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Der Mac im Jahr 2017, was 2018 blüht

29.12.2017 | 08:00 Uhr |

Ist der Mac auf dem Abstellgleis oder setzt Apple zum neuen großen Wurf an? Das Jahr 2017 war ambivalent.

Der Mac ist tot, lang lebe der Mac. Oder das iPad. Oder etwas dazwischen. John C. Dvorak vom PC Magazine will sogar anhand der von Apple verbreiteten iPad-Werbung Parallelen zum Ende des Apple II in den frühen Neunzigern ziehen. Apples einstige Cash-Cow war durch etwas Neueres, Besseres obsolet geworden: Den Mac. Diesem könnte nun das gleiche Schicksal drohen und vom iPad verdrängt werden.

Betrachtet man das Jahr 2017 isoliert, mag an der Befürchtung etwas dran sein. Die Innovationen in Sachen Mac waren bei Apple ein wenig dürftig, nur mehr vom Selben. Eine neue Macbook-Pro-Generation nur ein dreiviertel Jahr nach der Neuausrichtung des Mobilrechners. Schön, dass die CPU nun auf dem aktuellen Stand der Dinge ist, der RAM bleibt aus technischen Gründen aber nach wie vor auf 32 GB beschränkt. Das kleine Macbook hat an Power bei seiner zweiten Revision auch wieder zugelegt, bleibt aber ein kleines Macbook, das Macbook Air in 11 Zoll ist völlig verschwunden. Die iMacs sind jetzt wenigstens in beiden Größen auf dem gleichen Stand der Technik, ansonsten auch kaum verändert. Der Mac Mini? Ach - der Mac Mini. Der Mac scheint 2017 zum Auslaufmodell geworden.

Auf der anderen Seite hat Apple im zurückliegenden Jahr einen Ausblick auf 2018 gegeben, den im Dezember 17 endlich verfügbaren iMac Pro rechnen wir da gleich mit. Von wegen, es gäbe keine Innovationen mehr. Als Workstation für Video- und Audio-Produktion, für wissenschaftliche Einsätze und als Top-Maschine für Entwickler muss sich der iMac Pro keineswegs hinter der Windows- und Linux-Konkurrenz verstecken, vergleichbar starke Systeme kosten mitsamt einem vernünftigen Bildschirm in der gleichen Größenordnung. Für Excel-Nutzer ist die Maschine überkandidelt, aber dafür ja nicht gedacht: Im Büro wird das iPad tatsächlich über kurz oder lang den Mac ersetzen, auch das hat das Jahr 2017 gezeigt.

Was aber für die Nahe Zukunft in Sachen Mac interessant sein wird: Der modulare Mac Pro. Anfang April hatte Apple eingeräumt, mit dem Ende 2013 auf den Markt gebrachten Mac Pro für bestimmte Profi-Anwendungen in eine Sackgasse geraten zu sein, vor allem die Entwicklungen im Grafikbereich hätten in eine andere Richtung geführt als gedacht. So werde es "Bald", also vermutlich noch vor Ende 2018 einen neuen, modularen Mac Pro geben. Die Rückkehr des Towers könnte also anstehen, der sich womöglich Vorbilder aus der Hackintosh-Szene nimmt. Nebeneffekt: Eine derartige Maschine ist, mit kleinerem Gehäuse und mit Basisausstattung, auch als Nachfolger für den Mac Mini denkbar.

Der Mac ist also noch lange nicht tot, er riecht nicht einmal streng. Hier eine kleine Zusammenfassungen der Geschichten, die sich im vergangenen Jahr um den Mac drehten:

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So installieren Sie macOS 10.13 High Sierra

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