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Bestätigt: Apple entfernt 25.000 Glücksspiel-Apps aus China App Store

20.08.2018 | 10:18 Uhr |

Wie der chinesische Staatsfernsehsender CCTV mitteilt, hat Apple am Sonntag zahlreiche verbotene Glücksspiel-Apps aus dem Store gelöscht.

”Glücksspiel-Apps sind illegal und im App Store in China nicht erlaubt”, teilt Apple in einem Statement mit. Man habe bereits zahlreiche Apps und Entwickler aus dem App Store entfernt, die versuchten, illegale Glücksspiel-Apps zu verbreiten, und man werde auch in Zukunft darauf achten, dass diese ihren Weg nicht in den Apple App Store finden, heißt es beim iPhone-Konzern weiter. Dies berichtet "Macrumors" im Anschluss an das "Wall Street Journal".

Die 25.000 Glücksspiel-Apps entsprechen demnach in ihrer Gesamtheit weniger als zwei Prozent der geschätzten 1,8 Millionen Apps im App Store des Landes. Offizielle Zahlen hat Apple aber bisher nicht bestätigt.

Der iPhone-Hersteller hat bereits zuvor in diesem Monat Glücksspiel-bezogene Apps ins Visier genommen und betroffenen Entwicklern mitgeteilt, dass man in Übereinstimmung mit den Gesetzen des Landes beziehungsweise den Anforderungen der dortigen Regierung illegale Glücksspiele-Aktivitäten unterbinden werde. Dies betreffe sowohl Apps, die mit echtem Geld handeln als auch solche, die eine Glücksspielerfahrung lediglich simulieren. Die entsprechenden Apps habe man aus dem App Store entfernt. Das Anbieten anderer Apps im App Store sei aber weiterhin auch für diese Entwickler zulässig. Außerdem könnten Entwickler mit einem verifizierten Benutzerkonto eines eingetragenen Unternehmens im Entwicklerportal weiterhin auch Glücksspiel-Apps im App Store anbieten.

Glücksspiele im App Store: Legal, illegal, ganz egal?

Kritisiert wird unter anderem, dass Apple in diesem Zuge auch, wohl versehentlich, Apps entfernt hatte, die mit Glücksspiel gar nichts zu tun haben. Andererseits finden viele die Unterwerfung unter die Gesetze eines autoritären Staates in China nicht gut. So hat Apple auch VPN-Apps aus dem App Store in China entfernt , die den Bürgerinnen und Bürgern dort Zugriff auf externe Inhalte ermöglichten, aber auch beispielsweise die App der in China politisch unerwünschten New York Times . Apple-Chef Tim Cook bemerkte dazu, man würde lieber keine Apps löschen müssen, aber wie in anderen Staaten auch, halte man sich an das gültige Gesetz der Länder, in denen man Geschäfte betreibe.

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