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Die besten In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth und Kabel

16.10.2017 | 15:40 Uhr |

Für iPhone 7, 8 und X muss man sich genau überlegen, welchen Kopfhörer man verwendet. Wir haben die besten getestet.

"Apple verzichtet auf die Klinkenbuchse im iPhone 7 (Plus) ": Der Aufschrei des Entsetzens war zwar im September 2016 laut, doch haben sich Apples Kunden, solche, die es werden wollen und auch solche, die Cupertino niemals überzeugen kann, wieder beruhigt. Die fehlende Klinkenbuchse hat einige positive Folgen: Im Gehäuse ist etwas mehr Platz, für Resonanzraum der Lautsprecher und für den Akku. Ein Loch weniger bedeutet auch weniger Gefahr des Eindringens von Wasser, das iPhone 7 (Plus) hält es laut Zertifizierung bis zu eine halbe Stunde in einem Meter tiefen Wasser aus. Und: Letztendlich gewährt das Fehlen eines D/A-Wandlers im Telefon den Kopfhörerherstellern alle Freiheiten, Komponenten ihrer Wahl zu verwenden – dem Klang kommt das letztendlich zu Gute. So hält Apple am neuen Konzept und damit dem Verzicht auf die Audiobuchse fest, diese sucht man auch in iPhone 8 (Plus) und iPhone X vergeblich. Vermisst wird sie kaum noch von jemanden.

Test und Überblick

Wir ergänzen diesen Artikel fortlaufend mit weiteren InEar-Hörern. Bei den jüngsten Aktualisierungen haben wir die drahtlosen Avanca Minim mit aufgenommen, die sich mit den Airpods vergleichen lassen müssen, hinsichtlich Bedienung, Sound und Technik aber nicht in der gleichen Liga spielen.

Dennoch ist die Klinkenbuchse nicht so schnell tot zu kriegen, in die Macbook (Pro) und die iPads von 2017, die nach dem iPhone 7 herausgekommen waren, verbaut Apple nach wie vor die Technik, die sogar noch aus dem 19. Jahrhundert stammt. Den iPhones der Jahrgänge 2016 und 2017 liegen zudem je ein Adapter von Lightning auf Klinke (mit D/A-Wandler) bei, damit auch alte und bewährte Kopfhörer funktionieren. Nicht zuletzt zeigt Apple mit den beigelegten EarPods, dass an Lightning-Geräten auch nach wie vor kabelgebundene Ohrhörer funktionieren.

Gleichwohl bietet sich Bluetooth als Standard für die meisten Einsatzzwecke an, allenfalls Musiker rümpfen wegen der auftretenden Latenzen die Nase und lassen vernünftigerweise nichts anderes als Kabel im Tonstudio und Proberaum gelten. Doch beim Sport oder auf der Straße spürt man die Freiheit von der Strippe, im Büro bleibt man nicht mehr irgendwo hängen, wenn man sich aus seinem Stuhl erhebt.

Für unsere Übersicht von Kopfhörern unterscheiden wir zwei Bauarten: OverEar-Kopfhörer , die in der Regel besseren Sound bieten und daher vorwiegend zum Musikhören zu Hause benutzt werden und in diesem Artikel InEar-Hörer , die man mehr oder minder fest in die Gehörgänge einführt. Die besten von uns getesteten OverEars finden Sie hier.

Im Sinne dieser Übersicht machen wir aber keine Unterscheidung zwischen recht losen EarBuds wie den dem iPhone beliegenden und echten In-Ear-Hörern, deren Membranen besonders nah an das Tommelfell kommen. Wir fassen hier eine Reihe unserer eigenen Tests zusammen und stellen auch neue, noch nicht ausführlich gehörte Ohrhörer in einer eigenen Sektion weiter hinten in diesem Artikel vor. Beginnen wir mit dem Test des von Apple empfohlenen (und produzierten...) drahtlosen Zubehör.

AirPods: Die ersten Bluetooth-Kopfhörer von Apple

Die Hülle lädt gleichzeitig die AirPods, der interne Akku reicht für zwei weitere Komplettladungen der Ohrhörer.
Vergrößern Die Hülle lädt gleichzeitig die AirPods, der interne Akku reicht für zwei weitere Komplettladungen der Ohrhörer.
© Apple

Wenn man eine Standardbuchse weg lässt und damit neue Standards empfiehlt, muss man diesem auch Geräte beilegen. Mit den EarPads mit Lightning-Kabel hat das Apple wie beschrieben erledigt. Wir haben die neuen, die bis auf den Stecker aussehen wie die alten, nicht getestet, vertrauen aber den Testergebnissen anderer, die meinen, es habe sich nichts geändert. Weder an der Passform und damit der eher bescheidenen Haltbarkeit im Ohr, noch am Klang. Der ist ja eigentlich ganz gewesen, solange die dem iPhone beigelegten Kopfhörer auch tatsächlich in den Ohren hielten...

