2256837

Musikindustrie: Umsätze mit Streaming steigen rasant, CD bleibt wichtig

02.03.2017 | 16:40 Uhr |

In Deutschland wird Audio-Streaming immer wichtiger für die Musikindustrie, Vinyl und CDs stehen aber weiter für den größten Umsatzanteil.

Für die deutsche Musikindustrie war 2016  ein gutes Jahr, in dem die Tonträgerhersteller und Musikunternehmen ihre Umsätze auf 1,593 Milliarden Euro steigern konnten. Gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von drei Prozent, das vor allem auf das Konto steigender Streaming-Umsätze geht. Was viele immer wieder überrascht: In Deutschland bleiben physische Datenträger wichtigster Umsatzträger. Allein die CD steht für 53,8 Prozent der Umsätze, die seit einigen Jahren ein Revival erlebende LP steigerte sich um 40,1 Prozent und erzielte immerhin 4,4 Prozent des Umsatzes. 70 Millionen Euro investierten deutsche Musikfreunde im letzten Jahr in das altmodische Vinyl, die wenig erfolgreichen Musik-DVDs und -Blu-rays hat sie damit längst überholt.

Mit CDs verdient die Musikindustrie immer noch viel Geld.
Vergrößern Mit CDs verdient die Musikindustrie immer noch viel Geld.

Mittlerweile 37,9 Prozent der Erlöse verdienen die Musik-Anbieter aber bereits digital. Wichtigster Umsatzbringer ist hier Audio-Streaming, das im letzten Jahr für ein Viertel der Gesamtumsätze stand und 385 Millionen einbrachte. Spotify, Apple Music und Co. steigerten ihre Umsätze im letzten Jahr um 72,2 Prozent, der Download von Singles und Alben ist dagegen stark gesunken und steht noch für knapp ein Achtel der Gesamteinnahmen. Seit 2012 steigt dabei die Anzahl der Streams rasant und kontinuierlich. Florian Drücke vom Verband BVMI spricht vor allem wegen der hohen Dynamik im Streaming-Bereich bereits von einer „Neuordnung des Marktes“, waren es doch Anfang 2012 noch etwa 99 Millionen Streams pro Woche, Ende 2016 dagegen schon 906 Millionen Streams, die Kunden pro Woche abriefen. Was nach unserer Meinung den Eindruck aber etwas verfälscht: Bei der Anzahl der Aufrufe handelt es sich sowohl um Premium- als auch werbefinanzierte Streams der Plattformen. Bei den Geschmäckern gibt es wenig Überraschungen, 25,9 Prozent der Umsätze entfallen auf Pop, 21,9 Prozent Rock und 9,8 Prozent auf Hip-Hop. 

0 Kommentare zu diesem Artikel

Macwelt Marktplatz

2256837