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Benachrichtigungen: Wie iOS von Android P lernen könnte

14.05.2018 | 11:20 Uhr | Peter Müller

Benachrichtigungen können unter iOS 12 besser werden. Ein Vorbild hat unser Kollege bereits ausgemacht.

Die Public Beta von Android P erscheint diese Woche, auf iOS 12 werden wir uns noch ein wenig gedulden müssen. Vielleicht ist es für die Entwickler in Cupertino noch nicht zu spät, sich die ein oder andere Inspiration zu holen. Insbesondere die Benachrichtigungszentrale von iOS bräuchte einen neuen Ansatz und könnte sich derer von dem Pendant auf Android P bedienen, meint Macworld-Autor Michael Simon .

Während nämlich die Benachrichtigungen von iOS recht unübersichtlich sind – es beginnt damit, dass bei entsperrtem iPhone die Zentrale gut versteckt ist – glänzt die von Android schon seit einigen Versionen mit sinnvollen Features, was in Android P aus Simons Sicht lediglich noch optimiert wurde. Die Benachrichtigungen einzelner Apps sind etwa in Kanäle sortiert und so leichter wieder auffindbar, Android P zeigt zu den Benachrichtigungen von E-Mails und Messages auch gleich passende Antworten an, die man einfach antippen und versenden kann, ohne die Apps zu öffnen. Direkt aus dem Zentrum heraus kann man Benachrichtigungen für bestimmte Apps mit einem langen Tipp abstellen oder zumindest für eine gewisse Zeit unterdrücken. Sortieren lassen sich die Meldungen nicht nur chronologisch, sondern auch nach den wichtigsten oder meist genutzten Apps.

Das Notification Center benötige also dringend eine Renovierung, um wieder nützlich zu werden und nicht mehr zu nerven. Dass bei Apple immer noch gute Ideen rund um Benachrichtigungen entstehen, zeige etwa die Screenshot-Funktion von iOS 11. Zuvor legte das System das Bildschirmfoto einfach in die Fotomediathek ab, nun erscheint auf dem Bildschirm zunächst eine Miniatur, die man gleich bearbeiten kann, mit Anmerkungen oder Beschneidungen, und dann oder auch sofort verschickt – gespeichert werden muss das Foto nicht mehr zwangsläufig. Gerade beim iPhone X und seinem neuen Bedienungskonzept, das schon für viele versehentliche Screenshots verantwortlich zeichnete, ist das sinnvoll. So sinnvoll, dass sich seinerseits Google für Android P davon hat inspirieren lassen.

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