2282118

Die besten Apps für den Apple Pencil

27.06.2017 | 10:49 Uhr |

Der Apple Pencil ist nicht wirklich ein Eingabestift, iOS kommt auch gut ohne einen solchen aus. Aber als Werkzeug für Kreative etabliert er sich: Die besten Apps für den Apple Pencil

Lange hat sich Apple gegen einen Stift für das iPad gewehrt, doch Zeichner, Grafiker und andere Professionelle setzten sich durch: Der Apple Pencil erleichtert das Verfassen von Notizen und Grafiken. Mit dem iPad Pro 10.5“ kommt zudem noch eine kürzere Reaktionszeit hinzu. Zeit also, Einsatzszenarien zu überprüfen und die besten Apps für den Pencil zu benennen.

Notizen und Grafiken

Notizen lassen sich schnell eintippen, oder auch mit einer iPad-Tastatur erstellen. Der Apple Pencil bekommt jedoch mit iOS 11 eine Handschrifterkennung, sodass handgeschriebene Notizen den gleichen Stellenwert wie getippte bekommen. Auch erleichtert Apple in der eigenen Notizen App das Erstellen von handgeschriebenen Notizen.

Neben dem einfacheren Erstellen von Notizen bietet sich der Stift auch zum Anfertigen und Bearbeiten von Grafiken und anderen Zeichnungen an. Eine Vielzahl von Entwicklern erstellen speziell für das iPad Pro Apps, die ein einfacheres Zeichnen und Bearbeiten als auf dem Mac versprechen.

Apples Notizen

Den Anfang macht Apple selbst. Die eigene Notizen App wird mit iOS 11 noch einmal verbessert, und mit einem Tippen durch den Apple Pencil auf ein freies Feld in einer Notiz erscheint das Markierungsfenster. Aber auch die aktuelle Version kann mit Markierungen glänzen. Das Zeichnen-Symbol in einer neuen Notiz öffnet die Hilfsmittel Palette wie Radiergummi, Farb- und Stiftauswahl.

Der große Vorteil der Apple Notizen ist die Integration in allen Bereichen von iOS und macOS. Texte lassen sich mit Siri und Finder durchsuchen, und mit iOS 11 kommt sogar noch die Handschrifterkennung dazu. Die fertige Notiz ist in Windeseile auf alle Endgeräte synchronisiert. Und das beste: Das ganze gibt es kostenlos.

Notes Plus

Wenn es etwas mehr sein soll als kleine Anmerkungen, kommen pure Notizen Apps ins Spiel, die sich komplett auf Zeichnungsnotizen konzentrieren. Notes Plus ist eine stetig aktualisierte und gut bewertete Anwendung, die auch eine iPhone-App mitbringt. Die Software selbst erkennt handgezeichnete Formen und bietet Hintergrundaufnahmen von Audioeingaben an. Dadurch lassen sich Sprache aufnehmen und Texte anfertigen, die sich anschließend wieder abspielen lassen.

Neben puren Notizen versteht Notes Plus auch das PDF Format. Importierte Dateien zeigt die App an, und per Stift oder Finger lassen sich so Textstellen markieren und Zeichnungen darauf anfertigen. Die fertige PDF lässt sich anschließend in Dropbox, Google Drive und weiteren Diensten exportieren.

Whink

Eine weitere Notizen-App, die auch PDFs markieren und Audio aufnehmen kann. Whink ist relativ einfach zu bedienen, wird vom Entwickler oft aktualisiert und kostet moderate 5 Euro. Die Anwendung selbst bietet auch eine iMessage-App an, mit der kleinere Zeichnungen direkt über die Nachrichten Anwendung gesendet werden können.

Notability

In die gleiche Kerbe schlägt Notability. Wie auch Whink versteht die Anwendung PDFs, kann Audio aufnehmen und vorhandene Grafiken einbinden. Daneben bietet Notability auch die Synchronisation mit der iCloud an. Die Hersteller lassen sich die gute App allerdings auch Kosten. Für 10,99 Euro landet die Anwendung auf Ihrem iPad oder iPhone.

Der gute Support scheint es aber wert zu sein. Wenige Tage nach der Veröffentlichung vom neuen iPad Pro mit 10.5 Zoll haben die Entwickler eine Aktualisierung nachgeschoben, die diese neue Bildschirmgröße nativ unterstützt. Anstatt sich also auf das automatische Vergrößern von Apple zu verlassen, ist die Anwendung auf die neue Größe optimiert, und bietet somit mehr Darstellungsraum und feinere Schriften an.

