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Das richten USB-Killer am Macbook Pro und iPhone an

21.02.2017 | 16:27 Uhr |

USB-Sticks, auf denen sich Viren und Malware befinden – davon hat man schon mal gehört. Doch mit der aktuellen Gefahr, die auf sogenannten USB-Killern lauern, ist nicht zu spaßen und kann weitaus grĂ¶ĂŸeren Schaden anrichten als nur das Einschleusen von Viren.

FĂŒr nur 65 US-Dollar bekommt man im Internet ein sogenanntes USB Kill Pro Kit zu kaufen. Was zunĂ€chst wie ein handelsĂŒblicher USB-Stick aussieht, entpuppt sich in Wahrheit als ein gut getarnter Alptraum beliebiger elektronischer GerĂ€te: Smartphones, Laptops und Computer sowie Fernseher sind vor dem kleinen USB-Killer nicht sicher.

Dabei handelt es sich um einen Stecker, der mit einer Reihe von Kondensatoren ausgestattet ist. Sobald man den Stecker in eine USB-Buchse steckt, laden sich die Kondensatoren zunĂ€chst auf. Sind diese voll aufgeladen, entladen sich diese wiederum in dem angeschlossenen GerĂ€t – und zwar mit einer Spannung von bis zu 240 Volt. Laut eigenen Angaben soll der USB-Killer bei rund 95 Prozent aller Computer funktionieren.

Die Folgen reichen von defekten USB-Buchsen bis zur gĂ€nzlichen Zerstörung der GerĂ€te. Und auch Apple GerĂ€te bieten keinen umfassenden Schutz vor den USB-Killern. Wie der YouTube-Kanal „Usb Killer“ in einem Video beweist, kann das „USB Kill Pro Kit“ auch die Lightning-AnschlĂŒsse von iOS-GerĂ€ten zerstören. Dadurch werden die meisten iPhones und iPads unbrauchbar, denn auch das erneute Aufladen der GerĂ€te sowie Verbinden und Synchronisieren mit dem Mac ist anschließend nicht mehr möglich.

Der YouTuber Austin Evans probiert den USB-Killer an einer Reihe von TestgerÀten aus: Fast alle tragen schweren Schaden davon. Das Asus Chromebook schaltet sich beispielsweise sofort nach dem Anschluss des USB-Killers aus. Die erste Diagnose lautet: Totalschaden.

Das neue MacBook Pro kommt nochmal mit leichten Schäden davon
VergrĂ¶ĂŸern Das neue MacBook Pro kommt nochmal mit leichten SchĂ€den davon
© YouTube / Austin Evans

Beim neuen Macbook Pro sind die USB-Buchsen anscheinend weniger anfĂ€llig gegenĂŒber derartigen Angriffen. Beim Macbook-Pro-Experiment wird ein USB-C auf USB-A Adapter genutzt, zu hören ist nur ein leises Klicken, allerdings schaltet sich das Macbook Pro nicht wie zuvor das Chromebook aus. Doch auch das Macbook Pro kommt nicht gĂ€nzlich ohne Schaden davon. Zwar können ĂŒber die benutzte Buchse weiterhin GerĂ€te aufgeladen werden, der Datentransfer ist damit aber nicht mehr möglich.

Weitere Testergebnisse sind in dem Test-Video von Austin Evans zu sehen.

Sie fragen sich, weshalb man um alles in der Welt fĂŒr teures Geld einen solchen USB-Killer kaufen sollte? Nun, wie schon einst Batmans Butler Alfred zu sagen pflegte: „Some men just want to watch the world burn“.  Daher sollten Sie zukĂŒnftig Vorsicht walten lassen, welche USB-Sticks Sie mit Ihrem Computer oder Smartphone verbinden.  

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