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Bitkom: 71 Prozent können sich kein Leben ohne Smartphone vorstellen

27.02.2017 | 15:44 Uhr |

Anzahl der Smartphone-Nutzer ist weiter gestiegen, vor allem der Anteil älterer Smartphone-Nutzer sinkt.

Smartphones sind für viele kaum noch aus dem Alltag wegzudenken, laut der Bitkom hat sich das sogar im letzten Jahr noch weiter verstärkt. Für 80 Prozent der befragten Deutschen sind Smartphones aktuell eine große Erleichterung im Alltag, im letzten Jahr waren es noch 67 Prozent. Ein Leben ohne Smartphone können sich heute nur noch 29 Prozent der Bundesbürger vorstellen, im letzten Jahr waren es immerhin noch 39 Prozent. Es sind außerdem nicht mehr nur junge Menschen, die ein Smartphone besitzen. Vor allem bei über 65-Jährigen ist der Anteil an iPhone- und Android-Nutzer rapide gewachsen, gegenüber dem Vorjahr von 28 Prozent auf 39 Prozent. 78 Prozent aller über 14-Jährigen besitzen 2017 ein Smartphone, also insgesamt 54 Millionen Nutzer. Man kann deshalb wohl davon ausgehen, dass es sich bei den Mobile-Verächtern vor allem um ältere Mitbürger handelt.

Internet of Things noch ein Randthema

Internet of Things ist das große Medienthema, die Bitkom hat sich deshalb bei den Befragten erkundigt, mit welchen Geräten sie ihr Smartphone schon einmal verbunden haben. Sieger ist des Deutschen liebstes Alltagsgerät: Das Auto mit 36 Prozent. Smartwatch und Audio-Geräte folgen mit 19 und 15 Prozent. Mit kleinem Abstand folgen Fitnessarmband, Spielekonsole und Smart-TV. Schlusslicht sind Haushaltsgeräte, weniger als ein Zehntel haben ihr Smartphone schon mal mit einem Haushaltsgerät wie einer Philips Hue oder intelligenten Kaffeemaschine verbunden.

Kamera und Google

Häufigster Wunsch für das nächste Smartphone ist bessere Akkuflaufzeit.
Vergrößern Häufigster Wunsch für das nächste Smartphone ist bessere Akkuflaufzeit.

Wozu wird das Smartphone verwendet? Glatte hundert Prozent nutzen es weiterhin zum Telefonieren, als Kamera stolze 90 Prozent. Suchmaschinen bzw. Google fragen 79 Prozent damit ab, weitere Hauptnutzungen sind Musik hören, Nachrichten lesen und Soziale Netzwerke. Mit 46 Prozent und 43 Prozent ziemlich abgeschlagen sind die Funktionen Banking und Shopping. Aber auch Dating per Smartphone ist mit 22 Prozent wohl auf bestimmte Altersgruppen beschränkt.

Bei der Frage, was man im letzten Jahr per Smartphone erworben hat, ist ein Einkauf per Online-Shopping (also beispielsweise über Amazon und Zalando) mit 51 Prozent der Spitzenreiter. Immerhin 28 Prozent erwarben Spiele und 22 Prozent buchten Reisen oder Bahnfahrten. Schlecht für Verlage: Nachrichtentexte erwarben nur 19 Prozent der Deutschen, Musik gerade einmal 17 Prozent und magere 13 Prozent Filme und Videos.

Interessant: Die Zahl der Nutzer ist zwar gestiegen, die Erlöse und die Absatzzahlen für Smartphones stagnieren auf aber auf hohem Niveau. Gegenüber dem Vorjahr wuchs der Umsatz in Deutschland von 10 auf 10,1 Milliarden, die Anzahl der verkauften Geräte sank von 25,2 auf 24,8 Millionen Geräte. Noch 2015 lag der Absatz bei 10,6 Milliarden Euro, bei 26,2 Milliarden Geräten. Pro Smartphone gab ein Käufer also etwa 400 Euro aus, ganz wie in den Vorjahren. Offensichtlich sind die Deutschen außerdem gut mit aktuellen Geräten versorgt: Die meisten Befragten besitzen ein relativ neues Modell, nur bei 37 Prozent ist das Gerät älter als zwölf Monate.

Das Datenvolumen ist dagegen rasant gestiegen und liegt aktuell beim 1200 Millionen Gigabyte. Vor einem Jahr lag es noch bei 860 Millionen, vor zehn Jahren bei 11 Millionen.

Wünsche für das nächste Smartphone

Bei der Frage, was sich die Befragten für ihr neues Smartphone wünschen, stehen Qualität und Leistung im Vordergrund. 55 Prozent wünschen sich eine längere Akkulaufzeit, 42 Prozent mehr Speicherkapazität. Jeder Dritter hätte außerdem gerne eine bessere Kamera im nächsten Gerät, jeder vierte außerdem mehr Rechenleistung. Nur drei Nennungen waren hier möglich, weitere Wünsche wie größeres Display, 3D-Funktionalität und Wasserdichtigkeit wählen nur wenige. Wenig Wert legen die Befragten anscheinend auf das Aussehen, nur 5 Prozent legen Wert auf ein schöneres Design nur 4 Prozent auf einen geschwungenen oder biegsamen Bildschirm.

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