Procreate

Der Apple Pencil eignet sich auch hervorragend zum Zeichnen. In diesem Feld haben sich mehrere Firmen aufgemacht, um professionelles Anfertigen von Grafiken auch auf dem iPad zu ermöglichen. Procreate ist einer der Namen, denen dies gelungen ist. Procreate hat eine reiche Auswahl an Stiftarten, von Bleistift bis Tusche und Airbrush, die sich auch noch individuell in Stärke, Farbe, Abdeckungsgrad und weiteren Feinheiten einstellen lassen.

Die Anwendung selbst ist mit 6 Euro ziemlich günstig für die Möglichkeiten die sie dem Nutzer bietet. Die App wurde speziell für das iPad konzipiert, und hat auch einen Apple Design Award erhalten. Daneben bietet das Unternehmen „Procreate Pocket“ an, eine Variante für das iPhone.

Affinity Photo

Mit Affinity Photo started eine App, die sich auf eine Stufe mit Adobe Lightroom und Adobe Photoshop stellen kann. Dazu kommt dass die beiden Adobe Varianten für das iPad nicht wirklich heraus stechen, und nur mit der Adobe Create Cloud nutzbar sind. Mit einem Preis von 33 Euro ist diese App damit auch nicht die billigste.

Wer aber ein iPad Pro mit 13 oder 10.5 Zoll besitzt, und unterwegs oder Zuhause auf dem Sofa Bilder bearbeiten will, der kommt um diese Anwendung nicht herum. Das mobile Bearbeiten von DSLR-Aufnahmen gelingt mit Hilfe dieser App, dem Apple Pencil für feine Auswahlbereiche und einem iPad Pro der jüngsten Generation

uMake

Für den professionellen Einsatz gibt es uMake, eine Anwendung zum Erstellen von 3D-Zeichnungen. Die Basisversion ist gratis, und ermöglicht das Erstellen von 10 Grafiken. Wer andere Dateiformate exportieren und importieren will, muss dafür 5,49 Euro im Monat zahlen. Die App wurde 2015 in die „Best of App Store“ Reihe gewählt, und war „Editors Choice“ im App Store.

Wie ernst es den Entwicklern mit der eigenen Anwendung ist, zeigt die eigenes in’s Leben gerufene „Design School“. Hier warten Tutorials und Hilfen für Einsteiger und Fortgeschrittene. Bei allen Videos wird uMake auf dem iPad hergenommen. Damit wird nicht nur die Anwendung näher gebracht, der wissbegierige Anwender und Anwenderin kann hier auch neue Technologien lernen.

Adobe Photoshop Sketch

Bei all den Anwendungen darf natürlich nicht Adobe fehlen. Einer der Marktführer im kreativen Bereich bietet immer mehr Anwendungen auch direkt für iOS an. Mit Adobe Photoshop Sketch hat man sogar eine neue App entwickelt, die sich auf das Erstellen von Zeichnungen konzentriert.

Adobe Photoshop Sketch ist kostenlos und lässt sich problemlos an weitere Adobe-Dienste anbinden, und Dateien auch für andere Adobe Apps wie Photoshop und Illustrator bereitstellen.

Paper by Fifty Three

Kurz nach der Vorstellung des iPads und noch bevor sich Apple entschieden hat einen Stift heraus zu bringen, hat sich das Entwicklerstudio FiftyThree einen Namen mit Paper gemacht. Die ziemlich rudimentäre Zeichenapp ist mit der Zeit weiter gewachsen, und richtet sich mehr und mehr an professionelle Anwender wie Architekten, die unterwegs eine digitale Mappe zur Hand haben wollen.

In der kostenlosen Variante ist die App aber auch für Einsteiger gedacht, danach kostet die App circa 6 Euro alle 6 Monate. Für einen Euro im Monat bekommt man also eine Synchronisation mit der iPhone Version, und kann seine gesamten Grafiken ordnen und anlegen.

Lässt sich mit dem neuen iPad und dem Apple Pencil auch kalligraphisch arbeiten? Das haben wir zusammen mit einem erfahrenen Hobby-Kalligraphen ausprobiert, der normalerweise nur klassisch mit Feder und Papier arbeitet.

0 Kommentare zu diesem Artikel

Macwelt Marktplatz

2282118