Mit den ebenfalls im September 2016 vorgestellten AirPods liefert Apple auch erstmals selbst Bluetooth-Kopfhörer aus. Wobei Apple dem Industriestandard noch einige Spezialitäten hinzufügt: Dank des Chips W1 klappt das Pairing so schnell wie bei keinem anderen Gerät, über die Apple ID sind die AirPods auch sofort an andere Geräte des gleichen Benutzers gekoppelt. Wie wir in unserem Test gehört haben, ist der Klang recht gut, wenn auch nicht spektakulär. Doch lassen sich die AirPods nicht nur zum Musikhören verwenden , dank der eingebauten Mikrophone werden sie zum Headest und vor allem zur Eingabequelle für Siri. Tippt man sich zweimal auf das Ohr, startet der Sprachassistent und steht zu Diensten.

Für Spott hatte die an Zahnbürstenköpfe erinnernde Form gesorgt und auch das aufgrund leidvoller Erfahrungen mit den EarPads durchaus nachvollziehbaren Vorurteilen über den zu leichten Verlust der Geräte. Letzteres haben die meisten Tests aber widerlegen können, selbst bei heftigen Bewegungen blieben die AirPods an ihren Stellen. Nur einer unserer Tester hatte mit immer nur einem Ohr Probleme damit. Wenn das Ohr nicht passt, kann man AirPods leider nur im Winter verwenden, wenn man eine Mütze oder ein Stirnband drüberzieht. Immerhin hat Apple in iOS 10.3 eine Funktion eingebaut, mit deren Hilfe man verlorene oder auch nur verlegte AirPods wieder aufspürt: Find my iPhone findet jetzt nicht nur iPhone, iPad und Macs, sondern eben auch die Ohrhörer.

Unser Fazit im Praxis-Test ( ausführlicher Text hier ) fällt daher ein wenig gemischt aus: Prima Konzept, guter Klang, aber eben nicht für jeden. Die Anschaffung sollte man sich beim Preis von 180 Euro lieber genau überlegen.

Bragi The Dash: Das Hearable

Bragi The Dash: Mehr als nur ein drahtloser Ohrhörer - ein echtes Hearable
Vergrößern Bragi The Dash: Mehr als nur ein drahtloser Ohrhörer - ein echtes Hearable

Mag sein, dass die AirPods von heute wir in ein paar Jahren als ulkigen Prototypen eines viel ausgefuchsteren Konzepts ansehen und der bisherige Mangel an Gestensteuerung einfach nur der Tatsache geschuldet ist, dass Apple seine Kunden nicht von Anfang an überfordern und sie erst langsam an eine neue Geräteklasse gewöhnen will: Das Hearable. Schon heute hat Apple Patente, die Techniken künftiger AirPods-Generation beschreiben. So sollen die Ohrhörer etwa in der Lage sein, den Puls zu messen und noch mehr Gesundheitsdaten erheben . Wenn Apple das mit den AirPods 2 irgendwann einführt, ist das aber bereits ein alter Hut. Denn schon heute sind InEars durchaus in der Lage, mehr als nur Ton abzuspielen und Sprachbefehle an das Telefon weiter zu leiten. Der herausragende Vertreter der Klasse Hearable ist Bragi The Dash , das wir ausführlich getestet haben. Anders als die AirPods kann man The Dash auch ohne Telefon nutzen, denn ein interner Speicher von 3,5 GB hält genügend Platz für die musikalische Untermalung auch langer Workouts vor. Die Pulsmessung, die Apple erst einbauen will, ist schon an Bord und erweist sich als recht genau. Auch Gesten beherrscht der InEar-Hörer weit mehr als nur eine, so kann man etwa die Musik anhalten, zum nächsten oder dem vorherigen Titel springen und vieles mehr. Dabei lässt auch der Klang nichts vermissen. Unser Fazit: Insgesamt ist das Produkt sowohl auf ”cool” und praktisch getrimmt. Beides darf man bei einem Preis von 300 Euro auch erwarten. Lesen Sie den kompletten Test hier.

Jabra Elite Sport: Für ambitionierte Sportler

Jabra Elite Sport: Läufer schätzen den sicheren Sitz und die tolle App
Vergrößern Jabra Elite Sport: Läufer schätzen den sicheren Sitz und die tolle App
© Jabra

Mit einem Preis von 250 Euro liegen die InEars von Jabra preislich zwischen den AirPods und The Dash. Obwohl man mit ihnen auch telefonieren und Siri steuern kann, sind sie im Büro ein wenig fehl am Platz. Am besten aufgehoben sind sie auf der Laufstrecke. Anders als die AirPods bleiben sie auch in unserem kritischen Ohr stecken, wenngleich der Sitz trotz der mitgelieferten Adapter (die bei den AirPods bekanntlich fehlen) nicht optimal ist. Das geht zu Lasten des Sounds, der ansonsten sehr zufrieden stellte. Verlustangst braucht man auch keine zu haben, die kostenlose App für die Elite Sport hat schon seit jeher ein Feature eingebaut, das Apple erst mit iOS 10.3 lieferte: Verlorene oder verlegte Ohrhörer lassen sich wieder aufspüren . Überhaupt ist die App eine der besten Begleitungen für Sportler, die wir bisher im Test hatten. Besonders gefielen die präzise einstellbaren Ansagen und die umfangreichen Trainingsprogramme für Aktivitäten aller Art. Die Pulsmessung funktionierte ebenso präzise wie die der Apple Watch, die Laufzeit von drei Stunden plus die zusätzliche Energie aus den Ladeschachteln bringen uns zwar auch nicht über die Marathondistanz, aber doch über den Trainingstag. Den ausführlichen Test lesen Sie hier.

