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Der Mac im Jahr 2018 - Ein Rückblick

26.12.2018 | 08:14 Uhr | Peter Müller

Lange hatte man vom Mac im letzten Jahr nichts gehört, gegen Ende des Jahres dafür umso bessere Nachrichten.

Das war nichts, mit dem Mac im Jahr 2018, Apple hat sein einstiges Kerngeschäft sträflich vernachlässigt. Okay, der iMac Pro, der es Anfang 2018 nach Deutschland schaffte, nachdem er ab Dezember 2017 in de USA zu haben war: Schon ganz nett. Und ja, das im Juni vorgestellte und im September veröffentlichte neue Betriebssystem macOS 10.14 Mojave hat schon auch was. Ja, klar, das neue Macbook Pro 2018 bringt noch mal eine wesentlichen Zugewinn mit dem T2-Chip und bis zu 64 GB RAM. Und dann erst das kaum noch für möglich gehaltene Comeback des Mac Mini und das Macbook Air nun mit Retina-Display. Okay, alles in allem war das doch ein ganz gutes Jahr – Apple vergisst seine Kernklientel nicht und erfüllt ihr den ein oder anderen Wunsch.

Vor allem Profis werden wieder mit der Plattform warm, nach zuletzt sträflicher Vernachlässigung. Apple hatte vor allem die Entwicklung von Grafikkarten unterschätzt, im Mac-Pro-Desing von 2013 sind die leistungsstarken aber energiehungrigen GPUs von heute nicht möglich. Das hatte Apple bereits 2017 erkannt und einen neuen Ansatz für den Mac Pro angekündigt, das finale Gerät werden wir aber erst 2019 zu Gesicht bekommen.

Was Apple heute bietet, muss aber nicht als Zwischenlösung gelten. Denn der iMac Pro, der seit Anfang des Jahres im Handel ist, dient gerade Foto- und Videoprofis als zukunftssichere Investition. High-End-CPU, eine GPU vom feinsten, schnelle SSDs und ein brillanter Bildschirm: Der iMac Pro mag zwar in der Anschaffung etwas teuer sein, macht sich aber aufgrund eines schon lange nicht mehr gekannten Arbeitstempos vom ersten Tag an bezahlt. Und legt gleichzeitig die Latte recht hoch für den kommenden Mac Pro.

Zumal das Gerät am anderen Ende der Preisspanne keineswegs nur für Einsteiger ist, die für einen mageren Mac Mini zwar nur 900 Euro zahlen, dafür aber weder Tastatur, noch Maus oder Bildschirm mitbekommen. Man kann den Mac Mini aber auch enorm hochrüsten und dafür fast 5.000 Euro hinlegen – immer noch ohne Monitor. Was ihn dann vom iMac Pro unterscheidet, ist an sich nur die Grafik. Und hier bietet Apple mittlerweile auch eine Lösung, die nur auf den ersten Blick wie  ein fader Kompromiss aussieht: Die externe Grafikkarte oder eGPU. Nicht jeder Mac-Anwender benötigt zu jeder Zeit die maximale Grafikleistung. Wenn es im Normalfall auch ein Mac Mini oder ein iMac tut, muss man sich keinen iMac Pro anschaffen – sondern als Zubehör eine Box, die man via Thunderbolt 3 an den Rechner anschließt und in sie die Grafikkarte der Wahl steckt – und diese womöglich alle Jahre mal erneuert.

Auf der mobilen Seite hingegen hat Apple nicht nur eine lang geforderte Option nachgelegt: Das Macbook Pro lässt sich – gegen wie üblich kräftigen Aufpreis – nun auch mit bis zu 64 GB RAM ausstatten. Der erstmals im iMac Pro verbaute Chip T2 findet seinen Einzug auch in den anderen 2018 veröffentlichten neuen Macs, im Macbook Pro, Macbook Air und dem Mac Mini. Dabei sicher der auf ARM-Design aufbauende Co-Prozessor nicht nur den Systemstart, sondern übernimmt diverse andere Aufgaben und erweist sich dabei als wahres Rechenmonster, wie wir in unseren Tests fest stellen konnten.

Apropos ARM: Im vergangenen Jahr wurden Spekulationen immer lauter, Apple würde zumindest einen Teil seiner Rechner auf die Prozessorplattform umstellen, die man schon in iPad und iPhone einsetzt. Das ist aber Schnee von morgen, denn auch das Macbook Air – an sich einer der Top-Kandidaten für einen solchen Switch – kam auch in der 2018er-Fassung mit Intel-Chip.

Sehen Sie hier noch einmal die wichtigsten Artikel zum Mac aus dem zu Ende gehenden Jahr.

Welchen Mac soll ich kaufen? – Eine Kaufberatung: Der Mac ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil von Apples Produktportfolio. Wir geben Überblick über das aktuelle Angebot.

iMac Pro 2017 im Test: Mac Pro versteckt in einem iMac: Was kann das neue Flaggschiff von Apple? Und welche Zielgruppe soll mit dem neuen Power-Computer arbeiten? Wir haben den iMac Pro mal genauer unter die Lupe genommen.

