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Bitkom-Umfrage zum mobilen Bezahlen: Nur 30 Prozent nutzen es bisher

30.01.2019 | 09:43 Uhr | Stephan Wiesend

Laut einer Umfrage der Bitkom ist die Zahl der deutschen Mobil-Zahler noch gering, kaum jemand nutzt dazu eine Smartwatch.

Zu den interessantesten Funktionen der Apple Watch gehört die Nutzung fĂŒr mobiles Bezahlen, damit ist man in Deutschland aber noch ein echter Exot: Laut einer aktuellen Umfrage der Bitkom im Rahmen des Safer Internet Day nutzten gerade einmal 30 Prozent der Befragten das mobile Zahlen per Smartphone, davon bezahlten gerade einmal 3 Prozent schon einmal mit einer Smartwatch wie der Apple Watch – vielleicht Ă€ndert sich ja dies nach EinfĂŒhrung von Apple Pay.

Bei den mobilen EinkĂ€ufen wurden ĂŒbrigens nicht nur EinkĂ€ufe ĂŒber den drahtlosen Standard NFC berĂŒcksichtigt, sondern auch die Bezahlung per QR-Code.

Beliebt ist das mobile Zahlen offenbar vor allem im Supermarkt. 53 Prozent der Mobilzahler haben bereits in einem Supermarkt ihren Einkauf per Smartphone oder Smartwatch bezahlt, immerhin 34 Prozent beim Kauf von Mode, Technik und Möbeln. Weit weniger beliebt ist der drahtlose Einkauf dagegen beim Kauf der Fahrkarte oder Tickets fĂŒr Veranstaltungen. Vor allem aber bei CafĂ©s und Restaurants ist Mobile Payment offensichtlich noch ein Fremdwort, nur 4 Prozent nutzten es in GaststĂ€tten. Besonders im letzteren Fall stellt sich die Frage "Beliebtheit vs. VerfĂŒgbarkeit", denn insbesondere in den kleineren CafĂ©s und BĂ€ckereien steht man vor der Herausforderung, selbst wenn man mit einer normalen EC-Karte bezahlen will.

Positive und negative Erfahrungen gibt es von den Nutzern dabei zu berichten: 38 Prozent stimmten zu, dass sie beim mobilen Zahlen Zeit gespart hĂ€tten, allerdings wurden laut Umfrage 29 Prozent dabei „skeptisch beĂ€ugt“ oder mussten sich kritische Kommentare anhören. Was wir interessant fanden: Nur 16 Prozent stimmen mit der Ansicht ĂŒberein, das Einrichten des Bezahlens am MobilgerĂ€t wĂ€re einfach gewesen. Hier kann offenbar noch viel verbessert werden.

Es ist aber weniger der Bedienkomfort oder Unwissen ĂŒber die Technik, die die eingangs erwĂ€hnten 70 Prozent der Nutzer vom mobilen Zahlen abhĂ€ngt – die grĂ¶ĂŸte Anzahl der Nutzer fĂŒhrt Sicherheitsbedenken als den Grund an, warum sie bisher lieber zu anderen Zahlungsmitteln greifen.

Dass Bargeld langsam an Bedeutung verliert, erwartet aber der grĂ¶ĂŸte Teil der 1005 Befragten. So glaubten bei einer Umfrage vor einem Jahr noch 40 Prozent, Bargeld wĂ€re auch noch in 20 Jahren das dominierende Zahlungsmittel. Ein Jahr spĂ€ter erwarten dies nur noch 34 Prozent und 38 Prozent eine Ablösung sogar schon in zehn Jahren.

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