Motorola VerveOnes ME: Günstigere Variante für Sofa und unterwegs

Motorola VerveOnes ME
Vergrößern Motorola VerveOnes ME
© Motorola

Die VerveOnes ME folgen dem gleichen Prinzip wie die Ohrstöpsel von Apple, Bragi und Jabra: Sie kommen völlig ohne Kabel aus und könnten daher verloren gehen, wenn man sie nicht fest genug in die Gehörgänge bekommt. Doch verzichtet Motorola auf weitere Sensoren, die Musik dudelt im Gegensatz zu den AirPods munter weiter, wenn man einen Stöpsel raus nimmt, Puls messen wie The Dash oder die Elite Sport können sie auch nicht. Immerhin lassen sich Telefonate annehmen oder per Siri einleiten, solange die InEars mit dem iPhone gekoppelt sind und im Prinzip benötigt man keine App, um sie zu verwenden. Dass es dennoch mit Hubble Connected eine solche gibt, ist vor allem der beschriebenen Bauart zu verdanken, denn die Ohrhörer melden ihr den letzten Standort, sollten sie doch einmal verloren gehen. Mehr kann die App leider nicht, uns gelingt es etwa nicht, die etwas genuschelten Sprachansagen für ein besseres Verständnis auf deutsch umzustellen. Andererseits sagt die Stimme im Ohr auch nicht mehr, als dass die Hörer nun verbunden seien und die Akkulaufzeit "mehr als zwei Stunden" betrage, hat man sie frisch aus ihrer Ladehülle entnommen. Auch dieses naheliegende Prinzip teilt die Lösung von Motorola mit denen der Konkurrenz, die Schachtel zur Aufbewahrung gibt gleichzeitig Energie, die sie selbst via Mikro-USB bezieht.

Was aber nicht so gut funktioniert: Entnimmt man die VerveOnes aus ihrer zylinderförmigen Schachtel und steckt sie in die Ohren, muss man sie erst einmal einschalten, einen jeden einzeln. Da haben uns die AirPods und deren direkte Konkurrenz verwöhnt. Auch bei der Kopplung müssen wir jedes Mal nachhelfen, erst nach einem weiteren Tipp auf die Ohrhörer erkennt sie unser iPhone als Tonausgabegerät.

Nach der ersten Inbetriebnahme hatten wir auch das Problem mit ständig abbrechenden Verbindungen zum linken Ohrhörer, nur der Master im rechten Ohr arbeitete zuverlässig. Leider war das kaum reproduzierbar, der Hersteller empfiehlt zwar, das iPhone für eine optimale Verbindung an der rechten Seite des Körpers zu tragen, in Jacken- oder Hosentasche. Daher kam der Ärger mit der schlechten Konnektivität aber nicht, auch nicht durch einen niedrigen Ladezustand und auch nicht durch fehlerhaften Sitz in den Gehörgängen. Es spielt also keine Rolle, ob das "M" des Logos aufrecht oder auf dem Kopf steht. Später traten die Probleme nicht mehr auf und bis auf die zu den AirPods vergleichsweise umständliche Prozedur des Verbindungsaufbaus hat alles zur Zufriedenheit funktioniert.

Der Sitz in den Ohren ist indes deutlich besser als bei den erwähnten AirPods, auch beim Joggen lockert sich da nichts und geht nichts verloren. Der Klang ist solide, aber ein wenig flach, da haben wir schon Besseres gehört. Die Abschirmung gegenüber Außengeräuschen aber ist sehr gut, für das Joggen auf der Straße vielleicht sogar ein wenig zu gut, drei Paar Silikonpassstücke liegen bei, das sollte den meisten Anwendern ausreichen, um den idealen Stöpsel zu finden.

Die VerveOnes verstehen sich auf mehrere Gesten wie Start/Stopp, Vorwärts/Rückwärts, Lauter/Leise und natürlich die Bedienung des Telefons. Links geht es etwa zurück in der Playlist und leiser, rechts ist es umgekehrt, der rechte Stöpsel lässt sich auch alleine als Headset verwenden. Interessant und so auch noch nicht gehört, ist die Möglichkeit, per Dreifachtipp auf den rechten Hörer aus fünf Equalizer-Einstellungen auszuwählen. Der Klang wird dabei aber meist nicht besser, nur anders. Eine feinere Justierung per App ist nicht möglich.

