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Deutschland & Frankreich wollen mehr Steuern von Apple & Co.

07.08.2017 | 18:25 Uhr |

Um künftig Schlupflöcher zu schließen, wollen sich Frankreich und Deutschland auf ein gemeinsames Regelwerk einigen.

Apple schuldet der EU offiziell rund 13 Milliarden Euro . Zwar bestreiten sowohl Konzern als auch Irland die Auffassung der Europäischen Kommission, wonach Apple zu wenig Steuer gezahlt haben soll. Doch die Entscheidung zugunsten Apples ist noch nicht in Sicht.

Um solche Schlupflöcher künftig zu vermeiden, wollen Frankreich und Deutschland eine Allianz bilden und andere EU-Mitglieder gemeinsam davon überzeugen, die Körperschaftsteuer überall in Europa auf dasselbe Niveau zu setzen. Für Deutschland würde dies bedeuten, dass die Steuer sinkt, in Irland würde sie steigen. Einfachere Regeln für eine europaweit gültige Körperschaftsteuer wollen die beiden Länder Mitte September in Tallinn vorstellen. Dies geht aus einem Interview des französischen Finanzministers Bruno Le Maires gegenüber Bloomberg hervor. Die gemeinsamen Vorschläge haben beide Regierungen bereits letzten Monat bei einer gemeinsamen Kabinettssitzung ausgearbeitet. Denis Kolberg, der Pressesprecher des Finanzministeriums in Berlin, hat gegenüber der Presse erläutert, dass die konkreten Punkte nach der Bundestagswahl am 24. September ausgearbeitet werde.

Seitens Frankreich ist die Initiative Teil eines größeren Programms von Emmanuel Macron, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes innerhalb der EU zu stärken. Beide Länder hoffen, dass sie möglichst alle anderen Mitglieder der Euro-Zone davon überzeugen können, sobald das gemeinsame Programm steht. Als erster Schritt in diese Richtung sollte bereits ab 2018 eine gemeinsame deutsch-französische Körperschaftssteuer in Kraft treten.

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