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"Das Leben, der Tod und das Erbe von iOS-Jailbreak"

20.07.2017 | 09:52 Uhr |

Warum gibt es immer seltener Jailbreaks, ist iOS nun komplett unknackbar? Von wegen, das Thema hat sich aus anderen Gründen überlebt.

Warum es um Jailbreaks des iPhones in letzter Zeit recht still geworden ist, versucht ein langer Artikel von Motherboard zu erklären, der gleichzeitig in die Zeit zurückblickt, in der das Offenlegen von Sicherheitslücken und Bereitstellen von Tools das iPhone überhaupt erst zu dem Computer machte, der er heute ist. Denn iPhone-OS war noch sehr eingeschränkt, außer Apple und Google konnte kein Hersteller native Apps für das Smartphone entwickeln.

Das sei zwar für einen späteren Zeitpunkt durchaus vorgesehen gewesen, betonen damals an der Entwicklung beteiligte Insider heute, aber aus Gründen der Stabilität und Sicherheit musste man noch darauf verzichten. Jailbreaks und der darauf aufgebaute Cydia Store haben die Entwicklung aber zumindest beschleunigt und Apple eine Idee davon gegeben, welche Apps und Funktionen noch fehlen. Wir erinnern uns: Das Ur-iPhone hatte nicht ein einziges Spiel an Bord.

Jailbreaker nutzen Sicherheitslücken aus, die sich selbst in iOS finden, das man durchaus als das sicherste der bekannten Betriebssysteme bezeichnen kann. Wenn es nun aber nur noch wenige Jailbreaks gibt, hat Apple das System nun komplett gesichert? Nein, erklärt Motherboard, die Szene sei aber massiv zersplittert, viele Hacker würden entweder für iOS-Sicherheitsfirmen arbeiten oder gar für Apple selbst, das zudem auch für jeden gemeldeten Fehler eine Prämie zahle. So gebe es weiterhin Jailbreaks für die aktuellen iOS-Versionen, nur habe die Bereitschaft der Urheber nachgelassen, diese auch zu teilen.

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