Die VerveOnes ME - das steht für Music Edition - sind mehr als ordentliche In-Ear-Hörer, was Klang und Sitzfestigkeit betrifft. Bei der Bedienung und der App-Unterstützung hapert es etwas, der etwas umständliche Verbindungsaufbau hat uns ein wenig enttäuscht. Weswegen wir sie zu ihrem Preis von 150 Euro für ein klein wenig zu teuer halten. Zum Musikhören, auch unterwegs und sogar beim Sport, lassen sie sich aber gut einsetzen. Motorola bietet die VerveOnes in seinem eigenen Shop für 99 Euro an - sie sind derzeit zu diesem Preis aber nicht lieferbar.

Avanca Minim: Kleinere Einschränkungen bei Sound und Bedienung

Sitzen sehr gut und fest im Ohr, bringen aber gewisse Einschränkungen mit. Und keine App für Firmwareupdates.
Vergrößern Sitzen sehr gut und fest im Ohr, bringen aber gewisse Einschränkungen mit. Und keine App für Firmwareupdates.
© Avanca

Gut gefällt uns an den Minim von Avanca die Funktion der schnellen Wahlwiederholung. Die kabellosen Earbuds, die sich den Vergleich mit Apples AirPods und den Verve Ones von Motorola gefallen lassen müssen, sind relativ einfach gehalten, was die Bedienung betrifft. Lauter, leiser, Gespräche annehmen, von einem Titel zum nächsten wechseln, das geht mit den in den Ohrhörern angebrachten Knöpfen, die sich in Gebrauch gut ertasten lassen. Ein Doppeltipp auf den den als Haupthörer definierten Earbud wählt automatisch die letzte Nummer. Etwas unschön: Tippt man auf den zweiten Hörer – denjenigen, den man nicht ursprünglich mit dem iPhone gekoppelt hatte – passiert außer der Ansage "last nummer redial" nichts. Bei Telefonaten sollte man sich bewusst sein, dass nur einer der Lauscher, eben der Haupthörer, dabei zum Einsatz kommt. Da die Ohrhörer sind jedoch symmetrisch geformt und lassen sich einfach wechseln, sofern man nicht unterschiedliche Silikonüberzüge für sich herausgesucht hat - drei Größen liegen bei. Der Sound lässt gegenüber den AirPods zwar deutlich nach, der Preis von 100 Euro liegt aber nochmal darunter. Insgesamt kann man sich über den Klang aber nicht beschweren, vergleichbar ist er am ehesten noch mit dem der Verves One, ein bisschen dünn und undifferenziert, aber im Bass durchaus lebendig, bei höheren Lautstärken aber schnell zu Verzerrungen neigend.

Nicht unerwähnt bleiben sollten jedoch technische Probleme, die wir während des Tests hatten. Die über TWS (True Wireless Stereo) gekoppelten Ohrhörer hatten öfter die Verbindung zueinander verloren, immer wieder war Sound für halbe Sekunden nur auf dem Haupthörer ausgegeben. Das besserte sich erst nach dem Zurücksetzen und Neukoppeln, diesmal aber mit dem anderen Knopf als Haupthörer - nur benötigten wir etliche Versuche, um wieder Verbindung zu den Avanca Minim aufbauen zu können. Den Grund für unsere Verbindungsprobleme konnten wir leider nicht eruieren, in der Zwischenzeit hatten wir jedoch unser iPhone auf iOS 11 aktualisiert.

Ein anderes Problem ließ sich mit ein wenig Übung lösen: Siri aktiviert ein Druck von 1,5 Sekunden auf einen der Hörer, nach 2 Sekunden Druck schalten sie sich aber ab. Um also Verbindung mit der Sprachassistentin aufnehmen zu können, muss man rechtzeitig loslassen.

iSine 10: Die ersten Magnetostaten für das Innenohr

Mit Kabel, aber eben Lightning: Die Audeze iSine 10
Vergrößern Mit Kabel, aber eben Lightning: Die Audeze iSine 10
© Audeze

