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Der NL-Geheimdienst soll russische Hacker überwacht haben

26.01.2018 | 13:31 Uhr | Stephan Wiesend

Laut Zeitungsberichten war es der niederländische Geheimdienst AIVD, der die USA über Hackerangriff auf den US-Wahlkampf informierte.

Einer der bekanntesten Hackerangriff der letzten Jahre war wohl der Angriff vermutlich russischer Hacker auf die Demokratische Partei, laut niederländischen Medien wurden diese dabei vom niederländischen Geheimdienst AIVD überwacht. Die renommierte Tageszeitung "De Volkskrant" und der Sender "Nieuwsuur" berichten dies unter Berufung auf sechs anonyme Quellen aus den Niederlanden und der USA.

Sommer 2014 gelang es einem Hacker des Geheimdienstes Zugriff auf das Computernetzwerk der russischen Hackergruppe Cozy Bear (nicht zu verwechseln mit der Gruppe Fancy Bear ) zu erlangen. Die nächsten „ein bis 2,5 Jahre“ konnten alle Aktionen dieser Gruppe überwacht werden, sogar auf das Videoüberwachungssystem der Gruppe hatten die Niederländer laut Bericht Zugriff.

Besonders brisant war dabei 2015 der Zugriff auf die Server der Democratic Party, bei dem E-Mails und Dokumente erbeutet wurden. Die amerikanischen Behörden wurden laufend informiert, die demokratische Partei übrigens schon 2015. Die niederländischen Erkenntnisse halfen auch bei weiteren Fällen wie bei einer Attacke auf das State Department.

Nach dem US-Wahlkampf ließen allerdings Nachrichtendienste Informationen über Informationen von einem „western ally“ an die Presse durchsickern, um die Verwicklungen Russlands zu bestätigen – was die um Diskretion bemühten Niederländer anscheinend ziemlich verärgerte.

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