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Bitkom fordert elektronische Bezahloption an jeder Verkaufsstelle

21.11.2018 | 10:58 Uhr | Thomas Hartmann

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V. (Bitkom) will, dass Kunden überall die Wahl haben, auch elektronisch für ihre Ware zu bezahlen.

Dies fordert die Bitkom als Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche. In einem Positionspapier  ( //www.mobiflip.de/wp-content/uploads/2018/11/181116_bitkom-thesen-zur-wahlfreiheit-beim-bezahlen.pdf:PDF ) empfiehlt sie der Bundesregierung, Konsumenten die Wahlfreiheit zwischen baren und elektronischen Bezahloptionen zu ermöglichen, indem sie die Akzeptanz mindestens einer elektronischen Bezahloption an jedem Point-of-Sale verpflichtend vorschreibt. Ansonsten verliere die Bundesrepublik bei der Digitalisierung zusehends den Anschluss an andere Nationen. Den Rückstand sieht die Bitkom bereits jetzt im Bereich E-Government etwa gegenüber den skandinavischen Ländern, aber auch im Vergleich zu Österreich. Und beim elektronischen Bezahlen zeige sich ein ähnliches Bild: In Schweden würden bereits 95 Prozent des Umsatzes im stationären Einzelhandel elektronisch abgewickelt – in Deutschland nicht einmal die Hälfte. Hier erwartet die Bitkom von einer flächendeckenden Ausweitung elektronischer Bezahlmethoden eine Katalysatorfunktion für die Digitalisierung in Deutschland.

In sieben Thesen will die Bitkom die Vorteile der flächendeckenden elektronischen Bezahlform aufzeigen. So schaffe diese für die Verbraucher Freiheit, selbst zu entscheiden, wie diese bezahlen wollen, ob mit Bargeld oder elektronisch. Es würde außerdem Zeit sparen und längere Schlangen an Kassen oder Fahrkartenautomaten reduzieren, weil elektronisches, kontaktloses Bezahlen deutlich schneller gehe. Und es bringe Händlern sogar mehr Umsatz, weil dadurch ein Nachteil gegenüber Online-Shops gerade bei jüngerer Kundschaft ausgeglichen werde. Dazu kommen weitere Argumente, welche die Bitkom in dem PDF stark macht.

Immerhin lässt sich in Deutschland inzwischen mit vielen Giro-Karten oder Kreditkarten, teilweise auch Smartphones an Kassen kontaktlos zahlen, sofern diese das unterstützen. Was bei kleineren Betrieben wie etwa Bäckern selten der Fall ist, obwohl hier nur kleine Beträge schnell abzurechnen sind und dies viel mit kosten kann. Demnächst wird auch Apple Pay in Deutschland verfügbar sein. Auch dieses wird jedoch nur dort einsetzbar sein, wo die Läden und Betriebe es unterstützen.

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