Während alle bis hierhin betrachteten Hörer (und auch die später folgenden) dynamische Treiber aufweisen, hören wir uns in diesem Abschnitt den laut Hersteller ersten In-Ear-Hörer mit magnetostatischem Treiber an. Der Unterschied ist technischer Natur: Während dynamische Treiber im wesentlichen Klang erzeugen, indem die an einer Spule angebrachte Membran deren Bewegung in einem Magnetfeld folgt, schwingt bei einem Magnetostaten die gesamte Membran, da die Leitungen der Schwingspule in die Membran eingebaut sind. Die Membran wiederum ist planar zwischen zwei Rahmen mit Magneten aufgespannt, man spricht daher auch von Planar Magnetics. Dass in den iSine von Audeze (spricht sich wie Odyssee aus) jede Menge von Permamagneten stecken, merken wir schon daran, dass die beiden Muscheln gerne leicht aneinander haften bleiben oder sich auch am Magnetverschluss unserer iPhone-Hülle fest setzen. Ein weiterer Unterschied zu den meisten der hier behandelten In-Ears: Die Konstruktion benötigt mehr Energie als die dynamischen Treiber, weswegen die Audeze nur mit Kabel zu haben sind. Der Hersteller liefert in einer schicken Tragetasche auch gleich zwei Kabel mit, eines mit 3,5-Millimeter-Audioklinke für den Mac und eines mit Lightning für das iPhone. Damit verliert dann hochauflösende Musik auf dem Signalweg nichts von ihrer Qualität. Denn das ist das Versprechen der Magnetostaten: Verzerrungsfreie Musik auch bei höheren Lautstärken. Bisher fand die Technik in Lautsprecherboxen ihren Einsatz, vorwiegend in Hoch- und Mitteltönern. Umso erstaunlicher ist es daher, dass es Audeze gelungen ist, derart kompakte Ohrhörer zu bauen, die auch in der Basswiedergabe wenig zu wünschen übrig lassen. Zwar passt die große Membran (30 mm lang) in keinen Gehörgang, gelöst hat das der Hersteller damit, dass der von der Membran in den Muschel erzeugte Schall durch ein Rohr in das Ohr weitergeleitet wird. Am anderen Ende sind die Muscheln offen, auch das ist bauartbedingt, die planare Membran braucht den Raum, um zu schwingen. Damit einher geht natürlich, dass die iSines nicht so stark gegen Außengeräusche abschirmen wie andere InEar-Hörer und auch die Mitreisenden in S-Bahn oder Tram bekommen doch recht genau mit, was wir da so hören. Noch ein wenig von der Umwelt akustisch mitzubekommen ist aber überhaupt kein Problem, im Gegenteil, Audeze sieht seine Lösungen auch ideal für VR- und AR-Brillen, mit denen man komplette Abschottung von der Außenwelt nicht unbedingt haben will. Das Design der Muschel ist zudem extravagant und ansprechend. Spiderman (Form) trifft hier gewissermaßen auf Batman (Farbe)...

Schematische Darstellung des magnetostatischen Ohrhörers. Die Schwingspule ist auf der kompletten Membran untergebracht.
Vergrößern Schematische Darstellung des magnetostatischen Ohrhörers. Die Schwingspule ist auf der kompletten Membran untergebracht.
© Audeze

Für den Klang ist aber auch hier der Sitz entscheidend, Audeze liefert Silikonüberzüge für das Hörrohr in drei Größen mit, die sich aber nur wenig unterscheiden. Wir haben so leichte Schwierigkeiten, eine für uns passende Kombination zu finden. Interessanter Nebeneffekt: Wir hören auch dann noch sehr gut, wenn sich das Hörrohr aus dem Gehörgang zu verabschieden beginnt, bei anderen Lösungen war schon beim kleinsten Verrutschen der Klang nicht mehr optimal. Wollten wir die iSine zum Sport mitnehmen, liegen auch noch mehrere Bügel bereit, die man über die Muscheln ziehen kann und sie am Ohr festhalten.

Der Sound ist wirklich hervorragend, da verzerrt in den Mitten und Höhen nichts, der Bass ist klar, ohne zu wummern. Audeze liefert zwei Kabel mit, eines mit Lightning-Stecker und eines mit Audiostecker. Beim Hören von "Sgt. Peppers Lonely Heart's Club Band" hören wir auch einen deutlichen Unterschied zwischen dem Mac (Audio-Buchse) und dem iPhone (Lightning): Vom Mac aus muss die Musik durch den D/A-Wandler der Audiobuchse, via Lightning kommt der Sound digital zum Kopfhörer, der nun seinerseits die Informationen in analoge umsetzt, die die Membranen zum Schwingen bringen – konkret ist die Technik dafür in der Fernbedienung versteckt. Der Sound vom Mac mumpfelt einfach ein bisschen, das iPhone liefert ein deutlich saubereres Klangbild.

Mehr als ein Kabel: Das Cipher enthält einen Vorverstärker und vor allem einen D/A-Wandler, der den Unterschied ausmacht.
Vergrößern Mehr als ein Kabel: Das Cipher enthält einen Vorverstärker und vor allem einen D/A-Wandler, der den Unterschied ausmacht.

Aber schließlich wollten wir einen InEar für das iPhone, wenn er auf dem Mac auch funktioniert, ist das ein Bonus. Für den eher mäßigen Wandler, den Apple einbaut, kann kein Kopfhörerhersteller etwas.

Equalizer: In der neutralen Stellung (links) klingt's am Besten.
Vergrößern Equalizer: In der neutralen Stellung (links) klingt's am Besten.

