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Die besten Tipps für den Homepod

20.02.2018 | 13:39 Uhr |

So holen Sie mehr aus Ihrem smarten Lautsprecher von Apple – auch schon jetzt. 16 Tipps für den Einstieg.

00 Die richtige Energieversorgung

Bevor wir überhaupt mit dem Homepod und damit den Tipps dazu loslegen können, müssen wir den Lautsprecher an den Strom hängen. Dazu brauchen wir einen Adapter, in unserem konkreten Fall von UK auf EU. Den bekommt man für wenige Euro im Versandhandel oder dem freundlichen Elektronikhändler vor Ort.

01 Eine Frage der Sprache

Den Homepod gibt es bisher nur in UK, USA und Australien. Sie können sich dort gerne einen besorgen, er funktioniert auch in Deutschland, aber eben noch nicht in Deutsch. Wenigstens müssen Sie bei der Einrichtung nicht die Sprache Ihres iPhones oder gar von Siri umstellen – für bestimmte Zwecke wird das aber unerlässlich sein, dazu später mehr. Der Homepod verlangt bei der Einrichtung aber eine Sprachauswahl, wenn Ihr iPhone nicht schon auf eine der English-Varianten für USA, UK und Australien eingestellt ist. Welches Englisch Sie mit Ihren Homepod sprechen, ist letztlich Ihre Sache. Wir persönlich finden das britische Englisch schöner, verstehen die US-Variante aber meist besser. Vom Aussie-Dialekt lassen wir ganz die Finger weg.

Noch ein Extratipp: Hinterlässt der HomePod auf Holz weiße Flecken, einfach was unterlegen. Derzeit nur schlecht lösbares Problem: Wohin mit dem Kabel? Denn abstecken lässt es sich nicht.
Vergrößern Noch ein Extratipp: Hinterlässt der HomePod auf Holz weiße Flecken, einfach was unterlegen. Derzeit nur schlecht lösbares Problem: Wohin mit dem Kabel? Denn abstecken lässt es sich nicht.

02 Lautstärke präzise einstellen

Siri versteht, wenn Sie es lauter haben wollen, mit Kommandos wie: "Play louder" oder "Turn up the volume". Leiser wird es mit "Turn down the volume". Stehen Sie in der Nähe des Lautsprechers, können Sie auch einfach auf die Symoble "+" und "-" auf dem Display tippen. Die Regelung ist aber nicht sonderlich präzise, genau bekommen Sie es aber hin, sagen Sie zu Siri: "Set the volume to 25 percent". Sie können das natürlich mit jeder anderen Zahl versuchen, aber tasten Sie sich lieber langsam an die 100 Prozent heran. Denn der Homepod hat doch einiges an Kraft.

04 Vorwärts und zurück

Zurück zum letzten Titel der Wiedergabeliste kommt man mit dem Kommando "Skip back", zum nächsten Stück mit "Skip forward" oder mit "Next one". Man kann aber auch innerhalb der Songs navigieren mit "Skip back (forward) x seconds". Auf den Takt oder den Songabschnitt genau geht das leider nicht.

05 Songs finden

Sie erinnern sich nicht mehr, dass Pink Floyd's erstes Album "The Piper at the Gates of Dawn" hieß? Oder das letzte "The Endless River"? Kein Problem, sagen Sie einfach: "Play Pink Floyd's first album" und Siri finden den "Piper" – sofern Sie Apple Music abonniert haben oder das Album in ihrer Musikbibliothek. Schwierig wird es im konkreten Fall nach der Fahndung des letzten Werkes, denn Siri entdeckt eine später veröffentlichte Kompilation älterer Stücke und hält das für das neueste Album. Etwas leichter wird es bei dem Solo-Werk des ehemaligen Bassisten der Band: Als Roger Waters' "newest Album" versteht Siri tatsächlich auch "Is This the Life We Really Wanted?" Was bisher nur in der Theorie funktioniert: “Play that Run DMC song with Aerosmith”. Siri versteht unser alles andere als akzentfreies Genuschel nicht. Hier sind wir vor allem auf die Lokalisierung gespannt.

06 Nach der Stimmung auswählen

"Hey Siri, play me sad music" - "Hey Siri, play me happy music" – Beides funktioniert sehr gut, ob man dadurch nicht noch trauriger wird oder eine Kur erhält, wird man nicht der KI anlasten können. Siri kann aber weit mehr als das und aus tausenden kuratierten Wiedergabelisten die passende Musik finden. Man muss sich allerdings ein paar englische Begriffe merken, bis uns Siri auch "fröhliche Indie-Musik für das Fahrradtraining" findet. Schon jetzt lassen sich aber Genres, Stimmungen und Aktivitäten kombinieren, hier die mögliche Auswahl:

