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Datumsfehler kann auch Macs ausbremsen

04.12.2017 | 11:54 Uhr | Stephan Wiesend

Der für Probleme unter iOS 11 sorgende Datumsfehler kann auch unter High Sierra für Ärger sorgen.

Seit dem 2. Dezember trat unter iOS 11 ein Datumsfehler auf, der iPhones zum Absturz bringen kann – ein aktuelles Update hat den Fehler mittlerweile behoben. Offensichtlich ist aber auch das Desktop-Betriebssystem High Sierra davon betroffen, wenn auch wenig weniger schwer. Der Fehler kann allerdings die Performance beeinflussen und das System verlangsamen.

Ein Fehler der Datumsberechnung sorgt seit 2. Dezember auch auf dem Mac dafür, dass der Dezember anscheinend als "Month 13" erscheint. Zahlreiche Apps und Systemprozesse schreiben deshalb eine Fehlermeldung in das Systemprotokoll. Das kann man über das Dienstprogramm Konsole verfolgen, hier wird als Fehler „Month 13 ist out of bonds“ protokolliert. Das Problem ist dabei die hohe Frequenz dieser Fehlermeldungen: Der Entwickler und Blogger Rob Griffiths hat von bis zu 20 Schreibprozesse pro Sekunde berichtet, je nach verwendeter App. Vor allem auf älteren Mac mit einer herkömmlichen Festplatte und wenig RAM können diese ständigen Schreibprozesse das System unter Umständen ausbremsen, bei einigen Anwendern führt dies zu hoher CPU-Aktivität durch die Prozesse UserEventAgent und lsd.

Eine Lösung ist bisher nicht bekannt. Man kann die Prozesse zwar über die Aktivitätsanzeige beenden, das ist aber nur eine temporäre Lösung. Die Vorversion Sierra ist nicht betroffen, auch unter iOS 10 und watchOS 4.1 trat der Datumsfehler nach unseren ersten Tests nicht auf. Ein Zurückstellen des Systemdatums auf den November kann das Problem beheben. Wir können dies aber nur eingeschränkt empfehlen, führt dies doch zu einer Reihe Probleme, etwa bei der Dateiverwaltung und manchen Apps. Wir hoffen, ein kommendes Update behebt den Fehler.

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