Für das iPhone gibt es noch einen Bonus, schon beim ersten Anstecken des Hörers meldet sich das System und fragt nach, ob wir die zugehörige App herunterladen wollen. Ja, wollen wir. Diese spielt uns gleich die aktuelle Firmware auf und bietet vor allem einen Zehnband-Equalizer. Am besten klingen für uns die iSine in der Grundeinstellung, aber wer mag, kann sich etwa die Mitten anheben, oder dem Bass oder den Höhen oder beiden einen kleinen Boost verabreichen. Am Lightningkabel ist zudem die obligatorische Fernbedienung eingebaut, mit der man die Musik lauter oder leiser machen kann, sie stoppt oder in der Wiedergabeliste vor oder zurück springt. Was fehlt: Die Telefoniefunktion, die andere Hörer in dieser Übersicht wie selbst verständlich eingebaut haben. Aber die fehlt uns nicht wirklich, wir wollen Musik hören, wenn wir die iSine in die Ohren geschoben haben. Das zugegebenermaßen eindrucksvolle Musikvergnügen hat aber seinen Preis , einen recht stolzen. Audeze setzt die unverbindliche Preisempfehlung auf 479 Euro an. In Deutschland kann man die Kopfhörer beim Anbieter Audionext oder günstiger in unserem Preisvergleich kaufen.

Pioneer Rayz Plus: Laden und hören

In zwei Farben erhältlich, hier die goldene Variante der Rayz Plus, die es auch in schwarz gibt.
Vergrößern In zwei Farben erhältlich, hier die goldene Variante der Rayz Plus, die es auch in schwarz gibt.
© Pioneer

Wie wir bei den Audeze gesehen und vor allem gehört haben, hat der Anschluss eines Kopfhörers per Lightning gewaltige Vorteile, nicht nur beim Klang. Der Nachteil: Hört man exzessiv Musik und nutzt sein iPhone auch sonst recht intensiv, muss man irgendwann dann doch auf Bluetooth-InEar oder -lautsprecher umstellen, weil der Akku mal wieder leer ist – und der hochwertige Kopfhörer gerade die einzige Buchse des Telefons belegt. Eine Lösung dieses Problems bietet Pioneer mit den Rayz Plus, Lightning-InEar-Kopfhörern , die in ihrem Kabel auch eine weitere Buchse bieten und so das iPhone auch während des Hörens aufladen. Der Preis von 180 Euro unterscheidet sich zwar um gute 50 Euro von dem der Rayz ohne die Ladebuchse, hochwertige Lightning-Hubs, wie etwa das von Belkin , kosten aber in der gleichen Größenordnung.

Der Sound ist von sehr hoher Qualität, dank relativ großer Treiber auch mit einem ordentlichen Bass, der jedoch nicht überbetont ist. An Ohrstöpseln aus Silikon oder Schaumstoff liegt eine große Auswahl bei, wir finden einen passenden Überzug, damit der Ohrhörer richtig im Gehörgang sitzt und der Kopfhörer seine Klangqualitäten ausspielen.

Was man bei einem Ohrhörer dieser Preisklasse erwarten kann und auch bekommt, ist eine aktive Rauschunterdrückung. Insgesamt sechs Mikrophone vermessen die Akustik der Umgebung und passen das Noise Cancelling an die jeweiligen Bedürfnisse automatisch an, in der App fehlt dafür eine Möglichkeit, selbst eine Einstellung nach dem eigenen Geschmack zu treffen, man kann sie nur ein- oder ausschalten. Das gleiche gilt für die Hear-Through-Funktion, Stimmen (auch die eigene) erkennt die Software als solche und lässt sie durch. Das ist vor allem wie gesagt beim Telefonieren recht praktisch, sonst klingt die eigene Stimme immer recht dumpf, wenn man sie nur über die Knochenleitung wahrnimmt. So richtig funktioniert Hear Through aber nur, wenn der Gesprächspartner direkt gegenüber sitzt oder steht und auch die Musik nicht allzu laut dudelt. Taucht ein Kollege im Türrahmen auf, bleibt nicht viel anderes übrig, als die Stöpsel aus den Ohren zu ziehen. Dann stoppt aber sofort die Musik, wenn man beide Ohren freimacht. Sie setzt auch sofort wieder ein, steckt man die Stöpsel wieder zurück in die Gehörgänge, jedoch nur, wenn nicht zu viel Zeit dazwischen lag.

Aber dann hilft ja auch die Fernbedienung im Kabel weiter, mit ihren üblichen Funktionen lauter/leiser, vor/zurück, Start/Stop je nach Art des Drucks: einfach, doppelt, lang. Raffiniert ist jedoch der vierte Knopf, den Pioneer "Smart Button" nennt. Denn dieser ist in der App belegbar. Man kann mit Klick, Doppelklick oder Klicken und Halten etwa das Noise Cancelling ein- und ausschalten oder das Hear Through. Ebenso lässt sich eine Kalibration optional über Knopfdruck starten (sonst bei der Erstbenutzung oder über die App) oder eine App auf dem iPhone starten beziehungsweise in den Vordergrund bringen: Die Rayz-App etwa oder eben Apple Music. Vor allem dieser vierte Knopf ist es, der bei der Bedienung enormen Mehrwert bringt, clevere Idee und eben nur mit Lightning möglich, aber nicht über die Audiobuchse. Der trauern wir immer weniger nach.