Aktivitäten

Stimmungen

Genres

·       Bedtime

·       Affectionate

·       Alternative

·       Break Up

·       Blue

·       Blues

·       Cardio

·       Chill

·       Classic Rock

·       Cooking

·       Lively

·       Classical

·       Dancing

·       Safe for Kids

·       Country

·       Dinner Party

·       Soothing

·       Dance

·       Meditating

·       Unwind

·       Electronic

·       Party

·       Upbeat

·       Hard Rock

·       Studyin

·       Warm

·       Hip-Hop

·       Waking Up

·       Whimsical

·       Indie

·       Jazz

·       Kids

·       Latino

·       Metal

·       Oldies

·       Pop

·       R&B

·       Reggae

·       Rock

·       Soul

·       World

In unserem Versuch: "Hey Siri, play some warm Hard Rock for Cooking" kommt dann auch gleich eine Wiedergabeliste, die van Halen eröffnet.

07 Ungeeignete Texte ausfiltern

iTunes kennzeichnet nicht jugendfreie Texte mit dem Symbol "E" für "Explizit". In der Regel sind diese expliziten Texte voller "bad words" aber in englisch und daher für Jugendliche meist erst dann verständlich, wenn sie in ihrer Jugend schon so weit fort geschritten sind, dass man ihnen gewisse Ausdrücke in einem künstlerischen Zusammenhang durchaus zumuten kann. Wir wundern uns schon lange, wie viele Songs und Alben mit dem "E" versehen sind, von Blue October etwa halbe Alben und sogar einzelne Songs von BAP – da hat der Moralzensor in Kalifornien offenbar das Kölsch schlecht vertragen.

BAP's "Ne schöne Jrooß" soll anstößig sein? WTF?
Vergrößern BAP's "Ne schöne Jrooß" soll anstößig sein? WTF?

Okay, von Marillion's "She Chameleon" könnten wir die anstößige Textzeile sogar zitieren, und das sogar schon seit unserer Jugend, aber lassen wir das. Auch an dieser Stelle sind wird gespannt, welchen Wert die Lokalisierung des Homepod auf das "Explizit"-Label legen wird. In den Einstellungen jetzt kann man aber derartige Songs am Abspielen hindern und zwar hier:

Öffnen Sie die Home-App und drücken fest auf das Symbol des Homepod  (3D Touch). Sie kommen nun mit einem weiteren Tipper auf die "Detials" und haben dort in den Einstellungen in der Sektion "Music and Podcasts" die Möglichkeit, anstößige Inhalte zu sperren oder zuzulassen.

08 Meins bleibt meins

Ist die Apple Watch laut ihres Herstellers das "persönlichste Gerät, das wir je gebaut haben" gilt für den Homepod schier das Gegenteil. Denn ein jeder in Rufweite kann mit Siri sprechen. Das hat keine Folgen, fragen Gäste oder Mitbewohner nach dem Wetter in Timbuktu. Das muss keine Folgen haben, versuchen Witzbolde an die Kontakte des Homepod-Eigners Textnachrichten mit mehr oder minder expliziten Inhalten zu versenden. Denn erstens versteht Siri derzeit nur Englisch und zweitens lassen sich die "Personal Requests" abschalten oder bei der Einrichtung schon gleich unterbinden. ( Drittens funktionieren Personal Requests offenbar nicht mit jedem Router, wir haben aber noch keine eindeutige Lösung dafür gefunden, Anm. d. Red. ). Was aber wirklich lästig ist: Besucher und Mitbewohner können einem die Empfehlungsalgorithmen versauen, solange Siri auf dem Homepod noch nicht in der Lage ist, Stimmen zu unterscheiden und etwa nur auf des Masters Voice zu hören. Gibt nichts Schlimmeres, als wenn Siri wiederholt dazu aufgefordert wird, Helene Fischer zu spielen und nun ihre Empfehlungsalgorithmen entsprechend anpasst. ( Sie mögen Helene Fischer? Verzeihung, aber stellen Sie sich dann eben anders herum vor, mit AC/DC oder so. Anm. d. Red. )

Relevant wird das Problem vor allem dann, wenn der Homepod von der Familie genutzt wird, etwa vier Personen mit fünf unterschiedlichen Musikgeschmäckern. Klar, dass die Empfehlungen dann enorm verwässert werden. Auf eine Stimmerkennung werden wir aber noch lange warten müssen, vermutlich deutlich länger als auf die Lokalisierung. Also untersagen wir Siri so lange, auf dem Homepod entgegen genommene Musikwünsche zu speichern und zu Empfehlungen zu verarbeiten. Der Punkt in den Homepod-Einstellungen (aufrufen wie im Tipp zuvor beschrieben) heißt "Use Listening History". Das also einfach abschalten und gut ist es.

