anderem auch bei Rot/Grün- oder Blau/Gelb-Schwächen helfen, die Intensität kann je nach Ausprägung der Sehschwäche angepasst werden.

 

Größerer Text

Wer eine größere Schrift auf dem iOS-Gerät bevorzugt, kann dies ganz leicht über einen Schieberegler einstellen. Darüber hinaus lässt sich die Option Größerer dynamischer Text einstellen, somit passen Apps, die diese Funktion unterstützen, die mit dem Schieberegler festgelegte Textgröße an.

 

Die Option Fetter Text erfordert zwar einen Neustart des Geräts, macht dafür aber manche Texte deutlich lesbarer.

 

Tastenformen

Dieses Feature ist im Großen und Ganzen lediglich ein Facelift für die Menü-Felder. Um vom einen Menü wieder in das vorherige zu kommen, tippt man oben links auf die blau markierten Menü-Bezeichnungen, wie zum Beispiel „Allgemein“. Sind die Tastenformen aktiviert, erscheinen diese Felder zwar immer noch in der Farbe Blau, allerdings befindet sich zusätzlich ein grauer Pfeil hinter der Menü-Bezeichnung. Eine nette optische Unterstützung.

 

Bewegung reduzieren

Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn: den sogenannten Parallaxeneffekt bei Symbolen. Ist das Feature aktiviert, werden die Apps auf dem Homescreens bei leichten Bewegungen mit bewegt, sodass ein minimaler 3D-Effekt entsteht. Wer darauf verzichten mag, kann diese Einstellung in Bewegung reduzieren abstellen. Im gleichen Menü kann man darüber entscheiden, ob die Nachrichteneffekte animiert werden sollen oder nicht.

 

3D Touch

Wer im Besitz eines iPhone 6S oder eines neueren Modells ist, kann den 3D-Touch auch deaktivieren oder gegebenenfalls die Druckstärke einstellen – besonders hilfreich, wenn man von Natur aus ein „starker Drücker“ ist und das Feature rund um den 3D Touch somit leicht ausgelöst wird.

 

Zum Widerrufen schütteln

Erstellt man zum Beispiel eine Nachricht oder eine Notiz und möchte die Eingabe widerrufen, kann der Nutzer ganz einfach das iPhone schütteln. Daraufhin wird zur Sicherheit nochmal abgefragt, ob die Eingabe tatsächlich widerrufen werden soll – und schon ist die eingetippte Nachricht wieder gelöscht.

 

Home Button

Hier kann man nicht nur die Klickgeschwindigkeit eingestellen, sondern auch die Art und Weise, wie das iPhone entsperrt wird. Entweder nur mit einfachem Auflegen des Fingers oder aber mit zusätzlichem Drücken des Home Buttons.

 

  Mac-Bedienungshilfen

Im Vergleich zu iOS-Geräten bietet der Mac nicht so umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten innerhalb der Bedienungshilfen. Nichtsdestotrotz sind auch hier ein paar hilfreiche Features zu finden. Gehen Sie dafür auf Systemeinstellungen > Bedienungshilfen .

 

 

Über den Bedienungshilfe-Kurzbefehl Alt + Command + F5 erhält man – sofern dies vorher aktiviert wurde – einen Schnellzugriff auf die Features:

-       Zoomen

-       VoiceOver

-       Einfingerbedienung

-       Tastenverzögerung

-       Mausbedienung

-       Bildschirmfarbe umkehren

 

Anzeige

Wem der Cursor zu klein ist, kann dies in Anzeige ändern. Ein ebenfalls sehr nützliches Feature: sollte man den Cursor im digitalen Wirrwarr „verloren“ haben und nicht auf Anhieb wiederfinden können, kann man ganz einfach den Mauszeiger schütteln. Daraufhin erscheint dieser für einen kurzen Moment in der maximalen Größe.

 

Audio

Hier kann man nicht nur einstellen, dass Stereo-Audio als Mono wiedergeben wird, sondern auch, dass der Bildschirm kurz aufblinkt, wenn ein Warnton ertönt. Dies kann vor allem dann nützlich sein, wenn der Mac auf stumm geschaltet ist und somit die Funktion des Warntons nicht mehr möglich ist.

 

 

 

 

 

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