Plantronics Backbeat Fit: Für schweißtreibende Angelegenheiten

Die Backbeat Fit sind in fünf Farben erhältlich
Vergrößern Die Backbeat Fit sind in fünf Farben erhältlich
© Plantronics

Ohne Kabel, aber nicht völlig: Bei Bluetooth-Kopfhörern wie dem Plantronics Backbeat Fit ist die Angst vor Verlust relativ gering, sind die Ohrstöpsel doch durch ein Band zusammengehalten, das aus Schweiß abweisendem Kunststoff besteht. Damit und mit dem Namen  ist das Einsatzgebiet auch schon klar umrissen: Der Backbeat Fit ist für den Sport gedacht. Und dafür auch bestens geeignet. Denn die Ohrhörer werden von einem Bügel, den man um die Ohrmuschel legt, recht gut im Gehörgang fixiert. So ist man unterwegs gut in den Klang eingepackt, aber nicht völlig vor Außengeräuschen abgeschirmt. Wer an oder auf öffentlichen Verkehrswegen läuft, weiß das zu Schätzen. Der Preis von 75 Euro ist für den überraschend guten Klang auch angemessen. Telefonieren kann man damit auch, aber das wollen wir beim Laufen eigentlich gar nicht. Lesen Sie den kompletten Test hier .

Plantronics Backbeat Go: Gemächlich mit feinem Klang

Der Backbeat Go ist bestens als Headset für unterwegs geeignet, spielt aber auch Musik mit gutem Klang ab.
Vergrößern Der Backbeat Go ist bestens als Headset für unterwegs geeignet, spielt aber auch Musik mit gutem Klang ab.
© Plantronics

Gleicher Hersteller, gleiches Prinzip: Drahtlos mit Verbindungskabel zwischen den Ohrstöpseln. Auch der Klang ist von der gleichen sehr ordentlichen Qualität, aber wie der Name schon sagt, lassen es Nutzer des Backbeat Go vermutlich etwas ruhiger angehen. Für flotte Spaziergänge durch die Stadt oder Telefonate an lauten Orten wie Bahnhöfen oder Flughäfen ist der Backbeat Go bestens geeignet, man merkt der Sprachqualität die Erfahrung des Herstellers mit Business-Headsets an. Aber auch für den Sport ist der drahtlose Ohrhörer durchaus zu empfehlen. Die schicke Tasche ( das Set kostet 130 Euro ) hat noch ein Plus, denn in ihr ist ein Akku eingebaut, der einem leeren Backbeat Go zwei weitere Ladungen verpassen kann, bevor er wieder selbst an die Steckdose muss. Lesen Sie den kompletten Test hier.

Bose Quiet Control 30: Satter Sound im Büro

Vielleicht der beste Klang im Testfeld: Der Quiet Control 30 von Bose
Vergrößern Vielleicht der beste Klang im Testfeld: Der Quiet Control 30 von Bose
© Bose

Wer dagegen im Büro wesentlich mehr Wert auf den Sound der Musik legt als etwa auf die Mobilität, findet im Quiet Control 30 eine ideale Lösung. Im Test beeindruckt hat uns vor allem die Klangqualität, die der von hochwertigen OverEars zumindest sehr nahe kommt. Für den Sport mag der Nackenbügelkopfhörer vielleicht ein wenig ungeeignet sein, sein hervorragendes Active Noise Cancelling macht ihn aber zum idealen Reisebegleiter. Dass man damit auch telefonieren kann, erscheint uns sogar ein wenig unwichtig, so gerne lauschen wir der Musik. Musikliebhaber und Vielreisende werden sich auch kaum am Preis von 300 Euro stören, einzig die App hat kleine Schwächen. Lesen Sie den kompletten Test hier.

Sennheiser Momentum In-Ear Wireless: Perfekt anpassbar

Sennheiser Momentum In-Ear Wireless
Vergrößern Sennheiser Momentum In-Ear Wireless

Vor allem in Tonstudios erfreuen sich die Hörer von Sennheiser großer Beliebtheit: Ihr Klang gilt als besonders neutral, weder werden wie bei den Produkten von Beats die Bässe angehoben, noch verfälschen überbetonte Mitten den Sound. Insofern gehen wir mit hohen Erwartungen an den Sennheiser Momentum In-Ear Wireless heran – und die werden auch nicht enttäuscht. Für den korrekten Sitz im Ohr – unerlässlich für den optimalen Sound, sind vier paar Silikonüberzüge für die Lautsprecher beigegeben, nach einigem Herumprobieren finden wir die passende Kombination, die in den Ohren bleibt und den Gehörgang perfekt abschließt. Gleichwohl – so fest wie bei einigen der Sportkopfhörer in diesem Testüberblick sitzen sie nicht. Gedacht ist der Sennheiser Momentum als Nackenbügelkopfhörer aber eher für den Einsatz im Büro. Wir wollen ja auch nicht den eleganten und gut auf der Haut liegenden Echtlederüberzug des Nackenbügels mit unserem Schweiß verschmutzen. Es ist natürlich auch möglich, mit dem Headset zu telefonieren, der Knopf zwischen den Reglern für Lauter und Leiser lässt Siri anspringen.