Wer braucht einen iMac Pro?: Ist der iMac Pro nur ein Platzhalter für den künftigen Mac Pro oder eine neue Kategorie? Wie Apple Profis definiert und wer welche Maschine braucht.

Apple verkauft Zubehör für iMac Pro separat : Es muss nicht immer weiß sein, Maus, Tastatur und Trackpad sehen auch in schwarz gut aus. Das kostet aber Aufpreis.

iMac Pro: Apples Software verhindert Dritt-Reparaturen : Der T2-Sicherheitschip in den neuen Mac-Modellen soll die Sicherheit der Geräte noch weiter erhöhen. Doch jetzt wurde bekannt: Die Chips dienen auch dazu, die Geräte im Falle einer Fremdreparatur zu sperren. Ist künftig eine Reparatur nur noch bei Apple selbst möglich?

iMac Pro: So funktioniert Secure Boot: Der iMac Pro bietet mit Hilfe des Chips T2 eine neue Sicherheitsfunktion. So finden Sie das Startup Security Utility.

Mac Mini 2018 im Macwelt-Test: T2 ist ein Rechenmonster : Viele haben das nicht mehr geglaubt: Nach über vier Jahren aktualisiert Apple den Mac Mini. Und das Update ist alles andere als halbherzig. Wir testen eines der neuen Exemplare.

Macbook Air 2018 im Test: Schnelle SSD, lahme Grafik : Bevor Apple die Macbook-Serie wiederaufleben ließ, war das Macbook Air die kleinste mobile Einheit im Notebook-Programm aus Cupertino. Nun wurde das Luftmodell auf den neuesten Stand gebracht. Wir haben es in der Praxis getestet!

Warum das Macbook Air das Ende der konfigurierbaren Macs bedeuten könnte : Apples Ansatz für iPads und iPhones kann die Art und Weise, wie wir in Zukunft für Macs einkaufen, dramatisch verändern.

Macbook Pro 2018: Das ist neu : Die neue Generation der Macbook Pro bringt viele kleine Verbesserungen, wir listen alle Neuerungen auf.

Macbook Pro 2018: Nach Update nachgetestet : Das MacBook Pro 2018 erhält mit dem Supplemental Update einen neuen Schub: Apple hat die Probleme beim Drosseln des Laptops mit einem System-Update behoben, und die Geschwindigkeitsverbesserungen sind viel besser als zuvor.

Thermalgate des Macbook Pro? Alle Fragen und Antworten zum Hitzeproblem : Bei ersten längeren CPU-Tests zeigt das neue Macbook Pro Schwächen. Wir erklären die Hintergründe

ARM-Roadmap sagt keine neuen Macbooks voraus : ARM verspricht, Intels Chips in Sachen Leistung und Energieeffizienz bald zu schlagen, aber das wird die Pläne von Apple nicht beeinflussen: Die neue Roadmap von ARM sagt uns nichts darüber aus, dass Apple seine eigenen Mac-CPUs herstellt.

Apple setzt wohl künftig auf ARM statt Intel bei Mac-CPUs : Apple soll ab 2020 Macs mit eigenen CPUs auf den Markt zu bringen. Bloomberg berichtet über ein internes Projekt "Kalamata".


Was ein Macbook mit ARM-Chip bringen würde: Der nächste Plattformwechsel wird für Apple deutlich komplizierter als die der Vergangenheit. Fraglich ist, ob Apple überhaupt alle Macs auf ARM umstellen würde.

eGPU im Praxistest: Gigabyte Gaming Box RX 580 : Mit der Gaming   Box   von Gigabyte kann man seinen Thunderbolt-3-Mac um eine Radeon RX 580 aufrüsten.

Erste Tests: Lohnt eine eGPU für den Mac mini? : Der neue Mac mini ist für eine externe Grafikkarte geradezu prädestiniert, das bestätigen erste Tests.

10.13.4: Diese eGPU-Lösungen funktionieren : Das Update auf macOS 10.13.4 bringt offizielle Unterstützung von externen Thunderbolt-Grafikkarten, ein Support-Dokument nennt einige Lösungen.

eGPU Razer Core X im Test: Günstiger und vielseitiger als die Blackmagic-Lösung? : In unserem Test prüfen wir das neue Thunderbolt-Gehäuse Razer Core X vom Gaming-Spezialisten Razer – und machen einige positive Entdeckungen.

macOS 10.14 Mojave – Das ist neu : Apple bringt mit macOS 10.14 Mojave das nächste große Update für den Mac. Lesen Sie hier alles über die Neuerungen.

macOS Mojave: Schreibtisch, Dock, Menü anpassen : Der Finder und das Dock sind die zentralen Anlaufstellen zur Verwaltung von Dateien und Programmen. Sie werden vom System automatisch gestartet und bleiben immer aktiv.

macOS 10.14 Mojave – Neue Tricks im Finder : macOS Mojave bringt dem Finder ein paar neue Tricks bei und nimmt zudem einige Änderungen am Erscheinungsbild vor.

macOS Mojave – Finder-Schnellaktionen und wie man sie verwendet : Führen Sie schnelle und einfache Bearbeitungen an Ihren Fotos und Videos direkt im Finder durch. Sie müssen keine App starten.

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