09 Telefonieren – ein bisschen

Schade, mit dem Homepod kann man nicht telefonieren, das könnte sich womöglich in künftigen Versionen ändern. Das höchste der Gefühle ist es bislang, eine Nachricht diktieren zu können, sofern die Personal Requests möglich sind. Immerhin kann man den Homepod gleich einem Bluetooth-Lautsprecher als Ausgangs- und auch Eingangskanal für Audio definieren, führt man gerade ein Gespräch. Das geht aber auch nur, wenn iPhone und Homepod im gleichen WLAN hängen.

10 Anderer Dialekt, anderer Sprecher

Hat man sein iPhone nicht auf Englisch eingestellt, muss man bei der Einrichtung sich für eine Variante entscheiden. Dies lässt sich nachträglich ändern, ebenso in den Einstellungen des Homepod über die Home-App finden sich die anderen Sprachfassungen und auch die Möglichkeit, zwischen einer männlichen und einer weiblichen Stimme zu wechseln.

11 Hinzufügen

Spielt Siri aus dem umfangreichen Fundus von Apple Music einen Song, der gefällt, kann man diesen während des Spielens der eigenen Musikbibliothek oder gleich einer bestimmten Wiedergabeliste hinzufügen. Interessant auch die Reaktion  auf "Play more songs like this": Siri spielt den aktuellen Titel erst zu Ende und dann ähnliche. Songs aus Wiedergabelisten löschen oder ganze Alben aus der Mediathek entfernen, ist indes (noch) nicht möglich.

12 Bedienungshilfen

Auch der Homepod, der ja nicht besonders kompliziert ist, bringt Bedienungshilfen. Viel einstellen lässt sich nicht mehr, aber auch uneingeschränkte Personen werden es begrüßen, dass man Siri etwas langsamer sprechen lassen kann. Wie das Display auf Berührungen reagiert, kann man ebenso festlegen. In der Einstellung "Accessibility > Voice Over" lässt sich auch das Audio Ducking deaktivieren, aber warum? Denn es ist einfach auch eine Frage des Anstandes, dass Siri die Musik leiser dreht, solange man mit ihr spricht. In der Regel versteht sei einen dann auch besser.

Spärliche, aber nützliche Einstellungen für die Bedienungshilfen
Vergrößern Spärliche, aber nützliche Einstellungen für die Bedienungshilfen

13 Nicht zu laut – nicht zu leise

Na, Sie haben es doch mit 100 Prozent Lautstärke versucht (Tipp 02)? Das wollen Sie nicht noch mal so schmerzhaft erleben? Kein Problem, wie seit den Zeiten des iPod bei Apple-Produkten der Fall, kann man auch den Homepod die Lärmspitzen nehmen. Das erledigt hier die Einstellung "Sound Check", die jedoch auch die Lautstärke über die gesamte Musikbibliothek "normalisiert". Der Vorteil: Der eine Titel klingt noch plötzlich lauter als der andere. Der Nachteil: Manche Musik muss eine gewisse Dynamik behalten, große Unterschiede zwischen laut und leise – das zerstört man damit. Also lieber den HomePod nicht mehr mutwillig auf 100 stellen.

14 Weiter machen

Sagt man Siri  auf dem Homepod "Stop!" dann hört sie auf, die Musik zu spielen, setzt an der gleichen Stelle aber nach dem Kommando "Play!" wieder ein. Man muss also nicht unbedingt "Pause" und "Resume" sagen – das versteht die KI des smarten Lautsprechers aber auch.

15 Wat'n dat?

Einfache Übung für Siri: "What are you playing?" Klar, die Software des Homepod kann ja einfach die Metadaten des aktuellen Tracks auslesen und darin Interpret, Titel, Album und Weiteres finden. Läuft aber eine andere Quelle in Hörweite des HomePod, etwa das Radio oder der Fernseher, hilft ein anderer Befehl. "What song is this?" führt nur zu einem "Sorry!". Aber "Hey Siri!" Shazam this!" bringt nach kurzer Analyse und Checken der Datenbank des Unternehmens, das Apple Ende letzten Jahres gekauft hat, die richtige Antwort.

16 Bist du wach?

Ja, auch wenn die Musik recht laut ist oder der Sprecher einige Meter entfernt, hört Siri verdammt gut. In den Ducking-Modus schaltet sie aber erst, wenn sie antwortet. Ist sie aber wirklich bereit oder hat sie einen doch überhört? Eine Animation auf dem Display signalisiert ihre Aufmerksamkeit, das sieht man aus einiger Entfernung aber nicht, schon gar nicht, wenn der Homepod im Regal steht und der Hörer auf dem Sofa liegt. In Werkseinstellungen bleibt Siri stumm, bis sie redet, den bekannten Aufmerksamkeitspiepser erhält man aber, setzt man in den Einstellungen "Sound When Using Siri" auf grün.

Siri muss nicht stumm bleiben. Man gewöhnt sich aber daran, denn sie ist eine exzellente Zuhörerin
Vergrößern Siri muss nicht stumm bleiben. Man gewöhnt sich aber daran, denn sie ist eine exzellente Zuhörerin

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