Mit der App Cap Tune lässt sich der Klang optimieren, aber keine Apple Music abspielen
Vergrößern Mit der App Cap Tune lässt sich der Klang optimieren, aber keine Apple Music abspielen

Aber welch Rückgang der Sound-Qualität beim Telefonieren! Woran das eher daran liegt, dass der Sennheiser Momentum Musik so wiedergibt, wie es sein sollte und Telefonie hier eben nur ein Nebennutzen ist. Installiert man die App "CapTune" kann man den Equalizer sich besonders fein auf die individuellen Bedürfnisse einstellen, mit Hilfe von Voreinstellungen wie Pop, Rock oder Jazz, mittels Hüllkurven oder Reglern für acht Frequenzbereiche. Mit dem "Soundcheck" kann man sich in acht Stufen unter vergleichendem Hören sich den EQ noch besser anpassen und ihn anschließend in einem Profil speichern. Die Einschränkung der App ist aber bedeutend: Nur auf das iPhone DRM-lose geladene Titel lassen sich abspielen - oder das Streamingangebot von Tidal nutzen. Weder Spotify noch Apple Music gehören zu den von Sennheiser unterstützen Quellen. Gleichwohl kann man den Momentum auch ohne die App nutzen und beliebig Songs abspielen, dann eben nur mit den Equalizer-Einstellungen von iOS, die bei weitem nicht so präzise sind. Hier wäre Nacharbeit gewünscht,der Preis von 199 Euro ist für einen Kopfhörer seiner Klasse aber angebracht.

Libratone Q-Adapt: Einer der ersten seiner Art

Einer der ersten seiner Art: Der InEar-Kopfhörer Q-Adapt mit Lightniung-Kabel
Vergrößern Einer der ersten seiner Art: Der InEar-Kopfhörer Q-Adapt mit Lightniung-Kabel
© Libratone

Wie eingangs erwähnt, hat Bluetooth eine kleine Schwäche: Die Latenz. Spielt man beispielsweise auf seinem iPhone oder iPad in Garageband herum, möchte man das gewiss nicht auf Bluetoothhörern ausgeben. Denn erst geschätzte 50 bis 100 Millisekunden nach dem Anschlag auf die virtuelle Klaviatur hört man dann auch den Ton - ein Ding der Unmöglichkeit. Also doch wieder Kabel, wenn man einen derartigen Einsatz im Sinne hat. Freilich: Weder lässt sich dann ein Instrument an das iPhone anschließen oder sein Akku laden, wenn der Lightning-Port belegt ist, das Problem dürfte aber nur sehr selten auftreten. Lightning-Kopfhörer gibt es neben Apples mitgelieferten EarPads noch nicht viele, und was den Sound von InEars betrifft, setzt der Q-Adapt von Libratone auch gleich Maßstäbe. Im Klang steht er den weiter oben beschriebenen Bose Quiet Control in nichts nach, ebenso überzeugt das Active Noise Cancelling. Der Preis von 179 Euro laut UVP ist zwar nicht ohne, wer aber Ohren hat, um den Unterschied zu Billigstrippen zu hören, hält das für gut angelegtes Geld, zumal der Q-Adapt im Handel meist deutlich günstiger zu haben ist. Lesen Sie den kompletten Test hier .

Kurztest: Schnell angehört und eingeordnet

Das gleiche Designprinzip wie der Bose Quiet Control verfolgt der Backbeat 100 von Plantronics: An den Nacknebügel, der die Elektronik enthält, sind die zwei Ohrhörer mit einem dünnen Kabel angeschlossen. Der Sound des Backbeat 100 ist nicht übel, lässt aber gegenüber dem vom Bose-Hörer deutlich nach. Raffiniert sind aber die Magnete in den Ohrhörern, nimmt man sie aus den Gehörgängen lassen sie sich vor der Brust zusammen schnappen und baumeln nicht in der Gegend herum. Für das Büro als Headset und zum gelegentlichen Musikhören bei der Arbeit aber sehr gut geeignet. Der Preis von 80 Euro lässt den Backbeat 100 auch deutlich erschwinglicher sein.

Plantronics Backbeat 100
Vergrößern Plantronics Backbeat 100

Der Coda Wireless von iFrogz hat als Alleinstellungsmerkmal seine Befestigung. Denn an die Einheit mit der Elektronik und den Steuerelementen ist ein flexibler Bügel angebracht, der sich magnetisch fixieren lässt. So kann man den Kopfhörer beliebig an die Kleidung klippen. Die Kabel der Ohrstöpsel lassen sich zudem bei Nichtgebrauch platzsparend um eben jenen Bügel wickeln. Der Klang des Headsets ist jedoch nicht das Gelbe vom Ei: Zwar flutschen uns die Hörer gut in die Gehörgänge, der Sound ist aber ein wenig schwammig und dumpf, es fehlt eindeutig an Mitten und Höhen. Der Preis von 30 Euro ist aber mehr als fair.

iFrogz Coda Wireless
Vergrößern iFrogz Coda Wireless
© iFrogz
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