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Cooler Wälzer – macOS: Das umfassende Handbuch für Power-User

15.01.2018 | 15:37 Uhr |

Vom Mac-Experten Kai Surendorf gibt es eine neue Auflage seines Grundwerks zu macOS. Ohne Unix, Terminal und Konsole kommt man damit kaum zurecht.

Aber das ist ja auch der Zweck des Buchs. Im Gegensatz zu den vielen Einführungen für Einsteiger und Umsteiger auf den Mac mit zahlreichen bunten Screenshots richtet sich dieses Werk an Profis und sogenannte ”Power-User”, die weder vor Fachbegriffen noch kryptischen Befehlen in das Terminal des Mac zurückschrecken. Und die auch beispielsweise wissen wollen, wie Netzwerke sich einrichten lassen, und was die Vorteile des neuen APFS (Apple Filesystem) ausmacht. Und vieles andere mehr.

Fetter Band, breite Gliederung

Der über 670 Seiten starke Band von Surendorf ist in insgesamt acht Hauptteile untergliedert, diese wiederum in diverse Kapitel. Da geht es dann etwa um Dateien, um Spotlight und Quicklook, Datenträger und Dateisysteme, über Schriftsammlungen und Benutzerkonten inklusive Zugriffsrechten bis hin in andere Welten wie Windows, Linux und zur Arbeit mit dem Airport-Router von Apple, Netzwerkkonfigurationen bis hin zu Automator und JavaScript for Automation (JXA) sowie vieles andere mehr, was wir hier kaum aufzählen können. Aber beispielsweise bei Amazon   gibt es den bekannten ”Blick ins Buch”, hier findet sich auch das komplette Inhaltsverzeichnis aufgelistet.

Umfassend und instruktiv

In diesem umfassenden Werk finden wir fast zu jedem von uns nachgeschlagenen Begriff oder Sachverhalt detaillierte Informationen und Anweisungen. Was nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist. So lesen wir auf Seite 81 über Apples neues Filesystem APFS nach, die Erläuterungen umfassen etwas mehr als eine halbe Seite. Funktioniert das aber auch mit dem Fusion Drive? Bisher bekanntlich nicht, obwohl sich das zukünftig ändern könnte. Das steht auch bei Surendorf – aber erst mehrere Seiten später unter dem Stichwort ”Core Storage und Fusion Drive”. Ferner liest man über andere wichtige Dateisysteme ein paar kürzere Erläuterungen, wie über die vor allem unter Windows genutzten Systeme FAT, exFAT und NTFS, die aber auch für Mac-Nutzer unter manchen Gesichtspunkten interessant sein können. Zum wohl ziemlich vernachlässigten Dienstprogramm Automator für wiederkehrende Routineaufgaben auf dem Mac bringt der Autor gleich einige Beispiele, die sich praktisch in den Alltag integrieren lassen. Und weitere, teils auch sehr verschachtelte und detaillierte Anweisungen insbesondere in der Arbeit mit dem Terminal mehr.

Mehr Nachschlagwerk als Lehrbuch

Es ist unwahrscheinlich, dass sehr viele das Buch an einem Stück durchlesen. Interessant ist es in jedem Fall, sich mit diesem wirklich umfassenden Handbuch für Power-User des macOS Überblicke zu den relevanten Themen zu verschaffen und dann gegebenenfalls ins Detail zu gehen oder auch anhand des recht ausführlichen Stichwortverzeichnisses (Index) gezielt Themen und Begriffe aufzusuchen. Und auch wer sich mit Windows, Linux oder rEFInd (etwa zum Booten verschiedener Betriebssysteme) beschäftigen will, findet hier Auskunft. Sogar das bei manchen Nutzern populäre Thema des Raspberry Pi 2, hier als Medienserver für macOS, findet ausreichend Beachtung.

Fazit und Empfehlung

Der instruktive und umfassende Wälzer aus dem Verlag Rheinwerk Computing (früher als Galileo bekannt) ist zum Preis von 50 Euro (Österreich: 51,30 Euro) erhältlich, auch hier direkt beim Verlag . Für die erwähnten Power-User unter macOS ist dies ein unverzichtbares Grundwerk, das zu zahlreichen Profi-Themen bis ins Detail hinein zuverlässig informiert und anleitet.

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