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Berliner CDU will Smartphone-Verbot an Grundschulen

19.04.2018 | 13:31 Uhr |

Schülerinnen und Schüler sollen sich auf den Unterrichtsstoff konzentrieren und nicht mit dem Smartphone spielen. Darüber herrscht weitgehend Konsens – der Weg dahin ist umstritten.

Auf einer Klausurtagung hat der Berliner CDU-Vorstand kürzlich beschlossen, dass alle Grundschüler zur Erreichung eines ”Regelstandards” unter anderem auch kein Smartphone mit an Berliner Grundschulen bringen dürften – das ist jedenfalls die Forderung der Politiker, um den ”Masterplan Grundschule” zu erfüllen. Ausführlich berichtet darüber Futurezone.de . Die CDU will demnach, dass die Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis vier ihre Smartphones am Schuleingang abgeben sollen, wo sie diese nach Schulende abholen können. Die bildungspolitische Sprecherin der Berliner CDU-Fraktion, Hildegard Bentele, sieht dabei  zwar vor allem die Eltern gefordert, Schulen dürften sich aber der Verantwortung nicht entziehen, zumal sie dann mit den Konsequenzen im Unterricht direkt zu kämpfen hätten, wenn die Schüler lieber aufs Handy starren statt mitzuarbeiten. Im Alter von sechs bis neun Jahren bräuchten Kinder kein Smartphone, um Lesen, Schreiben oder Rechnen zu lernen.

Gegenüber dieser ”harten” Berliner CDU-Position gibt es aber auch andere Stimmen von Eltern und Pädagogen. Schließlich hätten Verbote noch selten den erwünschten Erfolg gebracht, lieber sollte man auf klare Regelungen mit dem Handyumgang in der Schule und den Einfluss der Eltern setzen. So wären auch Absprachen mit den Eltern denkbar, wie oder ob Kinder Smartphones in der Schule zum digitalen Lernen nutzen dürften, wobei Schule und herkömmlicher Unterricht immer Vorrang haben müssten.

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