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Dank iPhone X und Airpods: Apple innovativste Firma 2017

22.02.2018 | 10:55 Uhr |

"Für eine Firma, die seit 2010 keine Innovationen mehr vorgestellt hat, hat Apple 2017 ganz schön viel Neues gebracht" – Ein Seitenhieb an die Kritiker Apples. Im nachgeschobenen Interview gibt CEO Tim Cook einige Einblicke in den Entwicklungsprozess.

Das Magazin "Fast Company" hat Apple auf seiner Liste der 50 innovativsten Unternehmen auf Platz 1 gesetzt . Für ein Unternehmen, das seit 2010 angeblich keinen Hit mehr gehabt habe, hätte Apple ein bemerkenswertes Jahr 2017 hinter sich, heißt es zur Begründung. So erwiesen sich etwa die Airpods als Bestseller, das ARKit startet durch und das iPhone X habe sogar Skeptiker überzeugt. Apple entwickle nicht nur oberflächlich, sondern gehe in die Tiefe und konstruiere anders als die Konkurrenten auch seine eigenen Chips. Laut "Fast Company" ist Apple so gut darin geworden, dass selbst der Vorgänger-Chip A10 Fusion im iPhone 7 die gesamte Konkurrenz weggefegt habe. Diese Hardware-Performance macht sich nicht nur an der Geschwindigkeit der Apps etc. bemerkbar, sondern auch bei anderen Funktionen: So betreibt Apple anders als Google und Amazon einen komplett anderen Ansatz in Sachen Künstliche Intelligenz. Die meisten Berechnungen finden somit auf den iOS-Geräten selbst statt und nicht auf ausländischen Servern.

Musik in der DNA, langfristige Strategien

Anlässlich der Kür zum innovativsten Unternehmen durch "Fast Company" gewährte Apple-CEO TIm Cook dem Magazin ein Interview: Über künftige konkrete Produkte sprach Tim Cook im Interview mit Fast Company zwar nicht, erklärte dem Magazin, das Apple zum innovativsten Unternehmen der Welt erklärt hat, dass man längst an Entwicklungen arbeite, die erst in den 20er-Jahren marktreif wären. Cook plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen und betonte, Apple würde vor allem an Produkten interessiert sein, die das Leben ihrer Nutzer besser machen und nicht daran, den Aktienkurs zu steigern. Im Gegenteil sei die dreimonatige Berichtspflicht lästig, denn die Entwicklung halte sich nicht an derartige Zyklen, sonder sei wesentlich langfristiger angesetzt – die Arbeit von vielen Jahren könne sich nicht in bestimmten Quartalen auszahlen. Zudem setzte Apple zwar Zielmarken, wann ein Produkt fertig sein müsse, verschiebe aber die Auslieferung, wenn es noch nicht fertig ist. Wir haben das mit dem Homepod ja gesehen.

Als einen wesentlichen Teil seiner Arbeit bezeichnete es Tim Cook, all das Getratsche der Öffentlichkeit von den internen Kräften fern zu halten, damit sich die Mitarbeiter auf ihre Arbeit konzentrieren könnten und deren Erfordernisse, statt allgemeinen Erwartungen zu genügen.

Ein anderes Thema: Musik. Diese sei tief in der DNA des Unternehmens verankert und für Apple nicht aus Profit-Gründen wichtig. Der Homepod sei als smarter Speaker auch deshalb gemacht worden, weil die bisherigen Lösungen dieser Art es an Klangqualität zu wünschen ließen. Man stelle sich vor, wie aufwendig eine Studioproduktion ist und welchen Wert Musiker auf den Klang legen – dann könne das Ergebnis nicht aus quäkenden Lautsprechern kommen. Cook bedauert zudem, dass Musik in letzter Zeit immer mehr zu "einer Sache von Bits und Bytes" geworden sei und die Handarbeit weniger im Vordergrund stehe.

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