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Bluetooth 5: Was Sie wissen müssen

16.03.2018 | 13:24 Uhr |

Mehr Geräte, größere Reichweite und noch schneller – klingt auf den ersten Blick gut. Allerdings muss eine Bedingung erfüllt sein, damit man Bluetooth 5 nutzen kann.

Bluetooth ist mittlerweile zu einem wichtigen Protokoll der Vernetzung geworden: Egal ob Apple Watch, Musikboxen oder Kopfhörern, wie den EarPods – heutzutage ist Bluetooth unverzichtbar. Die neueste Entwicklung auf diesem Gebiet nennt sich Bluetooth 5 und hat so manch signifikante Verbesserung mit sich gebracht. Benötigt wird die Technologie vor allem mit der zu erwartenden Geräteflut, die mit dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) einhergeht. Wer ein iPhone 8 oder X besitzt, kann bereits das „neue“ Bluetooth nutzen. Hier sind fünf Fakten zur aktuellen Wireless-Technologie, die Sie kennen sollten.

1. Es heißt einfach „Bluetooth 5“

Frühere Bluetooth Versionen hatten einen Dezimalpunkt, sodass die Versionen „1.0“, „3.0“ oder „Bluetooth v4.1“ genannt wurden. In dem 4.0 Update führte Bluetooth ein sogenanntes „Low-Energy Protocol“ ein, welches auch als „Bluetooth LE“ bezeichnet wurde. Bei Version 5 wurde der Dezimalpunkt jedoch entfernt, auch ein „v“ oder „LE“ sucht man vergebens, auch wenn es ein Low-Energy Protocol weiterhin beinhaltet. Nichtsdestotrotz heißt es einfach Bluetooth 5.

2. Neue Hardware benötigt

Um die Vorteile von Bluetooth 5 nutzen zu können, benötigt man neue Hardware. Das iPhone 8 und 8 Plus, sowie das iPhone X sind standardmäßig damit ausgerüstet. Apple gehörte (neben Samsung und dem Galaxy S8) mit zu den ersten Herstellern eines zu Bluetooth 5 kompatiblen Smartphones. Die zu koppelnden Geräte müssen allerdings auch mit zu Bluetooth 5 kompatibler Hardware ausgestattet sein. Das heißt: Bluetooth-5-Kopfhörer, Smart-Home-Geräte, Lautsprecher, Tastaturen und Mäuse… In High-End-Telefonen wird Bluetooth 5 sehr schnell zum Standard, in anderen Geräten aber vorerst noch nicht. Daher werden wir zunächst noch keine große Verbreitung von Bluetooth-5-Geräten beobachten können, solange diese Technik in den meisten Telefonen, Tablets oder Laptops verbaut ist.

3. Ist Bluetooth 5 rückwärts kompatibel?

Die gute Nachricht ist jedoch, dass Bluetooth-5-Hardware mit früheren Bluetooth-Versionen kompatibel ist. Das iPhone X hat keinerlei Probleme, sich mit älteren Bluetooth-Versionen zu koppeln. Die Vorteile von Bluetooth 5 kann man mit älteren Versionen aber leider nicht erfahren.

4. Größere Reichweite

Die Reichweite von Bluetooth 5 soll etwa vier Mal so groß sein wie die von Bluetooth 4.2 LE. Genauer gesagt: Bluetooth 5 soll eine Reichweite von rund 240 Metern gewährleisten. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um einen theoretischen Wert. In der Praxis wird dieser sicherlich nicht ganz so hoch ausfallen, im Vergleich zu den früheren Bluetooth-Versionen handelt es sich hierbei jedoch um eine deutliche Verbesserung.

5. Zielgruppe: IoT

Bei nahezu allen größeren Verbesserungen von Bluetooth 5 handelt es sich um exklusive Low Energy Mode (BLE)-Features. Zum ersten Mal kam diese Technik unter Bluetooth 4.0 zum Einsatz und wurde in den Folgeversionen v4.1 und v4.2 verbessert. Der BLE-Modus überträgt deutlich kleinere Datenmengen als das klassische Bluetooth, hat allerdings eine ähnliche Reichweite, kürzere Latenzzeiten und verbraucht nur wenig Akku. Aus diesem Grund wird diese Technologie häufig in IoT-Geräten, Lichtsignalen oder Fitness-Trackern genutzt. Bluetooth 5 verbessert sogenannte „Low Energy Operation“ und liefert dabei höhere Bandbreiten-Optionen und Reichweite. Die effiziente Datenübertragung kann dabei um das Achtfache gesteigert werden. In der Praxis heißt das: acht Mal so viele gekoppelte Geräte.

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